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Rosalinde von Storch – klappern gehört zum Handwerk!

Bei ihr geht’s ganz ohne Lippenstift, ohne lackierte Fußnägel und rote Socken braucht sie auch nicht. Ein total schmuckes Mädel ist sie. Weit ab von der lärmenden Stadt fühlt sie sich pudelwohl. Kurz vor den Feiertagen ist sie eingeflogen, ganz alleine, ohne Begleitung. Aus dem Süden kommt sie, sagen einige Leute. Von wo genau weiß keiner. Sie war wohl vor Jahren schon mal hier. Tauchte wie Kai aus der Kiste auf und war dann irgendwann genauso sang- und klanglos wieder verschwunden. Eine typische Einzelgängerin ist sie, erzählt man sich. Also immer noch Single, hätte man von der gar nicht gedacht. Aber so ist das manchmal: Naturschönheiten haben oft Bindungsangst und es traut sich auch keiner an sie ran!    Weiterlesen:


Mensch Krause, da biste ja mal wieder?
Ostermontag. Vormittags. Im Radio deutsche Schlager am laufenden Band und mittenmang Jens Krause!
Seine Stimme macht gute Laune. Er versteht sein Handwerk wie kaum ein Zweiter und selbst bei Schietwetter ist er ein Sonnenstrahl am trüben Himmel. Er moderiert immer mit einem gewissen Schmunzeln in der Stimme und ernste Themen packt er kompetent an. Seine Gesprächspartner fragt er genau das, was seine Zuhörer interessiert. Kurzum: Jens Krause ist die Stimme von NDR 1 Niedersachsen – jedenfalls für mich!
Seit Tagen loben sich die Radiomacher vom NDR schon übern grünen Klee! Angeblich ist der NDR 1 Niedersachsen auch in diesem Jahr der beliebteste Radiosender hier im Norden oder vom Norddeutschen Rundfunk oder überhaupt! Wer sagt das?    Weiterlesen:


Ostern ist das neue Weihnachten
„Jede Menge Geschenke und die bloß nicht in billig“, lautete der Motto früher fürs Fest der Feste und mittlerweile gilt das auch für Ostern! Kann schon ein bisschen was Goldiges sein, mit leuchtenden Steinchen, denn edles Geschmeide ist wertbeständig, sieht gut aus und schindet Eindruck.
Oder eine Super-Kaffeemaschine mit allen Schickimickis, die ganz alleine Kaffeegenüsse krWeiert, von denen selbst die pfiffigsten Italiener und die erfahrensten Baristas null Ahnung haben und selbstverständlich mit eigenem Wasserzulauf.
Mit einer neuen Wohnlandschaft für die Terrasse aus Rattan, mit wetterbeständigen weißen Nappalederbezügen kann man auch Freude bereiten.
Falls das Freiluftwohnzimmer größenmäßig etwas mickriger ist, tut es auch natürlich auch ein original Sylter Strandkorb für maximal zwei Personen.
Unendlich viele Geschenke, für jedes Alter und für jedes Portemonnaie warten drauf, gekauft und verschenkt zu werden und bei Nichtgefallen auf den Umtausch nach den Feiertagen.
Auch zu Ostern kann sich der gedeckte Tisch mit allen Osterleckereien kaum auf den Beinen halten.    Weiterlesen:


Wasser unterm Kiel oder Sonne aufm Balkon..?

In diesem Jahr ist Gerda für drinnen und Heinz für außen zuständig. Räumliche Arbeitsteilung lautet die Verabredung, sonst stehen sie sich wieder gegenseitig auf den Füßen rum. Gerda hat die Nase voll von Heinz‘ Tollpatschigkeit, denn der läuft schon gerne mal gegen einen vollen Putzeimer. Dann flucht er und sie muss Aufwischen. Drum macht er diesmal oben und draußen, sie unten und drinnen.

Saisonstart nennt man das. Jedes Jahr das gleiche Theater. Klar Schiff machen hat einen festen Termin – so wie Ostern, Weihnachten und andere Fest- und Feiertage. Alles muss blitzeblank sauber sein, wenn’s heller wird und sich die Sonne dauerhaft sehen lässt. Frühling, Zeitumstellung, Krokusse und Osterglocken sind verlässliche Indikatoren für den Frühjahrsputz – nicht nur bei Gerda und Heinz.    Weiterlesen:


Immer hab ich was zu meckern……….
…so auch heute – am Ernennungs- und Vereidigungstag der gewählten Volksvertreter.
Erst fährt die Chefin dann die anderen ins Schloss zum Big Boss. Haben Sie es im Fernsehen gesehen? So viele Minister und Ministerinnen, so viele große dunkle Limousinen vorm Bellevue. Jeder kommt für sich alleine. Fahrgemeinschaften wären umweltfreundlicher und hätten auch was von Teamarbeit, gemeinsamer Neuanfang und so. Selbst Svenja Schulze kommt alleine. Nein, die ist nicht verwandt oder verschwägert mit Martin Schulz. Frau Schulze ist die neue Umweltministerin und die kommt nun auch mit so einem Schadstoff ausstoßenden Dampfer daher und dann auch noch alleine. Okay, vielleicht kennt sie noch keine ihrer Kabinett-Mitstreiter, immerhin ist sie neu in der Hauptstadt. Oder ob sie einem Elektroauto entstieg?    Weiterlesen:


Wenn Klamotten, dann orange
Gurus von heute sind marketingtechnisch voll auf der Höhe, im Internet und bei der Nutzung modernster Kommunikationsmittel äußerst bewandert, verdienen sich dumm und dämlich und sind oftmals total kluge Rattenfänger.
Einen ganz ausgeschlafenen Vertreter dieser Kategorie stellt Norman Odenthal vom ZDF in diesen Tagen vor. „Big Business am Ganges – Das Milliardengeschäft des Baba Ramdev“ nennt er seine Reportage mitten aus Indien.
In Indien leben zirka 1,3 Milliarden Menschen und davon fahren mindestens dreißig Millionen auf Guru Baba ab. Dieser indische Superman, Baujahr 1965, mit schwarzem Rauschebart, kann Yoga wie kein Zweiter, ganz viele tolle Atemübungen und er wettert so ziemlich gegen alles und jeden.
Ein Guru ist ein spiritueller Lehrer, zumeist aus dem religiösen Umfeld, überwiegend im Hinduismus oder Buddhismus sagt wikipedia. So war das jedenfalls mal, also begrenzt auf den indischen Subkontinent und ringsum. Heute sind Gurus überall anzutreffen – auch in Amerika, Europa und selbstverständlich auch in Deutschland. Gurus sind Meister, Lehrmeister, Vorbeter, ganz besondere Könner, deren Meinung maßgeblich anerkannt und geschätzt sind – oftmals zumindest.
Halb Amiland ist derzeit begeistert von Donald Trump.    Weiterlesen:


Das hat man nun vom Zeitunglesen!
Man wird klüger, man bildet sich, saugt andere Meinungen auf, bekommt Inspiration, erhält Weitblick und wird natürlich auch verunsichert! Heute schreibt der und die über dies und das und morgen ist es umgekehrt. Liegt’s am Schreiberling, an unserer schnelllebigen Zeit, am globalen Zusammenrücken oder einfach nur an der Vielfältigkeit der Ereignisse? Was heute gilt ist morgen passé oder womöglich auch andersrum? Denn schließlich ist nichts älter, als die Zeitung von gestern, die dann nur noch zum Einwickeln von Frischfisch dient.
Neulich berichtete der Weser Kurier von einer bundesweiten Umfrage, die ergab, dass Bremens Bürgermeister ein Quäntchen beliebter ist, als Horst Seehofer, der Noch-Bayern-Boss …    Weiterlesen:


Frühlingserwachen bei Frau Maischberger?
Noch anderthalb Stunden bis zum meteorologischen Frühlingsanfang. Sandra M. hat zur Diskussionsrunde ins Studio geladen. Gehören ARD und ZDF abgeschafft – so wie es die Eidgenossen per Volksentscheid gerade versuchen – oder muss das Öffentlich-Rechtliche bleiben, koste es, was es wolle – der Bürger zahlt es ja!‘
Emil Steinberger – der über die Grenzen bekannte humoristische Kabarettist aus dem Land von Heidi und dem Alm-Öhi – ist zugeschaltet und er bekennt sich zum Erhalt des „Staatsfernsehens“. Er erläutert die derzeitige Schweizer Stimmung vor der Abstimmung am Sonntag. Eine Weltspiegel Extra-Ausgabe versucht, dem Zuschauer zu vermitteln, wie Fernsehen bei unseren Nachbarn in Polen, Österreich, Finnland, Italien etc. aussieht, bevor die Studiogäste unter Anleitung der Chefin das Wortgefecht eröffnen.
Frau von Storch und Tom Buhrow vis-à-vis – ach, das kann unterhaltsam werden, denkt sich der späte ARD-Konsument.    Weiterlesen:


Machen Sie auch Anstalts-Fasten?
So langsam habe ich die Schnauze voll – jetzt werde ich mal fasten! So jedenfalls lautet mein fester Vorsatz, den ich auch stringent befolgen werde. Außerdem ist Fasten gesund, gut für Körper, Seele und Geist und man bekommt den Kopf frei.
Ach ja, nur zum besseren Verständnis: Meine Fastenzeit hat nichts mit Völlerei, kulinarischem Schnickschnack und Nahrungsaufnahme überhaupt zu tun – ich faste öffentlich-rechtlich! Ich lass ab sofort mal den Konsum von ARD und ZDF weg! Die beiden „Hauptdarsteller“ mit ihrer großen Mischpoke am Rockzipfel tun mir nicht mehr gut – jedenfalls nicht meinem Anspruch und gut und optimal informiert fühle ich mich von denen schon lange nicht mehr!
Die Öffentlich-Rechtlichen sind Anstalten, haben einen Programmauftrag, viel Personal im Lande und über den gesamten Globus verteilt, leben von unser aller (Zwangs-)Gebühren und so weiter – all das kennt jeder.    Weiterlesen:


Und welche Worte kennen Sie noch?
Sprache wird – wie viele andere Gebrauchsgüter – von der Mode diktiert. Sprache ist lebendig und bunt, Sprache verändert sich. So manche Worte oder Begriffe sind in die Jahre gekommen, wie die damaligen Benutzer. Man verwendet sie nicht mehr, weil sie unmodern sind. Sie sind zwar im hintersten Winkel unseres Hirns vergraben, stehen dort rum wie unmoderne Schuhe im verstaubten Kellerregal. Immer wieder erobern neue Worte und Begriffe unsere Sprache und ihren Wortschatz, gehören auf einmal „dazu“ bis auch die wieder durch andere ersetzt werden.
Vor noch gar nicht so langer Zeit kannte man den Begriff „Google“ nur aus dem Sächsischen und da bedeutet er „Kugel“. Mittlerweile weiß jeder, dass google eine Internet-Suchmaschine ist, ein modernes Lexikon eben. Herr Google weiß einfach alles und die wort- und erklärungsgewaltigen Herren Brockhaus, Duden und viele andere kluge Köpfe stehen irgendwie neben den ollen Schuhen im Regal.
Wer kennt denn noch ein Telefon mit Wählscheibe, das Fräulein vom Amt oder eine gelbe Telefonzelle, aus der man mal fix zuhause durchgebimmelt hat?    Weiterlesen:


Hilfe, mein Groko dealt!
Warum hat mich das Foto vom Ende der Koalitionsverhandlungen an Kasperletheater aus Kindertagen erinnert? Eigentlich haben die Drei doch kein bisschen mit dem tapferen Kasperle, der pfiffigen Gretel und dem einfältigen Seppel zu tun.
Oder womöglich doch? Ist ja auch egal – kam mir nur so in den Sinn!
Jedenfalls war Kasper immer Sieger und Gretel hat ihm mit brauchbaren Tipps und durch kluges Taktieren oft auf die Sprünge geholfen. Etwas dösig und ziemlich vergesslich hingegen war Kaspers treuer Freund Seppel.    Weiterlesen:


Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft……oder?
„Schenken ist nicht mehr mein Ding“ beteuern viele und begründen es damit, dass heutzutage jeder bereits alles hat und der individuelle Geschmack des Einzelnen eine dominante Rolle spielt. Das gilt zumindest für das, was über Pralinen und Blumen hinausgeht.
Wer eingeladen wird, bringt was mit – so steht‘s irgendwo geschrieben. Kleine Mitbringsel gehören zum guten Ton und zeugen von guten Manieren, heißt es. Wer den Gastgeber gut kennt, für den ist es überhaupt nicht schwer, das passende Mitbringsel, Geburtstags- oder sonstiges Geschenk zu finden.    Weiterlesen:


„Bleiben Sie heiter…………. irgendwie!“

Maybrit Illner beim Katholikentag.

Nein, ich kann und will nicht heiter bleiben! Kein bisschen will ich das, denn ihre Fisimatenten vor der Kamera, am halbrunden Tisch zwischen ihren Gästen machen mich wütend und keineswegs heiter, sie bringen mich auf die allerhöchste Palme!
Wie kann ein körperlich rundum gesund aussehender Mensch den Kopf dermaßen schief halten, so dass man denkt: Ach du Schreck, was ist ihr denn bloß Schlimmes geschehen?    Weiterlesen:
Foto:   Metropolico.org, Maybrit Illner 2016-05-27 03, CC BY-SA 2.0


Ein nigelnagelneues Kalender-Jahr
So Leute, nun ist es geschafft! Lametta und Weihnachtsbaumkugeln sind eingemottet, Dominosteine und Spekulatius wurden dem Hüftgold zugeschlagen, alle guten Wünsche für 2018 sind verteilt, sämtliche Hände geschüttelt, die guten Vorsätze gefasst und Neujahrsempfänge sind Geschichte. Die ersten drei Wochen des nigelnagelneuen Jahres sind herum und die Tage werden bereits wieder merklich länger. Das Frühjahr kann also kommen. Ein neues Jahr, ein neues Glück heißt es – drum spucken wir kräftig in die Hände und packen es an.
Ein ständiger Begleiter der kommenden elf Monate und ein paar Tage ist unser Kalender. Jedes Jahr wiederholt es sich: Der Kalender bestimmt unser Leben! Bei dem einen mehr, dem anderen weniger – aber ohne ihn läuft nichts!    Weiterlesen:


Lieber Martin Schulz!
Nun ist es soweit, ich muss Ihnen schreiben, sonst ersticke ich an den Worten, den Sätzen und Bemerkungen, die ich einfach loswerden muss. Schon lange habe ich Sie auf dem Kieker – spätestens seit dem Frühjahr 2017, als die gute alte Tante SPD zum Messias kürte und Sie anfingen, mit viel heißer Luft die Parteimitglieder und das (Wahl-)Volk zu betäuben. Wie nannte man es damals? Ach ja, das war der Schulz-Effekt, ein zahnloser Tiger, ein Pups, ist er raus, ist er weg!
Übrigens: Ich stehe nach Willy Brandt, Helmut Schmidt & Co. nicht mehr auf SPD! Drum keine Sorge, ich werde nichts für Sie tun, werde aber auch nicht an Ihrem Stuhl sägen!
So richtig übel nehme ich Ihnen, dass Sie als gutverdienender Politiker in Billig-Anzügen rumlaufen! Das Outfit muss ja nicht zwingend aus dem Hause Armani stammen – so wie das Ihres Vorgängers Schröder. Und am Kleidungsstil von Frau Merkel müssen Sie sich auch kein Beispiel nehmen, weder an der farbenfrohen Blazer-Auswahl und schon gar nicht am Busfahrerhosen-Sortiment! Wissen Sie eigentlich, dass es total Schickes von der Stange auch bei Clamotten August gibt?    Weiterlesen:


Hilfe, ich bin biodeutsch!
Wir sind mit Kaugummi, Pizza, Sushi, Peking-Ente, ungarischer Salami und vielen anderen, nicht treudeutschen, Spezialitäten aufgewachsen und selbst Soljanka gehört für manch einen zu den kulinarischen Highlights.
Trotzdem lieben wir Spätzle, Kartoffelpuffer, Kieler Sprotten und Schweineschnitzel. Wir reisen gerne durch die Weltgeschichte, lieben und leben Multikulti – vor der eigenen Haustür, mit Saltimbocca bei Tina und Marina, im Döner-Laden von Ali und Mohamed, denn Gastarbeiter gab es nämlich schon ganz lange und die brachten ihre Kultur, ihre Traditionen und ihre Spezialitäten mit nach Deutschland.
Die zwei kleinen Italiener wurden lauthals von Conny Froboess besungen, die weißen Rosen aus Athen ebenso wie die aus Málaga, der griechische Wein getrunken, die Fiesta gefeiert, spanische Scampi mit Knofi gegessen und das französische Baguette nicht nur in Paris gekauft.    Weiterlesen:


Mit 20 Zentimetern voll im Trend…
Er macht Frühlingsgefühle, denn wenn er kommt, ist der Lenz nicht mehr weit! Eiskalt mag er nicht und warm schon gar nicht. So um die acht Grad Celsius sind genau sein Ding. Dann geht der kleinen Schlanke, der sowohl im salzigen Meer als auch in nördlichen Flüssen wie Elbe, Weser und deren Zuflüsse zuhause ist, ins Netz und seine Fans verdrehen vor Verzückung die Augen!
Klein aber oho ist er, echt zum Reinbeißen, wenn er knusprig, knackig und heiß auf dem Teller liegt und zum Verspeisen an den Geschmacksnerven kitzelt! Er ist kulinarisches Pflichtprogramm und Gaumenschmaus für Liebhaber und ein saisonaler Backfisch ganz besonderer Art!
Die Rede ist vom Stint. Über den steht bei wikipedia dieses: „Der in der Regel 15 bis 18, höchstens 30 Zentimeter lange Körper ist schlank und seitlich wenig abgeflacht. Stinte haben einen leicht durchscheinenden Körper. Rücken und Seiten sind graugrün bis rosa, die Flanken silbrig glänzend. Die Schwanzflosse hat einen dunklen Rand. Der Stint wird bis zu sechs Jahre alt. Eigentümlich ist der intensive, an frische Gurken erinnernde Geruch.“
Vor nicht allzu langer Zeit galt er beispielsweise in Bremen als „Arme-Leute-Fisch“ und am Marktstand wurde die Hausfrau ziemlich scheel beäugt, wenn sie ihn kaufte. Bei den reichen Pfeffersäcken war er nicht Bestandteil der Speisekarte. Die rümpften eher die Nase und wandten sich edleren Flossenviechern aus Neptuns Reich zu. Massenhaft wurde damals der Stint in den Monaten Februar und März gefangen, er war preiswert, gesund und gebraten schmeckte er prima.    Weiterlesen:


Vorwärts immer, rückwärts nimmer!
Das war eine beliebte Redewendung in der DDR, die der Staatsratsvorsitzende Erich Honecker oft und gerne in die Welt geblasen hat und nicht nur zum Ende eines Jahres. Vorschau war Programm und musste sein – Rückschau war Planerfüllung!
Wenn das alte Jahr kurz vorm Abnippeln ist, dann ist die Zeit der Nachrufe gekommen. Alle Welt kramt in der Kiste der Vergangenheit und in den Medien gibt’s Rückblicke sortiert nach Frühling, Sommer, Herbst und Winter, nach Sport, Politik, High Society, regionale, überregionale und weltbewegende Ereignisse, Klatsch und Tratsch, tierisch Abgefahrenes – die Themenauswahl ist schier unerschöpflich. Sämtliche Medien, Hörfunk, Fernsehen, Tageszeitungen, Wochenmagazine überbieten sich in diesem Wettbewerb. Etliche in gedruckten Sonderausgaben mit Wort- und Bild-Beiträgen in epischer Breite, nicht selten todernst und dem Anlass entsprechend, oft satirisch, manchmal sogar echt lustig.    Weiterlesen:


Ein Gastbeitrag von Lena Molenda:

Wo die Apfelsinen wachsen
Morgen soll’s Paella geben, drum wird’s Zeit, unseren Einkaufsbummel durch die Markthalle zu starten. Wir sollen lediglich für den Nachtisch sorgen und alles mitbringen, was in einen frischen Salat gehört. Wie immer sind alle Straßen heillos verstopft – die Stadt ist laut und voll. Heute, am Tag vor Weihnachten ist es noch schlimmer als an anderen Tagen. Die Sonne scheint, die Freiluft-Cafés gut besucht, die Menschen scheinen trotz Feiertagsstress gut gelaunt. Valencia am 23. Dezember bei 21 Grad!
Zuhause ist es anders- Hetze statt Besinnlichkeit, Wintertage in unfreundlichem steinlausgrau, Weihnachtslieder-Endlosschleife, überfüllte Weihnachtsmärkte, volle Geschäfte, Hupkonzert und Stau auf den Straßen, Einkaufs- und Küchenstress – irgendwie ganz verlockend, zum Jahresende das Revier zu wechseln, um Weihnachten mal anders zu erleben.    Weiterlesen:


Shit happens – echt hinterlistig!
Eigentlich ist die Notwendigkeit so alt wie die Menschheit, lediglich die Materialien haben sich verändert. Von lebendem Federvieh bis ausrangierten Putzlumpen wurde so ziemlich alles benutzt und je nach Erfindungsgeist pendelten Menschen zwischen Pragmatismus und Kreativität. Mittlerweile stellten Wissenschaftler die These auf, dass in der Bronzezeit Pestwurzen-Blätter dafür Verwendung fanden. Übrigens nennt man in Bayern genau diese Pflanze noch heute Arschwurzen.
Nun hat’s sicher jeder erraten: Es geht um menschliche Ausscheidungsorgane und deren Reinigung nach Stuhlgang oder Harnlassen – wie es akkurat ausgedrückt heißt.
Von Toilettenpapier – also Papier und Blattform – war erstmalig in Amerika so um 1850 herum die Rede.    Weiterlesen:


Eine Blechbüchse namens Alexa oder ein Käfer 
Vergessen Sie den Wunsch nach einem Butler. Auch wenn sich Ihr Allgemeinwissen in Grenzen hält, ist das keine Hürde mehr. Es reicht völlig, wenn Sie sich einen künstlichen Intelligenzbolzen, wie z. B. ALEXA anschaffen.
Allerdings sollten Sie technisch nicht total vernagelt sein und Aktuelles aus der Smartphone- und Bluetooth-Szene für Sie keine böhmischen Dörfer darstellen. Alexa kauft man bei amazon oder anderswo. Alexa weiß viel, kann viel, schaltet Musik an und den Fernseher aus, macht laut und leise auf Befehl, sucht Ihren Lieblingshit im Radio oder woanders und Alexa spricht mit Ihnen – vorausgesetzt, Sie sind sprachlich auf dem gleichen Level. Wenn Sie es mit icke, dette, kieke mal haben, Platt schnacken, aus dem Einzugsbereich von Köbes und Kölsch stammen, ein Bazi Ihr Spezie ist, dann haben Sie schlechte Karten. Alexa spricht ausschließlich hochdeutsch und versteht das auch nur. Jedenfalls bis jetzt.    Weiterlesen:


GROKO oder K(G)ROKO-DI(EA)L?
Was wird’s denn bloß? Eine große Koalition, eine Minderheitsregierung oder wird gewählt, bis die Schwarte kracht? Eine große Koalition ist ein Club von politischen Urgesteinen, in dem man so lange miteinander „dealt“, bis es irgendwie passt! Ähnlich wie Krokodile, die in der freien Wildbahn ihre Jagdgebiete abstecken – auch die arrangieren sich.
Nur wer redet, dem kann geholfen werden, sagt man. Klappt im richtigen Leben ziemlich gut – in der Politik bei der Regierungsbildung offensichtlich nicht. Was ist denn bloß so schwer daran, eine Regierungskoalition zu bilden?    Weiterlesen:


Und plötzlich machte es tick….
Alle reden davon, dass man den lokalen Einzelhandel stärken soll. Na klar, gerne doch! Ist ja auch viel persönlicher, als das anonyme Internet. Na ja, vielleicht – vielleicht aber auch nicht! Keine Ahnung mehr, in wie vielen Uhren- und Juweliergeschäften wir unser Anliegen, eine Herren-Taschenuhr kaufen zu wollen, vorgetragen haben. Die niedergelassenen Uhrmacher haben uns was gehustet. „Führen wir leider nicht! Haben wir nicht vorrätig, können wir aber aus dem Katalog für Sie bestellen! Zwei Modelle kann ich Ihnen zeigen, die eine Taschenuhr liegt im vierstelligen Euro-Bereich und die andere…!“ Und können Sie die alte Uhr denn reparieren? lautete unsere nächste Frage. Die Antworten, die wir erhielten, wollen Sie nicht wirklich wissen. Nur ein Fachmann verwies aufs Internet, die riesige Auswahl, auf Preise von bis und so weiter.    Weiterlesen:


Fast wie beim ollen William
Das Ganze hatte was von Shakespeare. Also zumindest der Balkon. Die Stadt war nicht Verona und die Akteure nicht Romeo und Julia. Gemeint sind die Sondierungs-Gesprächs-Pausen des Parteien-Vierers auf dem Balkon in Berlin. Dort traf man sich, um zu rauchen, zu reden und vor allem um zu kungeln.
Dazu prädestiniert waren nur wenige. Eben nur die Strippenzieher, die Berufs-Kungler und ein paar auserwählte Raucher. Den beobachtenden Kameras auf der Straße drehten sie allesamt den Rücken zu. Gewiefte Lippenleser hätten sonst womöglich frühzeitig ablesen können, was die da auf Balkonien redeten und kungelten. Und alle Welt hätte schon vorher gewusst, dass die gesamte Sondiererei ein Schuss in den Ofen wird.    Weiterlesen:


Am Frühstückstisch – Jamaika war gestern
Heinz und Gerda sind im Wohnzimmer und der Fernseher läuft. Ihre Kaffeepötte stehen vor ihnen auf dem Tisch. Heute bleibt die Zeitung unbeachtet, der Fernseher läuft.
Nu schalte doch nicht immer hin und her, Heinz – das Mittagsmagazin kommt im Ersten und im Zweiten!
Ist ja gut Gerda, wollte doch bloß mal sehen ob………….
Ob was? Ob die in der ARD April, April sagen und alles nur ein Fake war? Jedenfalls können wir jetzt allen aus den Sondierungs-Abteilungen zugucken……
Wobei sollen wir denen denn zusehen?    Weiterlesen:


Am Frühstückstisch  –  Heinz und Gerda sitzen am Küchentisch, trinken Kaffee, lesen Zeitung, die sie sich wie jeden Morgen teilen. Er Politik, Wirtschaft und Sport, sie den Rest.
Warum gießt du mir denn nicht auch Kaffee ein, Heinz? Sei doch mal ein bisschen aufmerksam!
Tschuldigung Gerda, beim nächsten Mal – versprochen…. Apropos versprochen: Die in Niedersachsen ham „geheiratet“!
Wer hat geheiratet – zeig mal die Anzeige – vielleicht kenn ich die Jungvermählten?
Man die Politiker von SPD und CDU – keene Ahnung, ob du die kennst.
Du denkst wohl, ich bin doof, Heinz! Klar kenne ich den Seehofer, die Merkel und den Schröder….
Schröder, was hat der denn damit zu tun?    Weiterlesen:


Herbst und Winter in der Kombüse
Bei Schmuddelwetter etwas Warmes in den Bauch zu bekommen, tut einfach gut. Die Auswahl fällt schwer, denn die Hauptdarsteller wie Linsen, Erbsen, Kohl, Steckrüben, Kürbis, Kartoffeln sind nur einige von vielen, die beliebt sind und dem Kreativen am Herd sind keine Grenzen gesetzt. Selbst Fleisch- und andere Tierprodukteverweigerer müssen auf Wärmendes aus dem großen Pott nicht verzichten. Eintopf geht sowohl vegan und vegetarisch als auch mit Geflügel, ein bisschen schweinisch, mit Lamm- oder Rindfleisch – eben ganz nach Gusto, denn Eintopf ist nun mal was für alle!
In dieser – einesteils (noch) farbenfrohen und andererseits nassen – Jahreszeit hält die Natur ganz besondere Schätze für jeden Gaumen bereit. Der Wald spendiert uns schmackhafte Pilze, gefiederte Köstlichkeiten wie Rebhuhn, Fasan und Wachtel. Das Meer hat auch Zusätzliches im Angebot wie beispielsweise Miesmuscheln und Skrei, den Winterkabeljau. Und der Bauer versorgt uns mit all dem, was er im Märzen und den anderen Monaten angebaut, gehegt und gepflegt hat.    Weiterlesen:


Von Fenstern, Kerzen und Trabis
Zum ersten Mal stellten wir in der Adventszeit und zum Jahreswechsel keine Kerzen ins Fenster, verschickten keine Päckchen, beantragten keine Passierscheine und drängelten uns nicht an den Grenzübergängen.
In diesem Jahr war alles anders – ganz anders!
Am Abend des neunten Novembers tickte die Welt nicht mehr so, wie noch am Morgen des gleichen Tages im bislang idyllischen und eingeschlossenen West-Berlin. Bis dahin war die Mauer keinesfalls ein beliebtes Bauwerk, aber irgendwie hatten sich die Berliner an sie gewöhnt, sich mit ihr arrangiert. Plötzlich war sie „begehbar“, und zwar von beiden Seiten und das war für alle Beteiligten ausgesprochen gewöhnungsbedürftig!    Weiterlesen:


 

Die mit den Igeln in der Tasche
Kennen Sie doch auch: Sie freuen sich gemeinsam mit einem Bekannten auf die Bratwurst mit Pommes an der Currywurstbude. Bestellt ist, jetzt muss nur noch bezahlt werden. Ihr Bekannter sucht und sucht und sucht……er hält den gesamten Betrieb auf. Peinlich! Wieder einmal zücken Sie Ihr Portemonnaie und zahlen, während er beteuert, dass er beim nächsten Mal aber wirklich dran ist.
Wer’s glaubt wird selig. Weiß der Geier, was dem Geizkragen beim nächsten Mal wieder einfällt. Irgendwas ist mit seiner Geldbörse doch immer – mal liegt sie zuhause auf der Kommode, mal steckt sie in der Regenjacke, die im Kofferraum seines knallroten Porsches liegt und mal hat er sie dabei, aber ohne Inhalt, weil er nicht bei der Bank war.
Fürchterlich solche Typen – das sind genau die Richtigen, nämlich die notorischen Geizhälse!    Weiterlesen:


Sie sind Dinos, aber nicht ausgestorben
Sie gehen morgens joggen, unter die Dusche dann zum Doktor und Apotheker ihres Vertrauens, danach geschwind zur Vorlesung in die Uni. Sie tingeln durch die Weltgeschichte, erkunden Urwälder, einsame Inseln, haben ihre eigenen Personaltrainer im Fitness-Center, stürmen Kreuzfahrtschiffe. Man trifft sie überall – auf Radwanderweg, beim Klettern in den Bergen, auf dem Becks-Bier-Segler, beim spanischen Grillfest am Strand, auf dem Tennisplatz, beim Square Dance im Heimathaus neben dem Übungsraum des Kirchenchors. Sie sind Internet affin, sind begeisterte Speed-Dater, sie machen Dinge, an die früher niemals jemand gedacht hätte.
All diese fitten Fitnessbolzen gehören zur Generation Sechzig Plus und sind Alters- und Frührentner, Pensionäre, Privatiers – eben Menschen, die den Arbeitsalltag hinter sich haben.    Weiterlesen:


Am Stammtisch
Aus dem Radio tönt es lauthals:
„Fußball ist unser Leben, denn König Fußball regiert die Welt
Wir kämpfen und geben alles, bis dann ein Tor nach dem andern fällt.
Kennste den Unterschied zwischen dem ARD-Tatort und Werder Bremen?
Ja, beide laufen oftmals sonntags!
Haste gesehen?
Was hab ich gesehen?
Na Fußball – Werder Bremen -Trainer-Abflug…..
Willste Ärger oder willste nen Feierabend-Bier mit mir trinken – kannste dir aussuchen!
Ist ja gut! Wollte bloß mal wissen, was du dazu sagst…………
Wozu?
Na zu Werder und dem Trainer und der Mannschaft überhaupt…
Mach mich nich fertig, Junge! Haste kein anderes Thema als Werder? Jedes Mal versaust du mir damit den Feierabend. Mensch, Werder ist ein Reizthema, merk dir das endlich mal! Dieser Verein mit diesen Spielern und der gesamten Vereinsführung sind — nee, ich sag’s jetzt nich….
Der Tatort im Ersten aber auch …    Weiterlesen:


Alles klar Herr Kommissar?
Raue Schale, weicher Kern, Ruhrpott-Charme, gut trainierte Figur, Waschbrettbauch, Schnauzer unter der Nase, schlagkräftige Fäuste, total freche Klappe und strahlend blaue Augen, Frauenschwarm. Horst Schimanski. Einer wie Bud Spencer, zumindest, wenn’s ums Zuhauen geht.
Der Alte und Derrick – wir kennen sie alle – waren mal die Platzhalter der Männerdomäne. Das ist längst vorbei. Dank Alice Schwarzer und anderen taffen Weibsbildern haben Frauen dieses Monopol durchgebrochen. Kommissarinnen, Ermittlerinnen, Soko-Chefinnen stehen schon lange auf der Fernseh-Tagesordnung. Sie stöckeln auf hohen Hacken zum Tatort, zeigen dank Minirock jede Menge Bein und beweisen, dass unter gestylten Haaren auch viel Köpfchen steckt. Hannelore Elsner, Iris Berben – und viele andere – sind feminine Antworten auf Bienzle, Trimmel und Palu.
Die neue Fernseh-Ermittler-Generation ist männlich und weiblich, gleichberechtigt, teilweise alleinerziehend, unterliegen allesamt einem Erfolgszwang und sind weitgehend Eigenbrötler.
Sie sind fertig auf der Bereifung. Sie pfeifen auf dem letzten Loch. Manche gehörten besser in die Psychiatrie, als Ermittler an den Tatort. Familienleben kennen sie selten bis gar nicht, weil der Beruf sie auffrisst, ihnen alles abverlangt. Das Böse ist ihr Beruf und der ist ihnen vielfach wichtiger als alles andere.    Weiterlesen:


Erst sitzen und dann stehen sie!
Keine Angst, es geht nicht um Männer, die beim Pinkeln sitzen oder stehen. Dieses Thema ist mittlerweile wohl durch, denn die meisten Zweibeiner, die das Wasserlassen in beiden Positionen ohne Mühe verrichten können, haben begriffen, dass das Sitzen eine viel bessere Variante ist – zumindest in gefliesten Räumen!
Vielmehr geht’s mir im Besonderen um den schludrigen Umgang mit unserer deutschen Sprache, die doch eigentlich so ausdrucksstark in ihrer geschriebenen Wortvielfalt ist.
Nehmen wir mal das folgende Beispiel:
In den Medien ist immer öfter zu hören und zu lesen, dass jemand in Haft sitzt oder vor Gericht steht. Ist doch nicht wirklich richtig – oder?    Weiterlesen:


Ein paar leckere Häppchen und ein süffiges Schlückchen…
So, nun ist er fertig eingerichtet, kennt alle Programme und nun kannste loslegen – sagt mein Mann und stellt mir das neue Notebook vor die Nase. Eigentlich sieht das Teil aus wie der alte: heller Bildschirm, allerdings kräftigere Farben – liegt vermutlich daran, dass der Bildschirm total sauber und ohne Fingerabdrücke ist. Das dunkle Gehäuse ist pikobello, ganz ohne Kratzer, Aufkleber und ohne jegliche Patina. Er ist niedriger und die Tastatur auch, liegt vermutlich an den (noch) fehlenden Krümeln, Hausstaub und anderen Ablagerungen, die die Tastatur des ausrangierten Laptops in die Höhe trieben. Eigentlich ist alles wie gehabt, sagt mein Mann – für ihn vielleicht, aber ob das auch auf mich zutrifft? Na, dann mal los!
Und wo bitte ist der Einschaltknopf?    Weiterlesen:


Die Drei aus der Käthe
Wissen Se eijentlich, dass es manchmal janz schön nervig sein kann, inne feine Gegend zu wohnen? Also ick bin Rita und war neulich bei meinem besten Freund Martin inne Käthe abgeordnet, auf eine Möbellieferung und Handwerker zu warten. Wetter war janz juut, drum hab ick alle Fenster uffgemacht, wollte ja ooch gleich mitkriegen, wenn die neue Küche sozusagen uff den Parkplatz rollt. Das Warten war so richtig wie Urlaub: Kaffeepott aufm Tisch, Rätsel vor der Nase – allet tutti und voll jemütlich – bis es uff eenmal total laut wurde!
Lautes Stimmgewirr kommt vom Parkplatz und mein erster Gedanke war: Da is watt passiert! Also eile ick zum Beadezimmerfenster und die Stimmen werden immer deutlicher.
Ist ja schön, dass du dich ooch mal wieder sehen lässt! Wie jehts dir denn, Lisbeth?    Weiterlesen:


Wo du auch hinguckst – überall Beschiss!
Gehst du am Sonntag wählen?
Wie jetzt – schon wieder? Hab doch erst vor ein paar Wochen meine Kreuze gemacht!
Na du wohnst doch auf der anderen Weser-Seite in Niedersachsen und da wird doch abgestimmt, weil Herr Weil das so will!
Hör mir bloß auf mit diesem Typen, der hat bei mir verschissen!
Ach nee, warum nur?
Sag mal, willst du mir absichtlich meine gute Laune verderben oder willste mit mir gemütlich eine Gerstenkaltschale trinken?
Hast ja Recht, lohnt sich nicht, über Politiker zu streiten.    Weiterlesen:


„Aus dem Osten kommt nichts Gutes!“
So drückten es früher die West-Berliner aus. Gemeint war die Zeit nach dem Krieg, während des Kalten Krieges und vor dem Fall der Mauer. Beispielsweise das Wetter: Ostwind war im Winter lausig kalt, brachte im Sommer Affenhitze und 1986 strahlte Tschernobyl bis nach Berlin und Mauer und Stacheldraht waren für die Giftwolke kein Hindernis. Das gab Grund zur Feststellung, dass nichts Gutes aus dem Osten kommt.
Neustrelitz liegt auch im Osten und da lebte Tante Elli. Sie kam oft zu Besuch und sie ließ sich weder von Vopos noch von der Mauer von ihre Stippvisiten nach West-Berlin bremsen. Keine Ahnung, wie das funktionierte, aber sie kam regelmäßig zu uns nach Spandau!    Weiterlesen:


„Bin ich jetzt im Fernsehen?“
Was ist denn bloß am Schulschiff los? Fünf Frauen hüpfen ausgelassen durch die Gegend, springen aufgeregt und fröhlich lachend vor der stolzen neunzigjährigen Dame im Dreieck und sind ausgesprochen albern. Ein bisschen später spazieren sie am Museumshaven herum und tauchen bald danach am Spielplatz auf. Sie klettern aufs Spielschiff, kapern die Rutsche, toben barfuß im Sand und führen sich auf wie Kids bei den ersten Sonnenstrahlen nach tagelangem Regenwetter.
Dann fährt ein pinkfarbener Kleinbus vor. Auf dem steht in großen Lettern Shopping-Queen.    Weiterlesen:


Es war einmal – Geschichte und Geschichten aus Vegesack
„Eigentlich waren sie die Stierkämpfer Vegesacks, wenn sie ihren Job machten. Allerdings waren ihre Werkzeuge die Harpunen und damit jagten sie keine Stiere sondern Wale. Diese mutigen Männer verdienten damals mit dem Walfang ihr Geld. Hier an der Weser war früher jede Menge los“, erzählt Ulf Fiedler, der Rönnebecker Heimatkundler, der stramm auf die Neunzig zugeht. Er kennt Bremen-Nord wie seine Westentasche. Er weiß jede Menge Interessantes unterhaltsam und kurzweilig zu berichten. Und weil es ganz viel von Vegesack und Bremen-Nord zu erzählen gibt, was mit dem Leben und Arbeiten an Weser und Lesum zu tun hat, hat er das unter anderem in einem Buch mit genau diesem Titel festgehalten. Den vielen aufmerksam lauschenden Buchhandlungsgästen schildert er anschaulich, was früher im Hafen, auf den Werften und bei den Walfängern zum Alltag gehörte.    Weiterlesen:

(Diese Geschichte steht auch bei Vegesack-maritim.de)


Vier Stadtmusikanten und ein flotter Dreier
Macht ihr wieder Urlaub in der Karibik?
Nee!
Warum denn nicht? Hat euch doch letztens so gefallen, habt ihr erzählt!
War ja auch so…..
Man, was biste denn so kurz angebunden?
Bin ich doch gar nich….!
Sag jetzt nicht, dass du auf einmal was gegen Reggae-Musik hast…
Ach, lass mich doch zufrieden!
Ist etwa dein Horst mit ner karibischen Schokobraut durchgebrannt?
So ein Blödsinn! Haste denn nicht mitgekriegt, was letzten Sonntag gewählt wurde?
Natürlich hab ich das! Läuft doch alles auf so eine Reggae-Koalition hinaus – passt dir doch bestimmt in den Kram!
Mensch Inge, biste so doof oder tust du nur so? Erstens heißt die Koalition Jamaika, wenn sie denn überhaupt kommt und mit Hüfte schwingen, tanzen und Karibik hat die nix zu tun. Der Name kommt von der Flagge der Insel Jamaika und die ist schwarz-gelb-grün! Schwarz sind die Politiker von CDU und CSU, die Grünen sind eben grün, wie der Name schon sagt und die FDP hat‘s mit der Farbe Gelb.
Ach was! Und ich dachte, da kommt nun Schwung in die neue Regierung.    Weiterlesen:


„Ich kann nicht erkennen, was wir anders machen sollten..!“
Schließlich ist der gemeine Wähler daran schuld, dass unsere Bundeskanzlerin diesen Satz sagen muss. Hätte der sich nämlich bei seiner Stimmabgabe vernünftig verhalten, dann – ja dann! Vermutlich geht’s ihr an Schulter und dicker Kiste vorbei, denn sachlich stellt sie gleichzeitig fest, „Wir sind mit Abstand stärkste Kraft geworden, bei all der Enttäuschung.“
Der böse, wankelmütige Wähler hat also Frau Merkel enttäuscht. Der Wähler sollte sich was schämen, wo doch unsere Angie alles für ihr Volk tut – und das seit zwölf Jahren schon! Sie hat uns doch vor zwei Jahren darauf eingeschworen, dass wir das schaffen. Okay, damals hat sie den Flüchtlingsstrom gemeint. Aber ist ja auch schnuppe, was wann gemeint war, jetzt haben wir sie enttäuscht. Wichtig ist, dass sie alles richtig gemacht hat und die doofen Stimmzettelankreuzer zu dämlich waren, ihr Kreuz an der richtigen Stelle zu machen. Wenn jetzt alles den Bach runtergeht, dann haben wir es verkackt! Wir sollten uns schämen, denn wir sind’s, die dieses Chaos angerichtet haben! Frau Merkel hat ihre Stimme garantiert nicht Herrn Gauland, der Petry oder gar der Weidel von der AfD gegeben!    Weiterlesen:


Alternativlose Diäten
Na, warste wählen?
Man, jeden Tag bin ick am Wählen: Morgens wähle ick, was ick für Klamotten anziehe, mittags wähle ick mir in der Kantine ein Essen aus und abends wähle ick eenen Fernsehsender…
Ick meine doch die Wahl der neuen Regierung in Berlin, also die Merkel, den Müller…
Man, merk’s dir doch mal: Der Müller heißt Schulz!
Sag ick doch! Und..? Wen wählste nu?
Hab ick schon – mein Stimmzettel ist denen per Post zugestellt worden. War gar nich so einfach, was Vernünftiges anzukreuzen, weil ick eigentlich an jedem Kandidaten was auszusetzen habe! Irgendwie hat die Kanzlerin doch recht, wenn sie sagt: Das, meine Damen und Herren, ist alternativlos…! Dieser doofe Spruch passt fast immer und dett macht die Sache nich einfacher…    Weiterlesen:


Hilfe, ich bin hoffnungsloser Assi!
Ob ich mich wohl schämen sollte, frage ich mich und das auch nicht erst seit heute. Manchmal komme ich mir voll blöd vor, weil ich es nicht tue. Warum eigentlich nicht? In meinem Alter gibt’s so gut wie niemanden, der null Ahnung davon hat. Alle tun es – vom Kind bis zum Greis. Vermutlich bin ich die einzige in unserem Land, unserer Stadt, in unserer Straße, die sich noch nicht mal dafür interessiert.
Okay, ich oute mich dann mal und bekenne, dass ich absolut nichts mit sozialen Netzwerken am Hut habe – weder mit Twitter, noch mit Instagram geschweige denn mit Facebook, WhatsApp, XING oder gar YouTube. Vermutlich bin ich ein hoffnungsloser Asi, ein Outsider, ein Lebewesen auf zwei Beinen aus Fleisch und Blut ohne auch nur einen Follower! Nicht mal ein Handy-Freak bin ich, obwohl ich eins habe. Das ist aber nur das Bindeglied zwischen mir und meiner Bank.
Hoffnungslos altmodisch bin ich bezüglich all diesem neumodischen Schnickschnack.    Weiterlesen:


Was macht der Meier…..
Wenn Sie jetzt zufällig Meier heißen und Mitglied eines Vereins sind, dann sind genau Sie heute meine Zielgruppe!
Vereinsmeierei – so sagt man – ist des Deutschen liebste Freizeitbeschäftigung. Ohne Meier und Verein läuft nix! Miteinander ist lustiger als alleine und füreinander ist allemal besser als gegeneinander, sagen die, die sich sportlich, ehrenamtlich, kulturell und weiß der Geier weshalb auch immer in großen und kleinen Vereinen engagieren.
Immerhin gibt es zwischen Nordsee und Alpen derzeit so um die sechshunderttausend Vereine, Klubs und Einrichtungen, die ein bürgerschaftliches Füreinander leben. Sie haben sich Aufgaben und Ziele ganz vielfältiger Art gesetzt und soziales Engagement ist von extremer Wichtigkeit.    Weiterlesen:


Herbst ist Erntezeit
Der Urlaub ist längst vorbei, der Sommer vermutlich auch. Nun spucken alle wieder in die Hände, krempeln die Ärmel hoch, machen all das, was im Herbst eben erforderlich ist. Erstaunt schaut man auf den Kalender und stellt fest: in ein paar Tagen ist Herbstanfang, in einer Woche wird gewählt und in drei Monaten ist Weihnachten!
Herbst ist auch Erntezeit. Duftende Birnen, leckere Äpfel, pralle dunkelblaue Pflaumen, große und kleine Kürbisse in leuchtenden Farben und jede Menge Feldfrüchte sind nun reif. Sie wollen gegessen, eingefroren, eingeweckt, konserviert – eben winterfest gemacht – werden. Mutter Natur brüstet sich mit ihren Erzeugnissen, gibt alles und präsentiert sich vorm Winterschlaf nochmals von ihrer besten Seite. Sie schüttet ihr Füllhorn über uns aus und viele Menschen sind dankbar dafür und begehen das Erntedankfest.
Politiker jeglicher Couleur, jeder Altersklasse, alte Hasen und Neulinge müllen uns mit Wahlprogrammen ihrer Partei – gerne auch geklauten – zu, verteilen Kugelschreiber, Schirmmützen mit dem Parteilogo und verklickern uns, dass sie die Besten und die absoluten Glücklichmacher sind.    Weiterlesen:


Tatort Adlershof
Sonntagabend in Deutschland. Zwanzig Uhr und fünfzehn Minuten – Tatort-Zeit. Lauer Sommerabend. Vielerorts trifft man sich zum Public Viewing oder zum Fernsehen mit Freunden in der guten Stube, in der Kneipe und wartet gespannt, was da kommt.
Zwei gegen vier – oder umgekehrt. Die Bundeskanzlerin und der Herausforderer betreten das Fernsehstudio in Berlin-Adlershof. Einzug der Gladiatoren. Die Fragensteller sind schon da. Zwei von den Öffentlich-Rechtlichen und zwei von den Privaten, zwei Damen, zwei Herren.
Nun geht er los – der Gipfel des Wahlkampfes.
Neunzig Minuten plätschern dahin.    Weiterlesen:


Ich mach was ich will und irgendwann ist’s auch mal wieder gut!
„Der Mainstream war noch nie mein Gewässer“, sagt Gerhard Schröder, der hemdsärmelig im großen Saal eines Altenheimes als Wahlkampf-Gast plaudert. Dass der Altkanzler noch lange nicht zum alten Eisen gehört, sieht man ihm an und als er dann noch bestätigt, dass er demnächst einen neuen Job im Lande seines lupenreinen Demokraten-Freundes Putin beginnt, grinst er verschmitzt und sehr zufrieden. Dass dieser Kerl uneingeschränkt das tut, worauf er Lust hat, glaubt man ihm aufs Wort und weder von der SPD noch von den Medien lässt der sich beirren!    Weiterlesen:


Germans next KanzlerIn
In vier Wochen sind alle Messen gesungen. Die Bundestagswahl ist Geschichte und das Hauen und Stechen rundum die Koalitionsbildung beginnt.
Doch noch ist es fünf Minuten vor Zwölf mit Tendenz auf voll und die Partei-Protagonisten sabbeln sich nen Wolf, um bei der Zuhörerschaft Begeisterung zu wecken, damit die dann bei der Stimmabgabe am Wahlsonntag auch das Kreuzchen an der richtigen Stelle machen. Zur Wahl gehen ist wichtig, sagen sie, all die Kreuzchen-Jäger um uns herum. Auf Schritt und Tritt trifft man sie – auf dem Parkplatz, vorm Supermarkt, am Wochenmarktstand, vorm Eingang zum Rathaus, vor der Eisdiele und dem Café sowieso. Überall lungern sie rum, drücken einem Flyer in die Hand, quatschen uns an, tun freundlich und höflich, flunkern uns vor, was ihre Partei alles tun wird, wenn sie erstmal am Ruder sind. Vor der Wahl versprechen sie viel. Und nach der Wahl? Da haben sie sich dann eben versprochen!    Weiterlesen:


Die Welt trauert um Elvis und in Burgdamm steppt der Bär
1977: Walter Scheel ist Bundespräsident und Schmidt-Schnauze Kanzler, Borussia Mönchengladbach deutscher Fußballmeister und Niki Lauda Sieger der Formel Eins. Blüten im locker hochgesteckten Haar, Schlaghosen untenrum und wer es sich figürlich leisten kann gerne auch Hot Pants. Die RAF versetzt Deutschland in Angst und Schrecken und in den Vereinigten Staaten regiert Jimmy Carter. Er hat die traurige Aufgabe, den Tod von Elvis Presley „The King of Rock ’n’ Roll“ am 16. August 1977 zu verkünden.
So ziemlich überall auf der Welt trauern die Menschen um ihn, nur in Burgdamm ist kaum Zeit dafür, da wird Großes vorbereitet. So ist nun mal das Leben – wat den Eenen sin Uhl, is den Annern sin Nachtigall – sagt man hier! Am 17. August 1977 ist es soweit: Das Mama Leone-Team startet durch mit Pizza, Pasta und anderem italienischen Schnickschnack aus Pütt, Pann und Ofen.    Weiterlesen:


Sommer: Loch an Loch und saure Gurken
Keine Ahnung, was Ihnen zu dieser Überschrift einfällt – mir fällt der Sommer dazu ein und die vielen Löcher.
In den Häfen prangt das eine oder andere Loch, weil so manch ein Skipper mit seinem Schiff auf Reisen ist.
Dann ist da noch das alljährliche politische Sommer-Loch – auch Saure-Gurken-Zeit genannt.
Zwischen den kräftigen Regenbändern, die sich mit Regelmäßigkeit übers norddeutsche Land schieben, gibt’s ab und an mal ein Sonnen-Loch.
Jede Menge Löcher gibt’s – die schwarzen, die in den Socken und das im Eimer.
Doch bleiben wir mal beim Wetter – das ist ein unermüdliches Thema mit steigender Tendenz und zu allen Jahreszeiten, aber ganz besonders in den Ferienmonaten.
Was ist nur mit Petrus los? Warum schickt der uns in diesem Sommer so ein Wetter? Der müsste aus seiner Berufserfahrung wissen, dass all das, was mit ZU tun hat, nicht gut ankommt. Also zu heiß, zu kalt, zu nass, zu trocken und zu – weiß der Geier was alles!    Weiterlesen:


Klappstulle mal anders
„Kleine Krabbeltiere sind ein Gaumenschmaus“, betonen Kenner der neuen Food-Szene, die sich auch langsam in Europa und auch im deutschsprachigen Raum breit machen. Für diejenigen, die bereits auf dem asiatischen Kontinent unterwegs waren, ist das Essen von Heuschrecken, Maden und anderem Krabbelgetier ein alter Hut und ein schmackhafter obendrein. Die nehmen nicht mehr Reißaus vor Grillen, Mehlwürmern und anderen Proteinen mit und ohne Beinen.
In der Schweiz hat eine Supermarktkette das absolute Knaller-Sandwich ins Regal gestellt, was zunächst „verhalten angenommen“ wurde, sagt der Anbieter. Doch mittlerweile läuft’s wie geschnitten Brot, könnte man die Jubelrufe des zufriedenen Verkäufers auf gut deutsch beschreiben.    Weiterlesen:


Mit Röst-Aromen zurück in die Vergangenheit
Es duftet nach frisch gemahlenem, aufgebrühtem Kaffee und frisch gerösteten Kaffeebohnen. Eine Geruchsmischung wie früher bei Oma Else in der Küche in den Sechziger Jahren am Sonntag.
Das altmodische Ambiente des historischen Industriebaus scheint aus der Zeit gefallen. Damals, als der Kaffee noch ein teures und seltenes Genussmittel war, das absolut nicht für jeden erschwinglich war. Reklameschilder aus Blech, die einen Ozeandampfer zeigen, vor dem ein Kapitän mit einer dampfenden Tasse Kaffee steht, hängen an den Wänden und stehen neben Kaffee, Kakao, Trinkschokolade und Schokolade in den Holzregalen. Kaffeemühlen aus Omas Küche, Kaffeefilter, Kannen, Tassen und modernste Kaffeemaschinen – alle im trauten Einklang aus der guten alten Zeit mit dem neuesten Chichi von heute.
Hinter der Theke ist die Rösterei. Eine Mischung aus Nostalgie und HighTech vermutlich. Passt zu den rumstehenden Kaffeesäcken, die heute sicherlich nicht mehr genutzt werden, aber perfekt zur Deko dieses Ortes passen.
Vor dem Café posierte gerade ein Brautpaar bei stürmischem Wind vor der Industrie- und Hafenbahn-Kulisse und die Sonne am blauen Himmel strahlte wesentlich mehr als die Zwei in edler Robe.
„Wollen wir mal wieder nen echt leckeren Kaffee trinken gehen?“    Weiterlesen:


Die Air Berlin ist fertig – der Flughafen nicht
Was mit der insolventen Airline passiert, weiß man noch nicht. Vielleicht ist die Rot-Weiße demnächst ein Teil des gelben Kranichs, denn die Lufthansa interessiert sich schon lange für diesen luftigen Wackelkandidaten. Ebenso die RyanAir und andere Fluggesellschaften, und zwar schon seit längerem. Doch das Bundeskartellamt hat aus Wettbewerbsgründen ein Veto eingelegt. Hätten die damals mal JA gesagt, dann müssten jetzt vielleicht nicht staatlich-stattliche 150 Millionen von der Bundesregierung übern Tisch geschoben werden. Die sind sozusagen als Erste-Hilfe-Pflaster gedacht, natürlich vom Steuerzahler subventioniert, obwohl die Bundeskanzlerin vehement beteuert, dass diese Knete ein Kredit und kein Geschenk ist.
Kein Wunder, dass diese Pleite Frau Merkel und anderen Parteien ein paar Wochen vor der Bundestagswahl nun absolut nicht in den Kram passt. Shit happen also!
Doch das In-die-Luft-gehen gehört in Berlin zum guten Ton und hat eine lange Geschichte, die mit Otto Lilienthal ihren Anfang nahm.    Weiterlesen:


Als Azubi ins Kanzleramt?
„Wie wird man denn Bundeskanzler?“ fragt Bibi und schiebt die graublonden Locken mit dem großen Besen auf dem ziemlich abgetretenen Linoleumboden von rechts nach links.
„Woher soll ich das wissen! Ich bin Frisörin, habe diesen Salon knapp vierzig Jahre und so lange auch meinen Meisterbrief inne Tasche“ antwortet Lydia. Ihr Salon ist wie sie, nämlich vom alten Schlag. Hier kann man noch Dauerwelle kriegen – woanders kaum noch.
„Zu meiner Zeit wollte man nicht Bundeskanzler werden und nen Mädelsberuf war’s schon gar nicht.“
„Aber heute ist das möglich“, sagt Bibi, die seit zwei Wochen Praktikantin im Salon von Lydia ist. Oma Dora hat ihr diesen Schnupperkurs vermittelt. Die kennt Lydia seit der Schule und lässt sich ihre Haare bei ihr machen – seit eh und je übrigens. Bibi kennt Oma Dora nur mit der Bubikopf-Frisur.
„Also da musst du erstmal Chef einer Partei sein und die Partei muss dich so sehr mögen und dich zum Kanzlerkandidaten küren. Wenn du das dann bist, kannste der Öffentlichkeit zeigen, was du so auf’m Kasten hast. Dann machste Wahlkampf, geht’s quasi auf Tournee und dann wirste gewählt und schwuppdiwupp biste Kanzler!“    Weiterlesen:


„Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!!
Original-Wortlaut von DDR-Staats- und Parteichef Walter Ulbricht am 15. Juni 1961 während einer Pressekonferenz. Am 13. August 1961 ist mit dem Bau der Berliner Mauer begonnen worden und sie blieb 28 Jahre stehen.
Erst am 9. November 1989 bekam sie Risse. Vermutlich nur durch den legendären Versprecher von Günter Schabowski, SED-Politbüromitglied. Auch hier war’s wieder eine Pressekonferenz und u.a. stellte man Schabowski eine Frage zum Reiserecht. Umständlich und ausschweifend schwadronierte er und endete mit diesem folgenschweren Satz: „Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, heute eine Regelung zu treffen, die es jedem Bürger der DDR möglich macht, über Grenzübergangspunkte der DDR auszureisen.“ Und ab wann gilt diese Regelung? „Das trifft nach meiner Kenntnis………… ist das sofort, unverzüglich“, stammelte Schabowski.
Noch am gleichen Abend machten sich unzählige Menschen zögerlich auf den Weg gen West.    Weiterlesen:


Lifestyle – alte Gräten im neuen Gewand?
Nehmen wir mal den Fisch oder andere Wasserbewohner. Da gibt’s altmodische Exemplare und Vertreter, die total in sind, oftmals sogar Lifestyle – also neu entdeckt oder wiederbelebt.
Kaum eine Kochsendung im Fernsehen findet ohne Jakobsmuscheln statt. Gebraten, aufgespießt, in Soße oder auf Salat – die runden Dinger sind der Burner überhaupt. Ein Teelöffelchen allerfeinster Butter in der Pfanne schmelzen, das kleine Rosmarin-Sträußen, frisch gepflückt und aus eigenem Garten natürlich, hinzugeben und noch eine Spur vom frischen Knoblauchgrün aus dem Bioladen. Danach die Jakobsmuscheln aus der Fisch-Gourmet-Tempel Ihres Vertrauens, von jeder Seite sanft anbraten. Etwas Meersalz und frisch gemahlenen Pfeffer noch dazu, dann auf einem Bett von Graupen-Safran-Risotto anrichten und mit Forellenkaviar und Petersilie dekorieren.     Weiterlesen:


Was wäre wenn?
Was wäre, wenn’s Twitter nicht gäbe? Für Donald Trump wär’s sicherlich echt doof, weil er dann mit niemandem kommunizieren könnte.
Was wäre, wenn uns immer wieder Zähne nachwachsen würden? Zahnärzte hätten ein deutlich geringeres Einkommen.
Was wäre, wenn man nicht allen zwangsweise GEZ-Gebühren abknöpfen würde? Wir wären möglicherweise zufrieden, nicht mehr in der ersten Reihe sitzen zu müssen, um mit dem Zweiten angeblich besser zu sehen.
Was wäre, wenn Lobbyisten keinen Einfluss mehr auf Politik hätten? Dann säße Stephan Weil jetzt vielleicht nicht auf dem niedersächsischen Schleudersitz.
Was wäre wenn man auf alles immer eine Antwort hätte?   Weiterlesen:


Und plötzlich sind wir mitten drin….
Nämlich in unserer Vergangenheit. Wir hören ein Lied, eine Melodie, wir erinnern uns an eine ganz bestimmte Situation, haben einen besonderen Geruch in der Nase, wir wissen noch um jede Kleinigkeit, die Jahre oder sogar Jahrzehnte her ist. Der Fliederduft in dieser Mai-Nacht, das Sommergewitter am Meer, der Bratapfelduft vom Weihnachtsmarkt in den Sechzigern.
Oft gehört auch eine einzige Melodie dazu, ein ganz bestimmtes Lied – gespielt und gesungen von einer Band, unserem Lieblingsinterpreten, einer Sängerin, die noch heute mit ihrer Stimme verzaubert.
Kindheit, Jugend, das erste Ferienlager, der Abi-Ball, der erste Kuss, die erste Liebe, der erste Herzschmerz, Hochzeit und Flitterwochen, der erste Streit, die Geburt der Tochter  – na und so weiter.    Weiterlesen:


Herbstzeit ist Erntezeit
Sommerzeit, Urlaubszeit. Wer kann macht Ferien, ruht sich aus, tankt neue Energien, amüsiert sich und jeder tut’s auf seine ganz individuelle Art. Merkel wandert. Putin angelt. Trump golft.
Stephan Weil – der Noch-Regierungs-Chef der Niedersachsen – „golft“ auch, aber nicht mit kleinen Bällen auf gepflegtem englischen Rasen, sondern mit den Wolfsburger Autoschummlern.
Hat er oder hat er nicht? Hat er geschickt (taktiert) oder wurde er geschickt (benutzt)? Der Stein des Anstoßes ist seine Regierungserklärung vom Herbst 2015. Haben die Autobauer nicht nur Abgaswerte manipuliert, sondern auch seine Rede? Ja, nein oder vielleicht irgendwas dazwischen?    Weiterlesen:


Der Gipfel der Frechheit!
Mensch, hab ick vielleicht ne Wut im Bauch wegen dem Berliner Autogipfel! Dass die sich trauen, uns so een Affentheater vorzuspielen, kann ick nich fassen!
Watt regste dich so uff, mein Freund! Hat man sich doch vorher denken können, dass die Herren Autobauer die Fäden in der Hand haben und bestimmen und nich unsere Regierung! Für die sind Merkel und Friends doch bloß Marionetten!
Wenn du Recht hast, haste Recht! Der Chef vonne Augsburger Puppenkiste war mit seinem Sonnyboy ooch dabei….
Wen meinste denn?
Na olle Seehofer und Dobrindt natürlich! Die beiden waren hinterher bei der Pressekonferenz vor Stolz vier Meter groß und zwei breit, weil sie der Automafia gezeigt haben, was ne Harke is und die nu in die Knie gezwungen ham!
So een Blödsinn! Das bisschen Du-Du-Machen hat keinem einzigen Schummel-Baron Angst eingejagt, sage ick dir. Die ham doch von Anfang an bestimmt, wo’s langgeht und den Politikern ne lange Nase gedreht.    Weiterlesen:


Merkel hat Halbzeit
Und hier das Foto zur Geschichte:
Merkel in Wanderoutfit setzt ein Fashion-Statement


Wieso hat Merkel Halbzeit? Die läutet doch grade ne neue Runde ein…
Haste denn nich gehört, dass unsere Kanzlerin Urlaub macht?
Na klar, die wandert sich in Südtirol nen Wolf – also wandert sich fit für die Wahl meine ick. Und jetzt hat sie Halbzeit. Man kann ooch Bergfest dazu sagen….
Passt ja wie Arsch uff Eimer, wenn man mittenmang in den Südtiroler Bergen is!
Aber sag mal, muss die nicht hier nen bisschen am Rad drehen?
Nee, glaub ick nich. Reicht doch, wenn alle anderen viel reden, wenn der Tag lang ist. Kiek dir nur mal den Schulz an: olle Martin textet uns doch zu! Überall und zu allem meldet der sich in seiner ihm so eigenen Art zu Wort. Man, diesen Jammerlappen kann ick nich mehr hören, der geht mir sowas von uff den Keks – stell dir mal vor, der wird Kanzler…!
Nu mach mal nen Punkt! Wie kommste denn da drauf – oder glaubst du, dass den jemand als Kanzler haben will? Das können ja nich mal die SPD-Fans wollen…………
Du weißt doch, man kann manchmal gar nich so doof denken, wie es kommt!   Weiterlesen:


Lokale Erlebnisgastronomie
Erlebnisgastronomie ist voll der Burner, aber längst keine Erfindung der letzten Jahre. In den Neunzigern ging’s mit POMP DUCK AND CIRCUMSTANCE für alle los, die Lust auf Essen, Trinken und jede Menge Revue, Comedy und Klamauk hatten. Dieser kulinarische Show-Mix begeisterte weltweit und rief kreative Köpfe auf den Plan. Seither ist der Erfindungsgeist pfiffiger Gastronomen unendlich.
Ein Knaller ist das Dinner in the dark, man sieht nix, man sticht die Gabel sonst wohin, kleckert und plempert nicht nur mit der Suppe. Beim Essen unter Wasser sitzt man zum gemütlichen Speisen zwar im Trockenen, allerdings zwischen Fischen, Korallen und Algen. Krimi-, Grusel- Comedy- und Musical-Dinner sind mittlerweile Standard und dem Maître de Cusine beim Kochen zuzusehen ebenfalls.
Wer also möchte, kann Außergewöhnliches kombiniert mit Schmackhaftem erleben. Auswärts essen kann toll sein, muss aber nicht und ist es oftmals auch nicht!    Weiterlesen:


Wer will fleißige Handwerker seh’n, der muss….
….tja, wo muss der eigentlich heutzutage hingehen?
Auf ein Straßenfest, auf die Kirmes, auf den alljährlichen mittelalterlichen Weihnachtsmarkt vielleicht. Er muss in die Provinz fahren, aufs platte Land, in kleine Dörfer und in Gegenden, wo das Leben stehen geblieben ist und die Uhren noch wie zu Kaisers Zeiten ticken.
Da gibt’s noch die Glasbläser zum Anfassen und man kann ihnen zusehen, wie sie ihre Kunst herstellen, wie grazile Figuren, Vasen oder Weihnachtsbaumkugeln entstehen. Wer kennt noch den Huf-, Messer- oder Kunst-Schmied, den Stellmacher, den Pinsel- und Bürstenmacher?
Wer weiß überhaupt noch, was diese traditionellen Handwerke ausmachen?    Weiterlesen:


In Bremen sagt man tschüss
Der Fußbodenbelag schluckt störend laute Schritte, Absatzgeklacker und Stuhlgeschurre. Der Raum mit der leisen Hintergrundmusik lädt zur Stille, zum stillen Gedenken, zum Abschiednehmen ein. Viele flackernde Teelichte auf einem Samtflor spiegeln leuchtend funkelnde Sterne auf einem leicht wogenden Wasser wieder – besonders dann, wenn man durch einen Tränenschleier schaut – wie ich. Ein Foto auf der Staffelei von dir, lieber Freund, mittendrin. Um dich herum fünf geschmackvolle Blumengestecke aus gelbleuchtenden Sonnenblumen, dunkelroten Rosen und vielen bunten Sommerblumen, eingerahmt von großen elfenbeinfarbenen Kerzen.
Warum gerade du? Bei diesem Gedanken erwische ich mich und schäme mich gleichzeitig, sowas auch nur zu denken. Trotzdem: warum gerade du?    Weiterlesen:


Vorlesung für Best Ager
Nicht nur ein gutes Dutzend kam zum Schulschiff Deutschland, nein, es waren über hundert Menschen, die neugierig auf den Vortrag des Meeres- und Biologieforschers waren. Eine Handvoll Jüngere waren ebenfalls da – aber wirklich nicht der Rede wert. Altersmäßig dominierten die Best Ager, wie man die Goldene Generation heute nennt. Senioren sagt man nicht mehr, dieses Wort ist nicht zeitgemäß und längst durch 50plus oder so ausgetauscht worden.
Die Stühle reichten jedenfalls nicht aus, um allen Anwesenden die Vorlesung von Prof. Smetacek im Sitzen zu präsentieren. Es war fast wie früher an der Uni, wenn die beliebtesten Dozenten zur Vorlesung riefen. Dann füllte sich der Hörsaal mit Studenten, die eng aneinandergedrängt saßen, standen oder auf dem Fußboden hockten.
Eine prickelnd-gespannte Atmosphäre machte sich breit und dann legte er los:    Weiterlesen:


Ach du dickes Land-Ei!
Ach, Sie sind das! Ihnen geht bio und öko links an der Hüfte vorbei! So geht’s aber nicht, denn bio, öko und all das, was mit Land und so zu tun hat, ist heutzutage ein absolutes Muss. Schauen Sie sich doch mal in der Zeitschriftenabteilung Ihres Supermarktes um: Wozu bietet man Ihnen dort wohl Zeitschriften wie LandLiebe, LandLust, Mein schönes Landhaus, LandKind, LandIdee und wie sie sonst noch titeln an? Ganz bestimmt nicht, um dran vorbeizugehen! Wozu locken die wohl mit Hochglanzfotos und zeigen Ihnen in den schönsten Farben, wie das Landleben ganzjährig das Nonplusultra des Lebens ist?
Wenn Sie diese Magazine echt mal unter die Lupe nehmen, stellen Sie schon beim flüchtigen Durchblättern fest, dass der Bauer kein ungehobelter Klotz mit schmuddeligen Klamotten und ungepflegten Fingernägeln mehr ist. Er hat irgendwas mit agrar studiert, ist mega umweltbewusst trägt Klamotten aus ökologisch hergestellter Bio-Baumwolle, ist ein smarter Drei-Tage-Bart-Typ. Der heutige Landmann ist dem drahtig-kernigen Marlboro-Mann von einst auf seinem Mustang absolut ähnlich, nur ohne qualmendem Glimmstängel eben.
So ziemlich jedes mit „Land“ kombinierte Wort ist der absolute Renner und löst einen totalen Hype aus – allerdings nur dann, wenn es positive Assoziationen hervorruft.    Weiterlesen:


Sommerwetter oder was?
Selbst die dicken Nacktschnecken haben keinen Bock mehr, schleimig und gemächlich auf unserer klatschnassen Terrasse von einer zur anderen Seite zu kriechen. Rotkehlchen, Meisen, Drosseln und anderes Flug-Federvieh verkrauchen sich kauernd unter Tisch und Sitzbank, die ihnen Schutz vor dem endlosen Gepladder bieten. Schmetterlinge bleiben bei diesem Schietwetter vermutlich gleich zuhause, denn um unseren Schmetterlingsbaum tummelt sich nix und niemand, der sonst um diese Jahreszeit ein begehrtes Zielobjekt ist. Rosenknospen verkneifen sich das Aufblühen bei diesem Regen und die dicken pinkfarbenen Geranien sind braun wie nach dem ersten Frost.
Doch wie immer im Leben: Watt dem eenen sin Uhl ist dem andern sin Nachtigall! So auch das Regenwetter. Unsere Wiese ist beispielsweise begeistert über so viel Wasser. All die mickrigen und von der Sonne beschädigten Stellen strahlen saftig grün. Gänseblümchen und Löwenzahn betupfen ihn zusätzlich mit gelben und weißen Klecksen und wenn man drüber läuft, dann quietscht es wie bei einer Wattwanderung. Und dann erst mal das Unkraut: Für diese teils schön anzusehenden, teils auch lästigen botanischen Mitbewohner wirkt der anhaltende Regen wie einst der Zaubertrank bei Obelix.    Weiterlesen:


Merkel: Eine geklaute Raute?
Die Weinraute ist ein immergrüner, hübscher, bis zu einem Meter hoher Strauch, der sich durch seine blaugrünen Blätter und seinen gelben Blüten im Sommer von anderen Stauden abhebt. Man nennt sie auch Getrudenkraut und bereits im Mittelalter waren ihre ätherischen Öle ein beliebtes Mittel, um die Beschwerden der Wechseljahre zu lindern. Gleichzeitig schützte ihr strenger Geruch vor Hexen, wilden Tieren, Pest, Ratten und Ameisen.
Die Raute wirkt sowohl appetitanregend als auch verdauungsfördernd, hilft bei Nieren- und Blasenproblemen, bei Depressionen und selbst in der mediterranen Küche hat sie ihren Platz gefunden. In unserer Zeit ist das magische Zauberkraut zu neuem Ruhm gelangt – so zumindest kann man es bei Harry Potter lesen.    Weiterlesen:


Der Neue und das Bauchgefühl
Tolle Party bei Lisa. Du triffst alte Bekannte, liebe Freunde und guckst in völlig neue Gesichter, in bisher unbekannte Augen und es grummelt plötzlich gewaltig in deinem Bauch.
Das Gefühl kennst du. Du triffst auf einen Menschen und weißt sofort, dass du mit dem niemals „grün“ wirst! Das signalisiert dir dein Bauch, und zwar ohne jegliche Begründung. Dein sonst so rationales Oberstübchen kann sich nicht dagegen wehren, hat nichts zum Entgegensetzen und muss die Bauchentscheidung erst einmal so hinnehmen. Du versuchst, deinem Bauch eine Erklärung abzuringen, doch der sagt nichts, der lässt nur weiterhin die Alarmglocken leise aber stet bimmeln.    Weiterlesen:


Wie sagt man immer: Plötzlich und unerwartet
Lieber Fred.
Ich fang mal bei plötzlich an.
Plötzlich kannte ich einen Holländer – oder muss ich Niederländer sagen? Wenn man mal von den Prominenten aus Deinem Heimatland absieht, wie Heintje, Rudi Carrell, dem ollen Heesters und Königin Beatrix, warst Du der Erste aus dem Land von Käse, Tulpen, Genever, Matjes und den Windmühlen. Und soll ich Dir mal was sagen: Du hast mir gleich gefallen! Deine Sprache, Deine klaren Augen, Deine rote Jacke, Dein gesunder Menschenverstand und dann hast Du auch noch an den Stellen herzhaft gelacht, an denen ich mich nur traute, zu schmunzeln. All das hat mir gefallen.    Weiterlesen:


ACHIM, ich hab‘ nichts anzuziehen!
Er ist zweifünfzig breit, um die zweidreißig hoch – mindestens! Solch ein Teil haben wir alle – manch einer sogar mehrere davon. Ein Meter für Blusen, Röcke und Hosen, der nächste Teil für Blazer, Jacken, Pullis und weiß der Geier, was noch alles. Ganz bestimmt aber auch 100 Zentimeter volle Breite für Frustkäufe und Zeug, das zu klein, zu groß, farblich völlig daneben, zu unmodern ist und an dem man einfach nur so hängt und wenn man’s sieht, in Erinnerungen schwelgt.
Wer Platz hat, hat möglicherweise sogar ein Ankleidezimmer inklusive Ganzkörperspiegel und darauf tippe ich bei Angela Merkel.
Sorry Leute, aber heute muss ich mal in die Runde fragen: Wie finden Sie denn die Outfits unserer Kanzlerin? Meine Oma Else hätte es knapp mit den Worten „die sieht aus wie Pinchen vom Lande“ ausgedrückt und Opa Otto hätte von einem „Hintern wie ein Drei-Taler-Pferd“gesprochen.    Weiterlesen:


Fischlein, Fischlein dort am Stand….
wer ist der Schönste im Laden oder auf dem Markt? Schönheit macht’s beim Fisch nicht alleine – Frische ist bei den Wasserbewohnern eigentlich das Zauberwort. Drum sollte immer beherzigt werden: Schau ihm in die Augen, Kleines! Die Augen sind also das A und O beim schuppigen Gesellen, bevor er in die Pfanne oder in den Topf kommt.
„Am liebsten kaufe ich Fisch direkt dort, wo er flott übern Ladentisch geht, wie am frühen Morgen beim Bäcker die warmen Semmeln“ sagen die meisten Fischfans. Doch wo ist der Fisch am Frischesten?    Weiterlesen:


Ein Gastkommentar zum G20 Gipfel:

Ich bin ein Fan von Prügeleien
Es gibt Haue. Das weiß jeder Fan von Asterix und Obelix. Wenn die Gallier nach Belgien ziehen, gibt es Haue. Wenn der kleine Krieger und sein dicker Freund Unterdrückten in Britannien zur Hilfe eilen, gibt es Haue. Und selbst in Germanien sind regelmäßig Hauereien die Lösung irgendwelcher Probleme. Damals, 50 vor Christus.
Heute ist das natürlich anders. Wer ein Freund von Prügeleien ist, muss deutlich flexibler sein. Am vergangenen Wochenende war ich G20-Gegner.    Weiterlesen:


Küsse unterm Regenbogen
Ab mit dem alten Zopf – her mit der Hochzeitstorte! Sie haben Ja gesagt – unsere Parlamentarier sind für die Ehe für alle und nun dürfen nicht nur Heterosexuelle im Standesamt die Ringe tauschen.
Unter dem lustigen Flattern der Regenbogenfahnen werden heute wohl jede Menge Champagner- und Sektkorken knallen, denn nun dürfen die Menschen, die mit einem gleichgeschlechtlichen Partner verbandelt sind, richtig heiraten!
Acht Pflegekinder brachten ihr die Erleuchtung, sagt sie. Dann hat sie viele Jahre drüber nachgedacht, hat’s Anfang der Woche den Damen von der Zeitschrift Brigitte erzählt, die SPD hat Nägel mit Köpfen gemacht und heute wurde im Bundestag abgestimmt. Abstimmen über die Regenbogen-Zukunft von vielen Menschen – nämlich von Lesben und Schwulen, die in einer Ehe leben wollen, wie es bisher nur Männer und Frauen dürfen.    Weiterlesen:


Oh diese Weiber
Feingliedrig und grazil sind sie, haben lange, schlanke Beine, sie leben mit uns unter einem Dach, ganz besonders gerne im Schlafzimmer. Sie umschwärmen uns, krabbeln auf unserer Haut herum, sie umgarnen uns und plötzlich – aus heiterem Himmel – stechen sie zu!
Sie sind Plagegeister und Nervensägen, eigentlich sind sie Vampire, die nur eines im Sinn haben: Frisches Blut als Lebenselixier für ihre Brut! Wenn die den Saft des Lebens nicht bekommt, dann gibt’s für die keine Zukunft. Drum ist Mutti Mücke auch fleißig unterwegs, um Futter für die Eier ranzuschaffen.
Vater Mücke hingegen ist faul und hat außer Fortpflanzung keine Aufgaben zu erledigen.    Weiterlesen:


Drum liebe Seele hab Jeduld, es haben alle beede schuld…
Da hab ick ja neulich nich schlecht aus der Wäsche jekiekt, als mein Sohn Benni mit Sack und Pack vor meener Wohnungstüre stand. „Mutter, kann ick heute Nacht bei dir pennen?“ hat er janz bedröppelt jefragt.
Benni is 25, hat letztes Jahr sein Abi uff’m zweeten Bildungsweg gemacht und wohnt seit drei Jahren bei seiner Freundin. Nun wohl nich mehr, wie er erzählt. Seine Liebste hat ihn rausjeschmissen. Sie hat nen neuen Lover, sagt Benni und für zwee Mannsbilder is in der Wohnung keen Platz!
Hab ihm erstmal nen Tee jekocht, een paar Eier inne Pfanne jehauen und dann hat er mir die janze Story verklickert.    Weiterlesen:


Von großen Berlinern und kleinen Brötchen
Kannst du dir vorstellen, dass sich das noch ändert?
Also ich finde es so um die fünfundzwanzig ganz angenehm!
Wovon redest du – vom Wetter stimmt’s? In drei Monaten ist Bundestagswahl und die Sozis sind wie das Wetter: Ziemlich sonnig und bei 25 Prozent! Das ist nen bisschen dürftig, damit gewinnen die nix!
Die haben sich Gerhard Schröder als Unterstützung geholt. Der soll auf dem Parteitag in Dortmund alles rausreißen und die Genossen und Genossinnen motivieren….
Also Willy soll früher mal gesagt haben, dass Dortmund die heimliche SPD-Hauptstadt ist…
Ach ja, hat er das? Und hat der damals den Schulz schon gekannt? Schröder wird die  Westfalenhalle bestimmt zum Toben bringen!
Ja, aber das ist noch lange keine gewonnene Wahl!
Sag mal ehrlich: Kannste dir den Martin Schulz als Kanzler überhaupt vorstellen?    Weiterlesen:


Wenn jeder an sich denkt, dann ist an alle gedacht!
Sag mal, bist du eigentlich ein Egoist?
Nö, ich doch nicht! Aber darüber habe ich auch noch nicht wirklich nachgedacht – meinst du, ich sollte das mal machen?
Kann grundsätzlich nicht verkehrt sein und außerdem steht’s heute in der Zeitung. Da schreiben kluge Menschen drüber, also Therapeuten und so und die müssen es wissen, die beackern dieses Feld schließlich beruflich.
Also wenn ich egoistisch wär, müsste ich zum Psycho-Doktor auf die Couch?
Nee, natürlich nicht – oder vielleicht doch? Muss erstmal weiterlesen!
Hmmm, vielleicht gar nicht so verkehrt, denn man spricht auch vom „gesunden Egoismus“ und demnach muss es auch einen kranken von der Sorte geben.
Und woran erkennt man den?    Weiterlesen:


Das wäre echt staatsmännisch!
Zum Tod von Helmut Kohl am 16. Juni 2017

Haste schon gehört?
Nee, was denn?
Na der Dicke ist weg vom Fenster!
Welcher Dicke? Meinst du den ollen Herrn Lehmann von gegenüber, der immer alle Falschparker aufschreibt oder etwa den Dieter Pfaff vom Fernsehen, den hab ich auch schon ne Weile lang nicht mehr gesehen?
Quatsch, die doch nicht! Helmut Kohl ist gestorben…
Helmut wer? Von wem redest du denn. Muss ich den kennen?
Mensch unser Ex-Bundeskanzler! Helmut Kohl, der dicke Helmut – der Kanzler der deutschen Einheit….
Ja, jetzt dämmert’s mir, du meinst den mit den blühenden Landschaften drüben im Osten!
Und der ist jetzt tot? Wusste gar nicht, dass der überhaupt noch lebte! Was hat der denn so in den letzten Jahren gemacht? In der Politik war der doch schon lange nicht mehr aktiv. Haben sie den nicht aus der Partei rausgeschmissen?
Ja, da war mal was mit Parteispenden oder so.    Weiterlesen:


Gasthaus zum Karierten Pony
Entgegen unserer Negativ-Erfahrungen haben wir es wieder getan! Warum bloß? fragen wir uns – leider immer erst hinterher. Auswärts essen – warum nur – wo es doch zuhause viel besser schmeckt! Aber nun ist es zu spät und das Kind ist – mal wieder – in den sprichwörtlichen Brunnen gefallen. Diesmal stand der vorm Restaurant zum „Karierten Pony“.
Statt herzlich willkommen oder einfach nur guten Tag zu wünschen, begrüßte uns die brünette Restaurantangestellte mittleren Alters unfreundlich-muffelig mit den Worten „Haben Sie reserviert?“
„Nee! Aber bei den vielen freien Tischen, dürfte das wohl kein Problem darstellen…!“ kontere ich schnippisch.
„Stimmt nicht, ich hab‘ angerufen und neun Plätze reserviert“ beeilt sich Martin, zu sagen.
Vor der Tür klettern die Kinder fröhlich tobend auf dem steinernen rotkarierten Pony, dem Namensgeber des Lokals, rum. Ihr juchzendes Lachen ist bis in die maritim-altmodisch-düstere Gaststube zu hören. Draußen scheint die Sonne, drinnen scheinen die LED-Birnen in den Lampen und Frau Oberin scheint uns vergessen zu haben.
Kenner der lokalen Gastronomie haben uns auf der Suche nach „schmeckt nicht gibt’s nicht“ diese Location empfohlen. Nach dem Besitzerwechsel soll‘s wieder richtig gut schmecken, denn bekanntlich kehren neue Besen gut!    Weiterlesen:


Matjes ist mindestens Kult!
Nicht nur Rock‘ Roll und Petticoat, die Hippie-Generation, die Beatles und Stones sind Kult, auch der Matjes hat mittlerweile bei Liebhabern und Gourmets einen Kultstatus erlangt.
Matjes ist eben viel mehr als nur ein Fisch – für seine Fans allemal!
Kartoffelpuffer mit Matjes, Matjes-Tatar mit weißem und grünem Spargel, Matjes in Apfel-Dill-Schmand und unzählige andere Matjes-Delikatessen gibt’s in ganz vielen Feinkost-Tempeln und Restaurants landauf und landab und seine Freunde sind ebenfalls überall zu finden.
Wer ihn mag, dem fallen immer wieder andere und neue Zubereitungsarten ein, die ihn noch köstlicher machen, als er von Natur aus schon ist. Aber auch die Matjes-Klassiker mit Hausfrauen-Soße, Brat-, Salz- oder Pellkartoffeln, auf Schwarzbrot, mit grünen Bohnen.   Weiterlesen:


Spülmaschinengeeignet und so
Das Navi ist die beste Erfindung seit Erdbeereis mit Sahne seinen Siegeszug antrat – so sagen die einen! Andere finden diese technische Errungenschaft der Neuzeit voll daneben und so überflüssig wie einen Kropf.
Technisch tut sich alle naselang was Neues in unserer schnelllebigen Zeit. Manches sehr zum Wohle der Menschheit, doch auch jede Menge dummes, wenn nicht sogar schädliches Zeug und das liegt, wie wir alle wissen, immer im Auge des Anwenders und des Beschauers.
Dem einen Erfinder könnte man vor lauter Dankbarkeit die Füße küssen, so manch einen aber auch neidvoll bewundern, weil er mit diesem Mist gutes Geld verdient.
Wer zum Beispiel Lust auf kreative Küche oder filigrane Food-Dekoration hat und einen Universal-Gemüse-Julienne-Schneider einer bekannten Kaffee-Firma sein Eigen nennt … Weiterlesen:


Wie das Wetter auch ist – es ist Pfingsten!
Nicht nur meteorologisch haben wir seit dem ersten Juni Sommer, nein, auch sonst! Temperaturen um die 25 Grad, Sonnenschein, blauer Himmel, überall blüht und grünt es prächtig – der Rosenmonat ist also voll erwacht und Pfingsten klopft lauthals an die Tür! Der Run aufs lange Feiertagswochenende ist überall zu verzeichnen. In Supermärkten und Gourmettempeln, auf den Autobahnen, in vollen Zügen, in beliebten Urlaubsorten im ganzen Land und an den Küsten von Nord- und Ostsee ist schlichtweg der Teufel los.
Sowohl die Hausfrau als auch der Hobbykoch sind mit Erdbeeren, Spargel jungfräulichem Matjes, neuen Kartoffeln, duftenden Kräutern, frischem Salat und anderen Leckereien im Küchen- und Vorbereitungsstress. Alles soll zu den Feiertagen perfekt sein.    Weiterlesen:


Mit den Jahren kommt das Alter…
…und zwar für so ziemlich jeden und fast alle! Ja, und was dann, was bringt es uns? Ruhe, Gelassenheit, Altersmilde, Weitblick oder gar Weisheit? Wird man im Alter der geistige Überflieger, der alles und jeden versteht, der freundlich Grinsende, der Kluge, der Lebenserfahrene und der-mit-allen-Wassern-Gewaschene?
Alter, was heißt das überhaupt? Ist das nur die Aneinanderreihung von Lebensjahren oder lediglich ein Gefühl, das sich einstellt, wenn man in diesem oder jenem Alter steckt?
Welches Alter ist gut und welches nicht?
Wie verhält man sich altersgerecht?     Weiterlesen:


Unsere maritime Klamotte
Seit Jahren liegt er schon an der Signalstation. Bei Hochwasser geht die eine oder andere Welle platschend über ihn hinweg. Liebespaare haben im Sternenschein engumschlungen auf ihm knutschend gesessen, manch ein Vierbeiner hat ihn angepinkelt und dem einen oder anderen Spaziergänger lag er im Weg oder diente ihm als Platz an der Sonne mit Blick auf die Weser. Weshalb liegt er eigentlich da und wo kommt er her – die Riesen-Klamotte mitten auf der Maritimen Meile in Vegesack?
Ist er etwa ein Findling, der von einer Gletschermoräne den Vegesackern vor die eiszeitliche Haustüre geschoben wurde?
Oder gehört er womöglich zu einem der sagenumwobenen Hünengräbern, die immerhin von Nordrhein-Westfalen über Niedersachsen bis hin zu den Fischköppen an der Ostsee nicht gerade selten anzutreffen sind. Er könnte aber auch genauso gut ein Souvenir an die Rolling Stones sein!    Weiterlesen:


Hat das Männeken Pis aus Brüssel verkackt?
Extra aus Brüssel haben sie ihn geholt, Gabriel reist abgespeckt durch die Welt und sie haben seinetwegen Steinmeier zum Präsidenten aller Deutschen gemacht. Martin Schulz – der neue Stern am alten Sozi-Himmel!
„Abkacken / verkacken“ steht im Duden und bedeutet: Seine große Notdurft verrichten und/oder völlig versagen, etwas so richtig schlecht machen, und zwar total plötzlich! Also plötzlich und unerwartet dürfte auf die SPD nicht zutreffen und der vergangene Wahl-Sonn-und-Muttertag hat allen Genossinnen und Genossen das Desaster so richtig vor Augen geführt. Volkspartei endgültig ade?
Düsseldorf ist nun also Kraft-los und im Wahl-Duell Angie gegen Martin steht’s Drei zu Null! Ein spannendes Macht-Spiel, das in gut vier Monaten in Berlin abgepfiffen wird. Zu gewinnen ist das Kanzleramt, das seit zwölf Jahren Frau Merkels Arbeitsplatz ist. Martin Schulz rüttelt mächtig an Tor und Tür – wie einst Gerhard Schröder. Dem öffnete sich damals der Sesam. Wird’s bei dem ehemaligen Bürgermeister aus Würselen und Europa-Politiker aus Brüssel auch klappen?    Weiterlesen:


Faltenfrei ist voll dufte
Ich gehöre zur NIVEA-Generation und der Werbespruch „Für immer ein Teil von mir“ passt eigentlich wie das Ärschle aufs Eimerle zu mir. Aber nur eigentlich und früher! Früher, als ich noch in den Kinderschuhen steckte, war Heileheile – so nannte ich die weiße Creme aus der blauen Dose mit der weißen Schrift – das einzigartige Wundermittel, das bereits beim kleinsten Kratzer immer Großes vollbrachte. Leere Dosen eigneten sich vorzüglich zum Aufbewahren aller möglichen Utensilien und fanden auch in meinem Kaufmannsladen optimale Verwendung.
Seither sind einige Jährchen ins Land gegangen und NIVEA hat kräftig zugelegt und ich mir auch so einiges aus der riesengroßen Produktpallette. Und wenn ich dann mal intensiv im Spiegel mein Konterfei kritisch beäuge, dann komme ich nicht umhin, mal wieder bei Rossmann vorbeizuschauen.
Wann haben Sie sich denn zuletzt genau im Spiegel angeguckt – bei Lichte betrachtet – wie es so schön heißt …    Weiterlesen:


News mit Background?
„Meine sehr verehrten Damen und Herren, wir schalten nun zu unserem Kollegen Rolli Wulf live nach Washington. Wir wollen ihn direkt zu den heutigen Ereignissen im Weißen Haus befragen!“
Die Damen und Herren an den Bildschirmen haben den Kollegen längst entdeckt, der schon lange ein vertrauter Gast im heimischen Wohnzimmer ist. Wieder ist der Himmel über der amerikanischen Hauptstadt strahlend blau, die Sonne scheint, die Bäume leuchten in Grün und das Weiße Haus ist heute viel weißer als sonst.
„Guten Tag Rolli, können Sie unseren Zuschauern Einzelheiten zu den Vorkommnissen im Amtssitz des Präsidenten erläutern?“
„Nein Anne-Marie, Neues gibt’s hier nur vom Wetter….andere Infos sind bis zu uns hier noch nicht vorgedrungen!“
Sie hören nicht so aufmerksam zu, wie sonst, denn irgendwas ist heute anders – aber was ist es bloß?    Weiterlesen:


“Lindy hop” oder “Jive Baby Jive”
Du Freddy, kennst du Lindy hop?
Nee! Is das was zum Essen oder so een neuer Softdrink? Können wir ja Sonnabend beim Grillen mal probieren. Wenn du mir sagst, wo’s das Zeug gibt, dann bring ick watt davon mit!
Lindy hop ist een neuer Tanz. Also neu is übertrieben. Stammt wohl aus den zwanziger-dreißiger Jahren und die Musike is so im Big Band-Stil.
Komm mir bloß nich mit Tanzerei – das macht bloß Hexenschuss – und lass dett bloß nich meene Karin hören!
Wieso nicht?
Na die versucht schon seit gefühlten zwanzig Jahren mich zum regelmäßigen Tanzenjehen zu überreden und bisher hab ick es immer jeschafft, erfolgreich Ausreden zu finden!
Pass uff, ick versuch mal, dir den Tanz zu erklären!
Findest du dett hier beim Angeln nich een bisschen daneben, Micha?    Weiterlesen:


Muttertag zwischen Bürste, Kamm und Schere
Was is denn bei euch an Muttertag los?
Was soll’n da schon los sein….ist nen Sonntag wie jeder andre auch! Ab ins Bad, Katzenwäsche, Kaffee kochen und Frühstück machen und – weil’s Sonntag ist – kriegt jeder nen fünf-Minuten-Ei.
Geht ihr inne Kirche?
Nee, wie kommste denn auf dett schmale Brett – kennst doch meine Meinung und wie sehr ich unsere Pastorin schätze weißte doch auch. Drum ist deine Frage echt blöd…!
Sag mal Biggy, machst du der Frau Lehmann gleich die Haare? Die hat Termin inne halbe Stunde und kriegt Dauerwelle – also wie immer und mit schneiden…
Die kommt erst morgen Vormittag, die hab ick sozusagen umdisponiert! Ihr wollt doch wohl nachher pünktlich aus dem Laden gehen – oder?
Bringt die denn wieder ihren sabbernden ollen Köter mit?
Und pupsen tut der ooch immer – und das müffelt wie verrückt!… Weiterlesen:


Vereinsmeierei
Eijentlich wollte ick mit meenem besten Freund Martin nen jemütlichen Abend verbringen, aber der musste zur Versammlung von seinem maritimen Verein. „Willste mitkommen?“ hat er jefragt und ohne lange zu überlejen hab ick zujesagt. Schließlich gucke ick immer von meenem Balkon inne Grohner Düne uff den Hafen und die Schiffe und von schmucken ollen Seglern bin ick sowieso een Fan.
Wer zuerst kommt, malt zuerst, sagt man und so war’s bei der Platzauswahl und ooch bei den Brötchen. Mettbrötchen – nennt man in Berlin übrigens Hackepeterschrippe – waren leider schon alle, da stand nur noch das leere Tablett und das Schild Mettbrötchen verlassen rum und ick hab nach nem guten Platz Ausschau jehalten.
Ziemliche Männerdomäne, aber ooch etliche taffe Ladies, stellte ick fest und dann ging der offizielle Teil mit Begrüßung und Rederei ooch schon los.    Weiterlesen:


Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!
Keine Ahnung, wie es auf Ihrem E-Mail-Account zugeht und ob Ihnen auch so viele Spams auf den Bildschirm flattern. Bei mir ist das jeden Tag von neuem der Fall und es nervt mich ohne Ende!
Sabine Meier, Jan Schmidt, Oliver Müller, Janine Lehmann, Franz Fuchs, Matthias Wolf, Sigrid Krause und unzählige andere Absender bieten mir an, Geld zu verdienen. Leicht und einfach soll’s gehen und die richtig lukrativen Geschäfte lassen sich ganz nebenbei bei meinem Toilettengang machen, weil ich dort ohnehin zum Geschäft-Machen rumsitze. Demnach wäre es ein Leichtes, jede Menge Euros einfach und im Handumdrehen zu verdienen und das eigene Konto zu füllen.
Alles Quatsch, alles gelogen! Oft fängt man sich beim Öffnen der Anlage einen Computer-Virus ein, dessen „Bekämpfung“ schlimmstenfalls einen Batzen Geld dem Beseitigungs-Experten ins Portemonnaie spült.    Weiterlesen:


Doppelpass – zwischen Kopftuch und kurzen Hosen
Also die Sache mit dem Doppelpass finde ich doof!
Wie soll es deiner Meinung nach denn ohne gehen?
Doppelpass macht doppelt Spaß…..
Du nu wieder Fiete! Wo haste denn die Weisheit her?
Wir reden davon, dass ein Mensch zwei Pässe inne Tasche haben kann und hier die Merkel wählt und inne Türkei den Erdogan!
Ach so! Bei Doppelpass denke ich immer an Fußball und nicht an Politik…
Genau, Fußball ist Passion und die hat mit Pass nur was auf’m Spielfeld zu tun. Irgendein kluger Kicker hat mal gesagt: „Wenn Fußball Religion ist, ist der Doppelpass der Gottesdienst!“     Weiterlesen:


He lücht..!
Man trifft ihn auf Sightseeing-Touren, bei Hafenrundfahrten auf Barkassen und er erzählt den Gästen an Bord allerlei Interessantes und Wahres, aber auch jede Menge Döntjes. In früheren Zeiten amüsierten sich Hafenarbeiter und Seeleute bei der Arbeit auf ihren Schiffen, an denen so eine Rundfahrtgesellschaft gemächlich vorbeituckerte, über diesen Quatschkopp und riefen den Touris „he lücht!“ zu. So soll der Überlieferung nach die Berufsbezeichnung für den Münchhausen auf dem Wasser entstanden sein, die es offiziell und verbrieft eingetragen seit 1956 gibt.
Solch einen Tünkram-Erzähler live erleben, über sein gesponnenes Semmannsgarn zu schmunzeln und dann noch ein wenig Plattdeutsch verstehen, ist Spaß pur. Bei der Hamburger Hafenrunde ist so eine typische he-lücht-Geschichte, dass man vom Turm des Michels aus drei Meere sehen kann: tagsüber das Häusermeer, abends das Lichtermeer und nachts gar nix mehr!
Auch in Bremen gibt’s Schiffe, die einem Erklär-Bär an Bord haben. So auch die Princess von der Adler-Reederei, die unter anderem von der Hansestadt aus über Weser und Hunte bis nach Oldenburg schippert.    Weiterlesen:


Alle Vögel sind schon da – alle Vögel, alle…
Hast du gesehen, was die Nebelkrähe von geraderüber schon wieder gemacht hat?
Nee – was denn?
Die hat den Starenkasten an der dicken Eiche abgebaut – nun haben die Stare keinen Brutplatz mehr! Und ihr Nachbar – der eitle und affektierte Pfau – findet das total okay, dass die Flattermänner nun wohnungslos sind…!
Wer hämmert hier eigentlich ständig wie ein Specht herum?
Ach das! Das sind die neuen Mieter über uns, die sind am Einziehen. Bei den beiden Turteltauben setzt übrigens gerade der Klapperstorch zum Anflug an.
Apropos Storch: ob es jetzt mit der doofen Beatrix von Storch in der AfD aufwärts geht, wenn die Petry die Kurve kratzt?     Weiterlesen:


Wölfe sind nun mal keine Vegetarier
Drum schmeckt dem Wolf frisches Lammfleisch allemal besser als Wildkräutersalat oder Spargel und runtergefallene Äpfel, Birnen oder Pflaumen auf  Streuobstwiesen sind auch nicht gerade sein Ding, wenn ihm der Magen knurrt.
Etwa 120 freilebende Wölfe gibt’s in Deutschland – im Osten mehr als im Westen – heißt es aus offiziellen Quellen. Liebhaber des Fleischfressers sind begeistert, dass er sich endlich wieder heimisch bei uns fühlt, denn immerhin galt er bereits als ausgerottet.
Bei Schafherdenbesitzern hingegen hält sich die Freude in Grenzen, denn sie verkaufen ihre Schafe und Lämmer lieber an zahlungsfähige Zweibeiner als sie an räuberische Vierbeiner zu verlieren.
Aber mit Wölfen ist das so eine Sache.    Weiterlesen:


Direkt vom Deich in den Backofen?
Was machen wir denn Ostern? Radtour nach Harriersand oder grillen auf der Terrasse? Irgendwie stellt sich die Frage jedes Jahr. Sie ist wie die Geschichte von Miss Sophie, ihrem Butler und dem 90. Geburtstag. Auch Ostern will geplant sein – so auch in diesem Jahr!
Bunte Blumen, frisches Grün, mal Sonne, mal Regen, Temperaturen leider nur einstellig und mittenmang der erste Spargel aus der Region, neue Kartoffeln aus Israel und Erdbeeren aus Spanien.
Ostern 2017 ist vermutlich nicht geeignet, um Mahlzeiten im Freien einzunehmen und schon gar nicht, um am Wasser zu sitzen, Schnuckeliges aus dem mitgebrachten Picknickkorb zu genießen und sich die Sonne auf den Pelz scheinen zu lassen. Biergarten und Eiscafé sind also nicht die bevorzugten Orte – die heimische Ofenbank scheint geeigneter.     Weiterlesen:


Fröhliche Feiertage
Wieder mal steht’s dick und rot angezeichnet, unübersehbar im Kalender: Feiertage!
Doch auch ohne gültigen oder nicht ordnungsgemäß abgerissenen Papierkalender merkt man’s. Die Tankstellen erhöhen die Benzinpreise, in den Lebensmittelgeschäften ist es voll, Regale sind teilweise leer. Man könnte meinen, dass die Regierung eine Sonderbevorratung wegen irgendwelcher bevorstehenden Katastrophen angeordnet hat.
Ebenfalls ein deutliches und unverkennbares Zeichen, dass Feier-, Ferien- und freie Tage im Anmarsch sind, ist das öffentlich-rechtliche Fernsehprogramm. Nachwuchsmoderatoren präsentieren uns Aktuelles, das an solchen Tagen ohnehin in die zweite Reihe rückt. Rumpelstilzchen, Zwerg Nase, König Drosselbart und Kumpane haben Vorfahrt, die Kleinen wollen schließlich bespaßt werden und sollen die Erwachsenen nicht beim Ausschlafen und anderen wichtigen Beschäftigungen im Wege stehen.    Weiterlesen:


Kabinett mit und ohne Stückchen
Wenn Sie gerne Rätsel raten dann wissen Sie, dass man einen Raum mit einer Sammlung Kabinett nennt.
Hinter dem Begriff Naturalienkabinett versteckte sich im 18. Jahrhundert eine Ausstellung unterschiedlichster Meisterwerke aus diversen Bereichen der Natur. Es war der Vorläufer unseres heutigen Naturkundemuseums.
Kabinett ist aber auch die Bezeichnung eines Prädikatweines, der eine ausgezeichnete Qualität aufweist.‘
Selbst in der Politik hat sich der Begriff Kabinett einen festen Platz erobert, denn die Regierungsmannschaft nennt man ebenfalls so.    Weiterlesen:


Unter dem Siegel der Verschwiegenheit…
Das kennen Sie doch – oder? Ihnen wird was erzählt, das Sie unter keinen Umständen niemandem weitererzählen dürfen. Verschwiegen bis ins Grab. Die Lippen sind fest verschlossen. Großes Indianerehrenwort! Fortan sind Sie Geheimnisträger. Man hat Ihnen etwas anvertraut – nur Ihnen ganz allein!
Das glauben Sie zumindest solange, bis Sie zufällig von einem Familienmitglied, von irgendwem aus dem Freundes-, Kollegen- oder Bekanntenkreis genau das hören, worauf Sie beim Leben aller Menschen, die sie lieben, geschworen haben, es für sich zu behalten! Und nun das! Wie konnte das geschehen, wie geht das zusammen?    Weiterlesen:


April – April
Geht’s Ihnen manchmal auch so? Sie denken, dass das, was Sie gerade eben gelesen oder gehört haben, doch nur ein Aprilscherz sein kann. Aber nein, es ist keiner – es ist Realität.
So z. B. das aus Bremen: Ein Finanzamt zieht innerhalb Bremens um – ungefähr 20 Kilometer weiter gen Bremen-City. Die Kunden ziehen mit. Nur ihre Steuernummern nicht, die bleiben auf der Strecke. Nein, viel schöner noch: sie werden gestrichen! Die alten Kunden bekommen neue Steuernummern und darüber werden sie per Post benachrichtigt.
Diese Änderung gilt ab Anfang April – heute ist bereits der vierte Tag des Monats, allerdings noch immer ohne Post vom Finanzamt.    Weiterlesen:


Good bye my love good bye…

…lautet die Überschrift des heutigen Tages, denn die Briten beantragen den Austritt aus der Europäischen Union! Aus, Ende, basta, finito – oder gibt’s noch ein Zurück?
Meinst du, dass Lieschen von England den Brexit auch gewollt hat?
Woher soll ick das wissen – ihre Majestät informiert mich nicht über ihre Gedanken!
Hat die denn damals auch mit abgestimmt?
Keine Ahnung.
Warum eigentlich nich, die ist immerhin Chefin der Inselbewohner und denn muss sie ja auch was zu sagen. Oder meinste, dass Lisbeth gar nich erst gefragt wurde? Und Karlchen, hat der abgestimmt?
Woher soll ick denn das wissen? Musste ihn schon selbst fragen, den Charles mit den Segelohren! Bin sowieso mal gespannt, ob der nochmal der Nachfolger der Queen wird. Immerhin ist die schon über neunzig und ihre Mutter hatte mehr als hundert Jahre auf dem royalen Buckel, bevor sie den goldenen Löffel abgegeben hat.
Ja ja, die hatte den Johannes Heesters zum Vorbild, wenn du verstehst, was ick meine.
Fang bloß nicht mit den Holländern an…    Weiterlesen:


In der Schlange an der Supermarkt-Kasse
Warst du schon mal in Würselen?
Nee! Wie heißt das?
WÜRSELEN…
Nee, kenne ich nicht. Ist das in der Türkei?
Quatsch, wie kommst du denn da drauf? Würselen liegt in der Nähe von Aachen und da kommt der Schulz her!
Welcher Schulz? Meinste den Eierhändler aus der Gartenstraße? Nee mein Lieber, der kommt aus dem Osten und das weiß ich hundertprozentig. Meine Tochter ist nämlich mit….
Nein Mensch, ich meine den Martin Schulz, der nach der Wahl im September der neue Bundeskanzler ist!
Wie, hat die Merkel die Nase voll? Also ich dachte, die überholt den dicken Kohl noch. Na so sind die Mädels – sie halten eben nicht durch..!
Natürlich will die weitermachen, aber der Schulz kandidiert auch!
Für die CDU…?
Natürlich nicht! Selbstverständlich für die SPD…    Weiterlesen:


Ein feines Früchtchen ist sie…!
Aromatisch, süß, gesund, lecker, erfrischend – seit Menschengedenken ist sie in aller Munde, jeder mag sie, ohne sie geht’s einfach nicht. Wär sie nicht schon erfunden, müsste man es glatt nachholen. Vermutlich schmeckte sie schon den Feuersteins in der Steinzeit, sagen Forschung und Wissenschaft. An Duft und Geschmack ist sie einfach nicht zu überbieten, knallrot und saftig ist sie der nicht zu toppende Renner. Und was man aus ihr so alles machen – da sind der eigenen Kreativität absolut keine Grenzen gesetzt.
Es ist noch nicht mal Mitte März. Zwar sind die Tage schon wieder länger, aber Schnee- und Graupelschauer gehören noch zum Alltag. Meteorologisch hat der Frühling schon begonnen, aber angekommen ist er noch längst nicht. Zaghaft stecken Frühlingsblüher ihre Spitzen aus der eiskalten Erde. Der Sommer ist noch in weiter Ferne. Trotzdem! Bereits seit vielen Wochen ist sie in Supermärkten und beim Discounter massenhaft im Angebot.
Die Erdbeere ist es, die uns anlächelt! Bei ihrem Anblick läuft uns das Wasser im Mund zusammen.    Weiterlesen:


Krumme Beine sind hip
Wer in der Hauptstadt wohnt, ein Hipster ist, Haustiere liebt, der muss unbedingt einen haben. Einen von der Sorte Canis lupus familiaris. Der ist lebendig und verspielt, ziemlich klug und in ihm steckt eine große Portion Sturheit. Ihn gibt’s in verschiedenen Farbvarianten, wie zum Beispiel in einem cremigen Vollmilchschokoton bis hin zu dunkelbrauner Bitterschokolade. Echte Liebhaber bevorzugen auch die Nuancen sand, rot, blau und loh, mehrfarbig und gestromt. Ebenfalls können seine Fans zwischen Rau-, Lang- und Kurzhaar wählen und in der Ausführung Rauhaar soll er sogar für Allergiker geeignet sein.
Die Rede ist vom krummbeinigen Dackel, Teckel, Dachshund, wie er auf Deutsch heißt und dem es an Selbstbewusstsein absolut nicht mangelt. Man sagt, dass er sich Frauchen und/oder Herrchen aussucht.    Weiterlesen:


Drei Damen von echtem Schrot und mit ganz viel Korn
Die Drei treffen sich einmal pro Woche nachmittags um drei. Plauderstündchen bei Kaffee und Kuchen? Denkste – weit gefehlt! Auf dem Tisch steht Likör – aus eigener Produktion! Und Kuchen – ebenfalls eigene Herstellung.
Das Dreigestirn sind Helene und Trudchen, beide schon lange verwitwet, siebzig plus, unternehmungslustig und Dorothea, Ende sechzig, verheiratet, pragmatisch und immer in Aktion. Sie kennen sich seit Jahrzehnten, haben gemeinsam Höhen und Tiefen durchlebt, sind lebenserfahren, altersweise und manchmal albern wie Teenager.
Helene ist eine Großstadtpflanze, Trudchen lebte bis kurz vor Kriegsende in Mecklenburg und Dorothea ist in ihrem Herzen ein echtes Landei. Alle Drei haben eine große Affinität zur Natur, zu Kräutern, zum Schrebergarten, Eingewecktem und überhaupt Selbstgemachtem.    Weiterlesen:


„Eene janze Meile maritimet Gedöns“ –

wer könnte das wohl geschrieben haben? Na klar! Rita, die es auch auf dieser Website gibt. Was es mit dem maritimen Gedöns auf sich hat, findet man bei Vegesack Maritim, einem Magazin voller digitaler und maritimer Heimatkunde.


Tischgespräche:
Döner und Köfte statt Osterbrunch mit Rührei
Haste deine Uhr verloren? Wir warten uns schon nen Wolf….
Hat eben im Reisebüro länger gedauert!
Reisebüro – was haste denn da gemacht?
Was macht man im Reisebüro wohl? Urlaub buchen natürlich!
Wie altmodisch ist das denn? Urlaub buche ich per Internet! Da kann ich Preise vergleichen….
Erzähl mal, wo fährste denn hin?
Wir fliegen über Ostern inne Türkei, ans Wasser, inne Sonne in een Luxushotel – übrigens ganz preiswert!
Keen Wunder, bei den türkischen Verhältnissen mit dem Erdogan, die sind doch happy, wenn überhaupt noch doofe Touris kommen!
Nehmen die denn überhaupt welche aus „Nazideutschland“?     Weiterlesen:


Drei Mimosen gegen zwei rote Nelken
Es ist mal wieder soweit: Am 8. März ist Internationaler Frauentag! Dann machen rote Nelken die Runde. Rote Nelken für Oma, Mama, die Genossin, Chefin, Kollegin, die Freundin, die Frau generell. An diesem Tag liegt der Fokus des weltweiten Ehrentages auf dem schönen Geschlecht, der eine Hommage an die Frau in der Gesellschaft sein soll.
In sozialistischen Ländern – wie früher auch in der DDR – hat dieser Tag eine ganz besondere Bedeutung. Die Würdigung der Frauenwelt am 8. März fand in Deutschland nur „hinter“ der Mauer statt. Im Westen zelebrierte man diesen femininen Ehrentag so gut wie gar nicht.     Weiterlesen:


„…es ist nicht leicht, ein Clown zu sein…!“
Die Älteren erinnern sich noch an Mary & Gordy. Diese beiden Herren waren in den Achtzigern das wohl berühmteste Travestie-Duo in unserem Land. Sie parodierten alle großen Schlagerstars der damaligen Zeit, wie zum Beispiel Nana Mouskouri, Mireille Matthieu, Vicky Leandros und viele andere. Am Ende einer Show legten sie ihre Perücken und glamourösen Kleider ab, ebenso die falschen Wimpern, Lippenstift und andere Schminke. Irgendwann standen sie ohne alles, nur in Unterwäsche, auf der Bühne und sangen ihren wohl bekanntesten Hit „…es ist nicht leicht, ein Clown zu sein…!“ Dann fiel der Vorhang…
Die Zeit dieser beiden phantastischen Revue-Clowns ist lange vorbei.
Trotzdem kein Grund, Trübsal zu blasen, denn uns begegnen mit Regelmäßigkeit immer wieder neue Spaßmacher, über die wir manchmal lachen oder auch nur weinen. Leider stehen die selten auf einer Theaterbühne. Meistens ist ihre gewohnte Bühne der Polit-Zirkus, die Öffentlichkeit oder das ganz große Management und etliche dieser Akteure spielen so lange ihr Spiel, bis einer kommt, der ihnen die Maske vom Gesicht reißt.    Weiterlesen:


In einer kleinen Konditorei, da saßen die Drei bei Kaffee und Tee
Drei Damen mittleren Alters sitzen – wie jeden Donnerstag – in der Konditorei. Gut frisiert und geschminkt, ein bisschen zu viel aufgetakelt für den Nachmittag, aber genau richtig, um aufzufallen und gesehen zu werden.
Also wir kaufen Brötchen und Brot meistens beim Discounter!
Meinst du Lidl, Aldi oder etwa Penny?
Na klar, da ist es immer frisch, knusprig und außerdem preiswert!
Gehst du gar nicht mehr zum richtigen Bäcker?
Nöö, nur sehr selten – eigentlich überhaupt nicht mehr. Manchmal backen wir auch selbst….ist auch ganz einfach und macht kaum Arbeit, eher Spaß. Da weiß man, was drin ist. Das weißt du bei gekauftem Brot nicht und bei Brötchen schon gar nicht!
Hast du so einen Backautomaten?
Nee! Ums Rühren kümmert sich meine Küchenmaschine und ums Backen eben der Ofen.
Und was nimmst du für Mehl und welche anderen Zutaten?
Ganz unterschiedlich – je nach Gusto….!
Seid ihr jetzt bald mal fertig mit den Hausfrauengesprächen? Vielleicht können wir mal über Wichtiges reden!
Wichtig? Was meinst du denn?
Evi, bei dir gibt’s was Wichtiges zu berichten? Na dann erzähl mal….bin ganz Ohr!
Also: Unser Nachbar, ihr wisst schon, der von nebenan rechts, der hat seine Frau verlassen!    Weiterlesen:


Schaun mer mal, dann sehn mer scho!
Am Aschermittwoch ist alles vorbei, heißt es bei den Narren – sie läuten eine Pause bis zum 11.11. ein. Für viele Christen beginnt die Fastenzeit – für Gesundheitsbewusste regiert Küchenmeister Schmalhans. Karneval – carne vale – lässt sich also frei Schnauze mit Fleisch ade übersetzen.
Der Aschermittwoch ist aber auch traditionell in Bayern der Tag, an dem sich Spitzenpolitiker aller großen Parteien im Freistaat ein verbales Gockelgebalze bei Bier und Brezen bieten. Einer zieht über den anderen her, sie rechnen mit ihren Gegnern ab, sie schimpfen viel und loben wenig, neue Kandidaten rücken sich in Position, altbekannte bringen sich in Erinnerung, brüsten sich ob ihrer Fähigkeiten. In diesem Jahr ist es der Startschuss fürs Wahljahr 2017. Ein Schaulaufen, das am 23. September im großen Finale fürs Kanzleramt endet!     Weiterlesen:


Tischgespräche:
Viel Senf und wenig Würstchen
Es ist der 17. Juni. Ulrikes Geburtstag. Wir sind eingeladen – wie jedes Jahr. Mir graust vor der Small-Talk-Runde, dem Kartoffelsalat, der nach nichts schmeckt, den zu wenigen Würstchen für zu viele Gäste, dem Restetrinken aus angefangenen Wein-, Schnaps und Likörflaschen und den pappigen Chips!
Müssen wir wirklich hingehen?
Warum denn nicht?
Das ist doch wieder so ätzend wie in allen Jahren zuvor!
Stimmt. Kommen ja auch die gleichen Leute, wie in jedem Jahr! Is nun mal wie der 90. Geburtstag – bloß ist heute nicht Silvester, sondern Ulis Geburtstag!
Wollen wir nicht mal schwänzen? Wir rufen an und melden uns krank!
Trotzdem reichen die Bockwürste nicht für alle!
Und nen vernünftiges Geschenk hab ich auch nicht für Ulrike…
Was ist schon vernünftig? Für Uli gibt’s nix Vernünftiges! Wir schenken ihr nen Blumenpott wie immer – irgendwas Billiges aus dem Supermarkt, die hat doch einen grünen Daumen!    Weiterlesen:


Tischgespräche:
… in der Konditorei „Aber bitte mit Sahne“!

Sag mal Elfie, kennst du den Spruch: Wenn der Prahler nix hat, hat der Stöhner schon gar nix? Hat mein Opa früher immer gesagt und ick meine, der passt auch heute noch wie der Popo auf den Eimer!
Nee Helga, den kenn ick nicht – aber da is watt dran! Heißt ja eigentlich nur….
Genau das heißt es und das trifft auf ganz viele Menschen zu. Sieh dich doch mal um: überall Angeber und Großmäuler, viel Tamtam und nüscht dahinter. Prahler sind mir suspekt und die, die am lautesten stöhnen, haben’s meistens faustdick hinter den Ohren. Ach Elfie, wir leben schon in einer kuriosen Zeit….
Kurios? Meinst du, dass das der richtige Ausdruck dafür ist? Herr Duden erklärt das Wort doch mit seltsam, sonderbar, merkwürdig! Was soll also an unserer Zeit seltsam, sonderbar oder merkwürdig sein?
Helga, du bist mal wieder schwer von Capé!     Weiterlesen:


Ganz großes Kino …
Jede Medaille hat zwei Seiten – mindestens! So war es auch in der DDR, denn da war schließlich auch nicht alles schlecht – sagen zumindest einige…! So ist auch nicht alles schlecht, was sich auf der anderen Seite des großen Teiches abspielt! Derzeit dreht sich in USA so ziemlich alles um Donald Trump – ohne den geht nichts und auch durch unsere Medien „trumpelt“ er unaufhaltsam!
Aber nicht nur Trump „trumpelt“ da drüben rum – da ist noch ein interessanter Typ auf der Bildfläche des nördlichen Kontinents aufgetaucht. Der ist jung, smart, charmant und sehr gut aussehend.    Weiterlesen:


Tischgespräche:
Werder und der Butterkuchen

Es ist Punkt 15:30 Uhr – tägliche Kaffeezeit bei Gerda und Heinz. Gerda hat Butterkuchen gebacken – sonnabends backt sie immer – und Heinz trägt gerade den Kaffee rein.
Du Heinz, in eenen Zirkus würd ich auch gern mal wieder geh’n!
Wie kommste denn da drauf Gerda?
Na der Trainer von Werder hat gesagt, dass man da Perfektion sehen kann!
Haste dich da nich geirrt? Gerade der Trainer von Werder! Die ham doch in dem Verein mit vielem zu tun – aber doch nich mit Perfektion! Nee Gerda, da musste dich verhört ham!
Also Heinz, wenn ich’s dir doch sage! Hab ick doch vorhin in den Nachrichten gehört, beim Kartoffelschälen, im Radio!
Watt soll der gesagt ham?
„Unsere Spieler sind ooch nur Menschen und wer Perfektion sehen will, soll in den chinesischen Staatszirkus gehen!“ Genauso hat der’s gesagt….
Kann ich gar nicht glauben, Gerda! So was darf dett Männeken doch schlimmstenfalls bloß denken, aber doch nich im Radio rausposaunen – watt is denn in den gefahren?
Du sag mal, sind die Artisten im chinesischen Staatszirkus eigentlich keine Menschen?    Weiterlesen:


Tischgespräche:
Noch‘n Toast, noch’n Ei, etwas Joghurt oder Brei…

Setzt euch doch schon mal – ich hol den Kaffee und die Brötchen – der Rest steht schon auf dem Tisch. Will jemand Marmelade oder Pflaumenmus? Oder Saft vielleicht? Ach Leute, auf dieses gemütliche Frühstück hab ich mich schon richtig gefreut…!
Nun setz dich zu uns, wenn du hin- und herrennst, ist es ungemütlich!
Und mach mal gleich das Radio aus, die Musik stört.
Fenster ist auch noch auf – zieht wie Hechtsuppe.
Bringst du mal ein Kissen mit – die Rückenlehne ist ganz schön hart, tut meiner Bandscheibe nicht gut.
Hast du zufällig ein paar Hausschuhe oder Socken für mich? Hab so kalte Füße…
Sag mal, kannst du nen Tee kochen? Ein grüner wäre am besten, ist magenfreundlich!
Sind das spanische Tomaten?
Nee, das sieht man doch. So wässrig sind bloß Holländer!
Ist das Kaffeesahne oder richtige Milch?
Uiih, das sind aber viele Brötchen – und so viele Sorten!
Hast du zufällig auch Toast oder Schwarzbrot? Vertrag ich besser, als die hellen Brötchen.
Manni und ich backen das Brot immer selber, da wissen wir, was drin ist!
Ihr habt ja auch jede Menge Zeit für so einen Firlefanz! Wir kaufen es bei Lidl – gut und preiswert, immer knackig frisch, geht weg wie warme Semmeln – im wahrsten Sinne!
Bei Lidl kauft ihr Backwaren?    Weiterlesen:


Tischgespräche:
Bank-Gespräche

 Die ersten Sonnenstrahlen. Ich sitze mit geschlossenen Augen auf einer Bank am Wasser und lasse mich von der Sonne streicheln. Zwei Damen älteren Semesters genießen ebenfalls das schöne Wetter:
Bald müssen wir Rote Rosen wieder ganz früh morgens im Fernsehen ansehen. Dann sind wir mittags unterwegs!
Hast Recht, Friedel – zum Glück gibt’s Wiederholungen.
Stimmt, wirklich verpassen tut man heute nix mehr. Meine Enkelin hat mir gezeigt, wie ich Rote Rosen und so im Computer finde. Kann mir nachts was ankucken, wenn ich sowieso nicht schlafen kann.
Ach, seit wann haste denn den Tick?
Wie jetzt Tick? Ich schlafe eben schlecht. Besonders bei Vollmond. Haste übrigens was von Helga gehört?
Seit Nikolaustag bin ich ihr auf den Fersen und endlich, heute früh, hat sie angerufen! Nächsten Montag um elf Uhr kommt sie zum Putzen. Erst zu mir, dann zu Dir – wird aber auch Zeit!
Montag um elf – hört sich an, wie Dienstag nach’m Krieg! Hauptmann von Köpenick – Heinz Rühmann – schöner alter Film, den könnten sie mal wiederholen, hätt ich Lust drauf!    Weiterlesen:


Tischgespräche:
Reizvoll haarige Zeiten

Die Drei haben die Nase voll vom Skatspielen, packen die Karten beiseite, zählen ihre Punkte, verkünden den Sieger und der bestellt ne Runde Bier.
Wo warst du denn am Freitag – wir haben gewartet? Uns fehlte der dritte Mann!
Na im Ortsverein bei den Sozis. Hab ich doch neulich angekündigt. Da hat sich der Neue vorgestellt.
Und wie isser so?
Keene Ahnung, kann ich noch nich so sagen – aber uff alle Fälle hat er die gleiche Frisur wie Donald Trump.
Ach du dickes Ei, wenn dat mal gut geht! Der Trump entpuppt sich als richtig schlimmer Finger. Freunde macht der sich nicht gerade – weder zuhause noch anderswo!
Und eigentlich macht er doch bloß das, was er im Wahlkampf angekündigt hat…
Nu lasst ihn mal, der muss sich erst mal een bisschen einfummeln! Die ersten hundert Tage sind zum Üben da und dann sehen wir weiter!    Weiterlesen:


Tischgespräche:
Tapas oder Paella

Du sag mal, wollen wir Nachbars mal wieder einladen?
Hmm, meinetwegen.
Na sehr begeistert klingt das nicht gerade! Wir können es auch lassen, wenn du nicht willst. Ich dachte bloß, dass wir dann mal wieder über den ganzen Quark hier reden können….
Was fürn Quark denn?
Na zum Bespiel mit der ganzen Parksituation, der Nebenkostenabrechnung und überhaupt, das ganze Zeug, was die neuen Mieter betrifft. Regst dich doch selbst drüber auf, dass hier Leute ein- und ausgehen, die kein Schwanz kennt!
Stimmt, is so!
Siehste, dann kann man doch mal mit den Anderen drüber reden – oder nicht?
Meinste die wissen mehr?
Weiß ich doch nicht – vielleicht, vielleicht auch nicht! Dazu muss man miteinander reden, sonst werden wir es nie erfahren….!
Mit Kuchen und Sahne?    Weiterlesen:


Ohne Schulz kein Impuls…?
Der geht ab wie ein Zäpfchen! Überall ist er. Ohne ihn geht keine Talkshow. Alle Medien fahren auf ihn ab. Am Stammtisch ist er die Nummer eins. Super-Martin ist überall. Er ist das Salz in der SPD-Suppe.
Eine Lebensmittelkette warb früher mal mit dem Slogan: Keine Feier ohne Meier! So ist das derzeit mit Martin Schulz, ohne ihn geht nichts! Ohne Schulz kein Impuls! Mitgliederschwund gibt’s nicht mehr – Zuwachs heißt das Zauberwort. Ist Schulz der deutsche Trump – von null auf hundert an die Spitze? Wie sieht sein Programm aus? Kann er Kanzler? Was ist mit seinem Privatleben? Verheiratet, zwei Kinder – und sonst? Ob diese Euphorie bis September anhält?    Weiterlesen:


Windmühlen, Tulpen, Käse und Fußball
Wenn es Frühling wird, dann schenk ich dir Tulpen aus Amsterdam… dieser musikalische Evergreen im Walzertakt aus dem Jahr 1956, komponiert von einem Deutschen, ist mit Holland verbunden, wie kein anderer. Kaum einer spielt dieses Lied so wundervoll auf der Geige wie André Rieu, der holländische „Stehgeiger“, der mit seinem Johann-Strauß-Orchester von Maastricht aus die Welt erobert hat. Der Walzerkönig ist in Maastricht, Hauptstadt der holländischen Provinz Limburg, geboren und einmal im Jahr dürfen seine Fans den berühmten Sohn der Stadt in einem Open-Air-Konzert erleben. Eine Stadt im Dreivierteltakt, außer Rand und Band, es wird gesungen, getanzt und gefeiert.
Die Holländer sind ben ein ganz besonderes Völkchen …    Weiterlesen:


Martin Schulz – das Multitalent
Eigentlich ist der Januar ein ruhiger Monat. Wir feilen an den guten Vorsätzen und überlegen, ob wir nicht doch den Mund zu voll genommen haben und lassen uns eine Pizza schmecken. Dieser Monat hat gefühlt doppelt so viele Tage wie andere Monate und finanziell stecken uns immer noch die kostspieligen Ausgaben von Weihnachten in den Knochen. Die Tage sind kurz, das Wetter so lala und gemütliche Abende auf der Couch mit Chips und Tee vorm Fernseher gut für den inneren Schweinehund.
Der Januar 2017 ist anders. Er ist nicht so ruhig, wie andere seiner Vorgänger. In Amerika trumpelt Old McDonald wie der Elefant durch den Porzellanladen und sein Getöse schwappt durchs Weltgeschehen und auch übern großen Teich.
Bei uns rumpelt‘s ebenfalls im Karton – also bei der alten Tante SPD zumindest. Dass Frank-Walter Steinmeier unser aller Präsident wird, ist schon eine ganze Weile bekannt. Seit ein paar Tagen aber auch, dass unser Vizekanzler Sigmar Gabriel nun bis zum Herbst den deutschen Reiseonkel geben wird. Die Chefin im Wirtschaftsressort ist ab sofort Brigitte Zypries, die Universalwaffe der SPD. Sie war schon Anfang der Zweitausender für die „Koordination“ des Hochwassers zuständig. Also warum nicht auch jetzt, wo der SPD das Wasser Oberlippe Unterkante steht!
Doch die absolute Lichtgestalt, der Retter, der Heilsbringer, der Messias für die deutsche Sozialdemokratie ist Martin Schulz.    Weiterlesen:


Dieser alte Spanner!
Wieder hat er seinen grellen Scheinwerfer genau auf unsere Schlafzimmerfenster gerichtet. Im Straßenverkehr wäre das verkehrswidrig, denn innerhalb von Ortschaften ist Fernlicht strikt verboten. Selbst wenn ich mich umdrehe blendet er mich. Auch dann, wenn ich die Augen schließe, nervt der himmlische Störenfried. Neben mir schnarcht mein Angetrauter, den weder Mond noch Sonne beim Schlafen stören – er kann einfach immer gut schlafen! Vollmond müsste verboten werden, oder nur am Ballermann stattfinden! Okay, Vollmond kann auch sehr romantisch sein. Um Beispiel dann, wenn Verliebte ihre Hormone mit Frühlingserwachen oder lauen Sommerabenden kombinieren. Aber jetzt im eiskalten Januar gehen auch Verliebte nachts nicht spazieren und Hormone liegen auf Eis!    Weiterlesen:


Guten Tag und herzlichen Glückwunsch, Herr Kaiser!
Wer kennt ihn nicht, den Mann von der Hamburg-Mannheimer-Versicherung aus der Fernsehwerbung! Kein Werbeblock in den siebziger und achtziger Jahren ohne ihn. Herr Kaiser beruhigte den Nachbarn im Schadensfall, setzte sich persönlich für die rasche und unkomplizierte Regulierung ein. Er beriet die alte Frau Müller, den sportlichen Herrn Jansen und die junge Familie Grünwald mit Haus, Hund und Kind rund ums Versicherungspaket. Ihn gibt’s schon lange nicht mehr – jedenfalls nicht in der Werbung. Vor einigen Jahren tauchte Günter Geiermann – so heißt Herr Kaiser im richtigen Leben – allerdings noch mal in den Medien auf. Kurioserweise hieß es damals, dass er ausgesprochen schlecht versichert ist und neue Kauleisten für ihn unerschwinglich sind.
Dann gibt’s noch Kaiser Franz, den genialen Fußballer Franz Beckenbauer – und den richtigen Kaiser …    Weiterlesen:


„Familie ist gut und schön…
aber auch ohne, kommt man über die Runden.“ So könnte das Fazit diverser Mitmenschen lauten, die weder Geschwister noch andere Mischpoke haben. Kinder, Onkel, Tanten, Nichten, Neffen und Kusinen können oftmals auch lästig sein, besonders dann, wenn der Familienklan umfangreich ist.
Sechs Geschwister zum Beispiel haben jede Menge Potenzial, um Vielfalt ins Kinderzimmer zu zaubern, aber auch, um im fortgeschrittenen Alter die Familienbande auf den Prüfstand zu stellen.    Weiterlesen:


Die tote Mulle
Sie ist Mitte vierzig oder jünger, möglicherweise älter. Ein bisschen pummelig ist sie, allerdings mit attraktiven Kurven und einer Haarfarbe zwischen Straßenköter blond und einem meliertem helleren Braun. Ihre Augen haben eine undefinierbare Mischmasch-Farbe, die Kleidung ist immer adrett und sauber, meistens bunt und mit einem Touch zum Billigen. Alle nennen sie Mulle. Aber Mulle heißt man doch nicht, es sei denn, man ist eine Katze! Wenn man sie nach ihrem Namen fragt, antwortet sie: sag einfach Mulle zu mir!
Mulle ist Stammgast in der Alt-Berliner Eckkneipe Zur Letzten Ecke in der Seegefelder Straße.    Weiterlesen:


Ein Kommen und Gehen im Präsidentenlager
Das EU-Parlament hat ihn schon, Amerika auch und wir wählen ihn in drei Wochen. Einen neuen Häuptling, einen Präsidenten – auf alle Fälle ein Aushängeschild mit allerhöchstem Anspruch!
Der deutsche Bundespräsident wird von der Bundesversammlung gewählt. 1.260 Wahlfrauen und –Männer sind zum Urnengang in den Reichstag nach Berlin geladen – staatstragend natürlich, wie es sich für Deutschland gehört. 630 Bundestagsabgeordnete geben ihre Stimme ab. Das restliche Stimmvolk sind Normalos und auserwählte Promis. Alle gemeinsam dürfen über die Nachfolge von Joachim Gauck abstimmen.
Wer sich die lange Liste der geladenen Urnengänger anschaut, dem drängt sich die Frage auf: Warum kandidiert er oder sie eigentlich nicht selbst fürs höchste Amt?    Weiterlesen:


Meine Frau kocht – ich bereite zu!
Ein ziemlich doofer Spruch, der nur dem Mund eines Machos entstammen kann, denke ich zunächst, aber dann kommt mir auch Anderes dazu in den Sinn. Mir fällt die Woche der Reihe das „Das perfekte Dinner“ein, in der fünf Männer an fünf Abenden sich als exzellente Köche beweisen durften. Diese fünf Jungs verstanden das System Küche und Kochen vom Produkt bis zum Anrichten im wahrsten Sinne des Wortes perfekt und gewiss hätte da so manch küchen-affine Lady kapituliert. Trotzdem ein Machospruch!    Weiterlesen:


Das Jahr ruckelt sich zurecht
Dieser Januar hat es ganz schön in sich und bisher kennen wir nur ein paar Ereignisse der ersten Hälfte….
Bereits der zweite Freitag des Jahres kommt mit einer schwarzen Dreizehn um die Ecke. Dieser Tag ist nix für abergläubische Angsthasen, Skeptiker und andere Schwarzmaler. Und wenn dann noch Nachbars schwarzer Kater auf die Idee kommt, von links über die Straße zu spazieren, auf der ohnehin schon eine glitschige Bananenschale liegt, haben alle Mystiker mal wieder Recht behalten. Wer’s sich leisten kann, verbringt also diesen Tag im Bett oder auf dem Sofa und plant einen ähnlichen Ablauf schon mal für den dreizehnten Oktober im Voraus – der fällt nämlich auch wieder auf einen Freitag.     Weiterlesen:


Butler, bring‘n Sie mal ne Buddel Bier!
Hätten Sie einen, würde er es tun – und noch jede Menge mehr. Er würde Ihnen den Tee servieren, den Kaffee einschenken, den Anzug aufbügeln, die Krawatte binden und die Koffer packen, wenn’s ans Verreisen geht. Er würde Sie bei der Auswahl von Champagner und Zigarren beraten, für die perfekt gedeckte Tafel wäre er zuständig und ihm würde es ein Leichtes sein, perfekte Haus- und Gartenpartys zu planen und zu organisieren. Niemals mehr würde Ihnen Ihr Hochzeitstag, ein wichtiger Geburts- oder sonstiger Feiertag durch die Lappen gehen, ein guter Hausgeist erinnert nicht nur, er arrangiert auch das Notwendige. Ein Butler entlastet Sie enorm – Ihr Konto allerdings auch.     Weiterlesen:


Familien-Bande
Die Uhren ticken wieder im Takt, der Backofen hat Ruhe, die Kochschürze hängt am Haken, das gute Geschirr inklusive Besteck und Gläser sind im Schrank und die Sippe ist wieder weg. Endlich! Endlich läuft’s wieder normal und das wurde auch Zeit. Noch einen Tag länger und ich weiß nicht… na, Sie wissen schon!
Familie ist was Tolles, allerdings noch viel toller, wenn man sie von hinten sieht und zu dieser Erkenntnis kam ich schon als Kind. Viele Blutsverwandte, Angeheiratete und Schwipp-und-Schwapp-Familienmitglieder können ganz schön nervig sein. Und unterschiedlich natürlich. Manche sind die geborenen Witzbolde, andere pflegen ihre Leichenbittermine und wieder andere sind den ganzen Tag lang am Schnattern, am Lästern, Lustigsein und am schlechte-Laune-verbreiten.     Weiterlesen:


Lief doch alles wie geschnitten Brot!
„Okay, dann will ich das mal versuchen, murmelte ich betroffen und leise durch die Zähne zischelnd. „Du bist ja echt nur noch negativ, zum Lachen gehst du in den Keller – wo ist bloß dein Humor geblieben?“ Das sagte neulich mein allerbester Freund zu mir und das traf mich mitten ins Eingeweckte. Er hat so richtig vom Leder gezogen: „…alles siehst du nur noch schwarz, an nichts und niemandem lässt du ein gutes Haar, deine Fröhlichkeit ist total unter die Räder gekommen, an allem nörgelst du rum…“ und so weiter und so weiter. Mit diesen und schlimmeren Aufzählungen hat er mir gehörig den Kopf gewaschen.“     Weiterlesen:


Von Möpsen und vom Schweinehund
Weihnachten, Silvester, Jahresanfang und jede Menge gute Vorsätze. Der Schweinehund räkelt sich auf dem Sofa mit der TV-Fernbedienung in der Hand. Der große Spiegel und die Personenwaage schlagen ständig Alarm – still und lautlos natürlich. Die beiden und mein innerer Schweinehund haben mich im Visier. Sie nerven um die Wette.
Die Waage bildet mit dem Spiegel eine Allianz – eine unheilige – aber einig sind sie sich beide. „Mensch, früher hatte ich es auch mal leichter mit dir“ jammert die Waage und der Spiegel stößt ins gleiche Horn: „Ich bin dein Spieglein an der Wand und sag‘ dir, es gibt Schlankere im Land!“ „Wer führt sich denn hier immer auf wie ein Zerrspiegel“ motze ich ohne Worte zurück.    Weiterlesen:


Terror! Berlin hat’s nicht einfach
Selbst die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche gibt’s im Doppelpack. Auf dem Breitscheidplatz steht das Berliner Wahrzeichen im Mittelpunkt – einmal als große monumental-graue und erhabene Steinruine, die wie ein mahnender Finger in den Himmel ragt und daneben der Neubau in rund, angestrahlt in königsblau und wesentlich freundlicher.
Diese evangelische Kirche hat viel erlebt und gesehen und könnte sie reden, hätte sie viel zu erzählen, von guten und schlechten Zeiten und nun sogar auch von Terror. Die Berliner sind geschockt und die Nation ebenso! Nun ist das passiert, womit im Stillen schon so ziemlich jeder gerechnet hat: ein Terroranschlag in Berlin!    Weiterlesen:


Terror in meene Heimatstadt
„Ey Rita, watt sagste denn dazu? Nu isset bei dir zuhause passiert! Irjendwer von deine Spezies betroffen? Kennste den Weihnachtsmarcht da anne Kirche?“
Also meene Kundschaft im Laden wees, dass ick Berlinerin bin – also eene West-Berlinerin – so viel Zeit muss sein! Na und nu fragen sie mich, watt ick dazu sage. Oma Pfeifer aus dem Laubenpieperverein is extra vorbeijekommen und hat mir een paar selbstjebackene Kekse jebracht, weil ihr dett so leid tut, watt da uffm Weihnachtsmarkt passiert is. Von meene Kollejin lebt der Junior in Charlottenburg und die hat natürlich Bammel jehabt, dass der Junge vielleicht blöderweise gerade da war. Geschlagene zwee Stunden hatte sie jebraucht, um ihn anne Strippe zu kriejen – Gott sei Dank ist der Bubi heil und jesund!     Weiterlesen:


Eine Weihnachtsgeschichte
oder Voll im Abseits
Keine Angst, ich erkläre jetzt keine Fußballregel und schon gar nicht die vom Abseits. Damit haben selbst Profis nach Meinung anderer Experten Schwierigkeiten und es sollen deshalb schon Ehen in die Brüche und Freundschaften zerbrochen sein.
Aber schnell kann man ins Abseits rutschen, und das nicht nur beim Kicken. Auf dem Pfad der Tugend kann man ausrutschen und schwupp ist man im Abseits. Auch andere Gründe können die Ursache sein. Wenn der Job futsch, die Liebste mit dem Nachbarn durchgebrannt, der beste Freund in die ewigen Jagdgründe gegangen ist, die Pappe für längere Zeit einkassiert wurde und das Auto beim Schrotthändler steht. Alles Ereignisse, die geeignet sind, sich ins Abseits katapultieren zu lassen.
Selbst Jesus hat diese Position kennengelernt, denn bereits seine Geburt fand im totalen Abseits statt.    Weiterlesen:


Plötzlich und unerwartet
Von wegen besinnliche Weihnachtszeit! Fast überall steppt in der Adventszeit der Bär. Diese Wochen sind ebenso hektisch, wie die Wochen vor Urlaubsbeginn im Sommer. Gefühlte tausend Dinge müssen erledigt werden, die keinen Aufschub dulden. Einkaufen, backen, kochen, Freunde und Bekannte treffen, Weihnachtsfeiern besuchen – eben dies und das vorbereiten. Gutes Zeitmanagement und Organisationstalent sind von Vorteil!
Aber muss das so sein?    Weiterlesen:


Einmal Wurscht immer Wurscht?
Von Ostfriesland bis zu den Alpen und von Thüringen bis zum Westerwald haben ungefähr fünfzig Prozent aller Landsleute Appetit auf Kartoffelsalat mit Würstchen an Heiligabend. Der alte Brauch wird nicht gebrochen – sagen zumindest die Statistiker und die müssen es ja wissen! Unzählige Geschmacksrichtungen variieren regional bei Würstchen und Salaten.
So viele Schlachter, so viele Wurstsorten, so viele Köche und Hausfrauen, so viele Salatzubereitungen. Während der Weihnachtsbaumschmuck der Mode unterliegt, ändert sich an der Wurst-Salat-Traditions-Front einfach nichts und Familienrezepte werden sozusagen von Generation zu Generation vererbt.    Weiterlesen:


Das Schweigen der Schlemmers
Nach dem Essen sollst du rauchen oder tausend Schritte laufen – heißt es. Rauchen ist ungesund und mit einem Spaziergang nach dem Essen hapert‘s auch meistens. Schuld daran ist der innere Schweinehund, der ständig darum bemüht ist, uns seinen Willen aufzudrängen.
Feiertage und Wochenenden liebt er besonders – da schnappt er gerne zu. Und wenn die Feiertage auch noch auf ein Wochenende fallen, dann hat man keine Chance mehr, dann zwingt er uns förmlich zur Mittagsruhe. Wetten, dass es den meisten von uns so geht?
Bei den Schlemmers ist das ebenso.    Weiterlesen:


Domian – die Letzte
Nun ist es soweit: Freitagnacht fällt die letzte Klappe! Leider. Schade. Bedauerlicherweise. Endgültig, aus, finito, vorbei. Schluss ist mit der Nachttalkerei und Domian auf Eins Live und im WDR.
Viel zu oft heißt es „jeder ist ersetzbar“ und oft trifft es vermutlich auch zu. Im Falle von Domian aber nicht, denn der ist einmalig und unersetzbar. Die WDR-Nachteule setzt die Kopfhörer ab, den Telefonhörer beiseite, schließt die Studiotür und geht in einen neuen Lebensabschnitt, der nun, ein paar Tage vor seinem 59. Geburtstag, beginnt.
Er führte ein „Interview mit dem Tod“, er war „Der Gedankenleser“ und „Der Tag, an dem die Sonne verschwand“ machte betroffen und nachdenklich, aber auch Gänsehaut. Seine Bücher mit den vielen klugen Gedanken hätten ihn sicherlich berühmt gemacht, wenn er es nicht schon längst gewesen wäre. Bekannt, berühmt und angesehen ist er seit langem. Er ist eine kulturelle Institution.    Weiterlesen:


Mach mal was mit Fisch!
Nee, nicht schon wieder Matjes, der war neulich erst dran. Nun lassen wir ihn mal bis zum Juni ungestört durchs Wasser planschen – und dann kann der jungfräuliche Silberfisch seine Saison eröffnen. Vielleicht mal Lachs? Farbenfroh, schmackhaft und sehr dekorativ ist er und aus der Küche und vom Teller nicht wegzudenken. Der geht auch roh, leicht mariniert oder als Sushi – mit dem ist alles möglich.
„Mach mal was mit Fisch“ … sagte mein Mann, zog Handschuhe und Schal an und verschwand.
Mit Fisch? Ich setzte mich an meinen Laptop und überlegte, was man so über Fisch schreiben könnte. Über die Fluss-, Seen- und Meeresbewohner wurde schon jede Menge geschrieben, sodass für mich eigentlich nichts mehr übrig ist.    Weiterlesen:


Spökenkram oder was?
Es gibt Erlebnisse, die kann man nicht bei Jochen Schweizer oder anderen Event- und Erlebnisveranstaltern buchen. Das sind Erlebnisse, die sind Zufall – sie fallen dir eben zu. Du hast sie dir niemals gewünscht – weder zum Geburtstag noch zu Weihnachten und über sie nachgedacht hast du schon gar nicht – jedenfalls nicht laut. Trotzdem, es gibt sie – diese Erlebnisse, auf die wir keinen Einfluss haben und die uns total irreal erscheinen. Nahtoderlebnisse nennt man das, was ich meine.   Weiterlesen:


Guten Tag Herr Doktor,
erinnern Sie sich noch an mich? Ich bin Ihr OP-Zwischenfall vom 10. Dezember 2014.
Ja, mich gibt es noch und ich stehe und laufe wieder auf eigenen Füßen. Es war ein weiter, beschwerlicher und auch ein aufwändiger Weg bis hierhin, aber ich bin ihn erfolgreich gegangen. Das klappte nur, dank der aufopfernden Hilfe meines Mannes und meiner überaus kompetenten medizinischen Begleiter. Die Begleiter waren eine Physiotherapeutin und ein niedergelassener Chirurg. Doch nach einem Crash – wie ich ihn leider erleben musste – bleibt immer was zurück. Aber das werden Sie als Mediziner viel besser wissen.    Weiterlesen:


„Früher war ich unentschlossen, heute bin ich mir da überhaupt nicht mehr so sicher!“
„Wenn man sich lang genug was wünscht, dann geht das auch in Erfüllung“ pflegte meine Oma immer zu sagen. Damit meinte sie Ereignisse, die einen außergewöhnlichen Touch hatten und nicht alltäglich waren. Eine zweite Aussage von Oma Else war: „Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!“ Trifft auch voll den Kern – egal worum es geht! Aber sie sagte auch immer: „Nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird!“
Großmutter Else ist schon lange tot, ihre Weisheiten hingegen lebendiger denn je. Und sie eignen sich vorzüglich zur Anwendung, denn irgendwas ist ja immer los, das sich lohnt, zu kommentieren. Wie zum Beispiel aktuell die Wahlen in den USA. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten hat sich mal wieder bewahrheitet, dass jeder alles werden kann.    Weiterlesen:


Auf gute Nachbarschaft!
Da haben Sie gefühlte hundert Jahre gespart, um sich ein funkelnagelneues Reihenhaus als Altersruhesitz leisten zu können. Große Terrasse, kleiner Garten, Garage plus Carport und – was für Sie total wichtig ist: keine Außenwohnung! Mittelwohnungen sind nun mal wärmer und halten die Heizkosten niedrig!
Viele Dinge haben Sie bei der Auswahl bedacht: Infrastruktur stimmt, Supermarkt im Tante-Emma-Stil fußläufig erreichbar, Naherholungswert ist unschlagbar und sozusagen hinterm Haus, großer Park, idyllischer See, Fußball- und Bolzplatz in angemessener Entfernung, wichtig wegen Glasbruch und Lärm. Was will man also mehr! Allerdings gibt’s eine Unbekannte im Plan: Das Ding mit den Nachbarn – die Nachbarn rechts und links und überhaupt. Wenn es dumm läuft, lernen Sie die aber erst nach Ihrem Einzug kennen.    Weiterlesen:


Poesie und ein bisschen Drumrum
Onkel Emil und Tante Hanna haben es mir zum zehnten Geburtstag geschenkt und ich war stolz wie Bolle. Endlich hatte ich auch so ein Buch! Die älteren Mädchen in meiner Schule hatten alle eines und immer dabei. In den Pausen auf dem Schulhof, beim Sport in der Turnhalle und sogar am Badestrand durfte es nicht fehlen. Mein neues Buch hatte einen ziemlich stabilen rosaroten Einband, einen hörbar klickenden Verschluss und ganz viele – noch leere – weiße Seiten. Mein erstes – und einziges – Poesiealbum! Ich hütete es wie meinen Augapfel und manchmal nahm ich es mit ins Bett und legte es unters Kopfkissen.    Weiterlesen:


Die bucklige Verwandtschaft
Jeder hat sie, jeder kennt sie. Aus ulkigen, ernsthaften und traurigen Filmen, aus Erzählungen anderer, aus Romanen und natürlich aus eigener Erfahrung. Es sind die lieben Verwandten. Bereits im Kinderwagen schieben sie uns ins Leben, sie schaukeln uns in süße Träume und wechseln uns die nicht mehr frischen Pampers. Verwandtschaft nennt man sie, die Großeltern, Onkel, Tanten, Nichten, Neffen und natürlich die Eltern und Geschwister. Keinen haben wir uns ausgesucht. Das ist Familie, in die werden wir hineingeboren. Manche sind super und astrein, mit denen kann man Pferde stehlen und mit denen ist man ein Kiek und ein Ei. Andere sehen wir lieber gehen als kommen und am liebsten überhaupt nicht. Aber wir bleiben mit ihnen verwandt, blutsverwandt sogar, und zwar bis zum bitteren Ende, bis der Sensenmann die Verbindung für immer trennt. Manchmal ist allerdings auch dann noch die Familienzugehörigkeit auf dem Grabstein erkennbar.    Weiterlesen:


Der amerikanische (Alb-)Traum
Auf diesem großen Kontinent ist für jeden alles drin. Vom Tellerwäscher zum Millionär – so kann’s laufen. Dieser Traum ist schon für so manch einen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten in Erfüllung gegangen. Bill Gates, Michael Jackson, Elvis Presley, Johnny Cash, Muhammed Ali sind nur einige, die in unserer Epoche Glück hatten. Vor ihnen gab es viele und nach ihnen werden neue kommen, die ihren Traum verwirklichen oder scheitern werden.
In diesen Tagen geht einer, der es auch geschafft hat. In Hawaii geboren, schwarze Hautfarbe, demokratischer Politiker, erster afroamerikanischer Präsident und Friedensnobelpreisträger.    Weiterlesen:


Wat den Eenen sin Uhl, is den Annern sin Nachtigall
Draußen ist es grau-bunt. Der Himmel ist eintönig grau und die Blätter an den Bäumen sind bunt – gelb, grün, rot, orange, braun in allen nur erdenklichen Nuancen und Schattierungen. Ab und zu schummeln sich mal ein paar Sonnenstrahlen durchs Himmelsgrau und strahlen die Farbenpracht der Bäume und Blätter so intensiv an, dass alle bereits vorhandenen Farbspiele noch leuchtender und intensiver sind.
Indian Summer nennen die Indianer dieses herbstliche Naturschauspiel. Wir sagen einfach nur Herbst zu diesem wundervollen Ereignis. H-, E-, R-, B-, S– und T-Punkt! Das ist jedenfalls kein Wort, das die Einzigartigkeit bunter Herbsttage widerspiegelt. Andere Menschen in anderen Ländern haben eben andere Rituale und Begriffe, die nicht der deutschen Kultur und unserer Mentalität entsprechen.   Weiterlesen:


Rita gibt mal wieder ihren Senf dazu…
Also wenn ick sowatt sehe oder höre, denn kriege ick so eenen total dicken Hals! Unsere Azubine is ja nu erst seit September hier inne Ausbildung und seither war sie schon den eenen oder anderen Tag „unpässlich“ wie Frolleinchen sich ausdrückt. Und jetzt isse ooch noch krankjeschrieben – gleich für zehn Tage! Keene Ahnung, watt se hat, vermutlich sitzt ihr een Furz verquer. Möchlicherweise is se ooch ausgepowert vom täglichen Stress bei Lidl – hier muss se nämlich mit anpacken, wie alle bei uns! Sorry, aber is doch wahr, die jungen Dinger ham heutzutage ne andere Auffassung von Pflicht als ick dett jelernt habe!     Weiterlesen:


Merkels Nervensäge traut sich was
Alle kennen ihn, alle mögen ihn – die einen mehr, die anderen weniger. Viele bewundern ihn auch, denn er ist der Mann, der sich traut! Er traut sich, Angela Merkel Widerworte zu geben, nicht immer aber oft. Er gehört zu den beliebtesten Politikern unter der schwarz-rot-goldenen Flagge. Niemals war er Ministerpräsident oder Minister. Er mischt sich ein und unters Volk. In den Medien ist er gerne präsent und beliebt. Er traut sich, Wahrheiten auszusprechen, Missstände anzusprechen und vor allem: er traut sich, die Wahrheit zu sagen, die vielen seiner politischen Amtsbrüdern und -schwestern schwerfällt. Seine Homepage heißt www.wobo.de – nicht mehr und nicht weniger.    Weiterlesen:


Polierte Birnen sind in Mode
Was haben Meister Propper und Andre Agassi gemeinsam? Richtig, beide tragen oben ohne! Oben ohne ist sexy und polierte Birnen sind im Kommen – allerdings sollte dann auch die Kopfform glatzentauglich sein. Glatzen müssen frei von Pickeln, Mitessern, Narben oder nachsprießenden Härchen sein, also obenrum außerordentlich ästhetisch. Tägliche Pflege mit Creme oder Politur und weichem Lappen ist ein unbedingtes Muss. Das geht dem Geübten flott und alleine von der Hand, während warme Kompressen und Kopfmassage beim orientalischen Frisör an der Ecke zum Wellnessprogramm gehören. Im Sommer sollte man(n) den Sonnenschutz mit dem Lichtschutzfaktor dreißig plus zur Hand haben und im Winter ist was Wärmendes aus Fell inklusive Ohrenklappe on the top hilfreich.    Weiterlesen:


Neues von Rita:   Weinprobe beim Discounter
Dass ick meene Arbeit bei Lidl liebe, weeß eijentlich jeder und dass mich so schnell nüscht aus der Ruhe bringt ooch. Aber manchmal jehen die Pferde denn doch mit mir durch. Zum Beispiel jestern.
Da steht eene flotte Lady mittleren Alters, mit Schmuck behangen wie een Christbaum am heilijen Abend, knallrote Fingernägel, rosa Seidentuch um den Hals, rote Ballerinas anne Füße inne Obstabteilung bei den Weintrauben. Momentan ham wa so etliche Sorten im Anjebot – is ja ooch die optimale Saison für die kleenen Früchte. Gnädije Frau greift mit spitzen Fingern erst zur kernlosen dicken Sorte, pflückt welche ab, steckt sie in den rotgeschminkten Mund und kaut genüsslich. Dann greift sie zur nächsten Sorte, die klein und gelblich sind, dann zu den roten dicken und danach zu den kleenen Sultaninen. Die Dame gestaltet ihre ausgiebige Weinprobe mit der Ruhe eenes Mottenscheißers!    Weiterlesen:


Leben für ein Maximum an Perfektion
Weiter, höher, schneller, sauberer, jünger, schöner, größer, teurer. Wir leben im Zeitalter der Superlative – und alle machen mit! Es gibt kaum noch irgendwelche Lebensbereiche, die das nicht betrifft.
Die Sportler der Antike kämpften mit Pfeil und Bogen, und ganz ohne Wundertrank, nicht wie bei Asterix und Obelix. Zur einmonatigen Vorbereitungszeit auf die Spiele gehörte das Trainingslager inklusive Massagen und Vollpension mit Gerstenbrot, Weizenbrei und getrockneten Früchten. Überragende Athleten wurden gefeiert und der Rest der Kämpfer – nun ja, nichts Genaues weiß man nicht, aber hungrige Löwen mussten auch gefüttert werden!
Im Sport heutiger Tage ist Doping zwar verboten …    Weiterlesen:


 

Tante Hanna aus Havanna
Mit dieser Tante kann ich nicht aufwarten, aber dafür mit Tante Hilde die Wilde aus Neuruppin! Diese Tante ist mir gut in Erinnerung geblieben, denn sie rockte unsere Familie in den fünfziger Jahren kräftig.
Ihre Körperlänge betrug zirka einen Meter fünfzig, ihr Gewicht so etliches über zwei Zentner und ihr Lebensalter war undefinierbar. Die einen hielten sie für jünger als Ende dreißig und die anderen waren davon überzeugt, dass sie bereits die Fünfzig überschritten hatte. Sie war ein flotter Käfer. Geschminkt und mit falschen Wimpern – die man damals Fliegenbeine nannte – tiefroten Lippen und ebensolchen Fingernägeln gefiel sie der männlichen Sippe absolut top, während die weiblichen Pendants Hilde eher misstrauisch beäugten. Sie tanzte Bebop, Rock’n Roll, Twist und Hully Gully – und andere Hottentotten-Musik, wie die Familie meinte – genauso gut wie Walzer, Foxtrott und Tango.    Weiterlesen:


Alternativlos oder was?
Wer unserer Bundeskanzlerin aufmerksam zugehört hat weiß, dass manche Dinge im Leben alternativlos sind. Aber zum Glück nicht alle!
Wussten Sie zum Beispiel, dass es auch Alternativen zur herkömmlichen Toilettenbürste mit Borsten gibt? Na, dann stellen Sie mal Herrn Google diese Fragen und Sie werden Bauklötzer staunen, was der aus dem Ärmel zaubert. Unter anderem kann man dort lesen: „Es gibt Alternativen zu den bekannten herkömmlichen Toilettenbürsten, nämlich die borstenlose WC-Bürste. Dieses Produkt verfügt über Lamellen aus Kunststoff mit denen die Innenseite der Toilette geschruppt werden kann.“    Weiterlesen:


Ein Kunstwerk für die Ewigkeit
„Zu Risiken lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker…“
Diesen Slogan kennt jeder aus der Werbung. Aber scheinbar ist er in Vergessenheit geraten. Die Packungsbeilage sollte gelesen werden, bevor man mit der Medikamenteneinnahme loslegt. Wenn dennoch Fragen offen sind, beantwortet diese der Arzt oder Apotheker auch außerhalb der bekannten Öffnungszeiten, und zwar 24 Stunden ohne Pause im Internet.
Wie verhält es sich aber mit dem Stechen von Piercings oder Tattoos? Wer darf Stecher sein? Braucht man zum Stechen eine Ausbildung? Und die hygienisch und steril ist das? Was ist, wenn was schiefgeht und wer haftet wofür?    Weiterlesen:


Der doppelte Donald
Was war doch Amerika angenehm, als die nur einen Donald hatten! Nämlich Donald Duck aus Entenhausen. Über diese cholerische, zu Wutausbrüchen neigende Ente, die irgendwie immer vom Pech verfolgt ist, haben mittlerweile Generationen von Menschen auf der ganzen Welt gelacht. (…) Der andere Donald zählt erst siebzig Lenze, kommt aus New York, ist absolut kein Pechvogel sondern ein Self-made-Milliardär, der Spaß am Heiraten und Kinder in die Welt setzen hat und nun Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika werden will.    Weiterlesen:


Ab mit dem Frühling in die Erde!
Unsere Terrasse ist nicht riesengroß, aber wenn es darum geht, sie in Schuss zu halten, kommt sie mir wie ein stattliches Fußballfeld vor. Besonders im Herbst, wenn die Natur sich letztmalig im Jahr aufbäumt und Üppigkeit produziert, als möchte sie Frühling und Sommer übertrumpfen. Die überschüssige und aufgestaute Kraft wuchert aus allen Töpfen und der Erde, bevor die Kälte erbarmungslos zuschlägt und die Natur in den Winterschlaf schickt.
Wenn es im Frühjahr sprießen soll müssen Schneeglöckchen, Krokusse, Tulpen und ihre Zwiebel-Kompagnons nun dringend ins Freie, damit die noch warme Erde ihnen eine kuschelige Winterkinderstube zum Wohlfühlen bietet.    Weiterlesen:


Wer sich nicht wehrt, landet am Herd!
Dieser alte Postkartenspruch bringt seit Jahrzehnten ganze Scharen von Feministinnen auf den obersten Wedel der Palme. Mich hat der Spruch immer amüsiert und die Reaktionen der Alice Schwarzers der Welt noch wesentlich mehr.
Ich bin übrigens am Herd gelandet und das auch noch sehr gerne. Heute habe ich Zeit dafür, früher von viel zu wenig bis gar nicht. Spaß gemacht hat mir das Kochen und Zubereiten schon immer.    Weiterlesen:


Mon Chéri während der Sendepausen?
Pausen sind schön. Man kann sich ausruhen und neue Kraft schöpfen, Luft holen. Pausen sollen erholsam sein, neue Kreativität und Energie zutage fördern. Wenn man eine Pause richtig genutzt hat, hat man nachgedacht, im Oberstübchen frischen Wind reingelassen, eventuell sogar renoviert, Altes aufgeräumt, vielleicht rausgeworfen – möglicherweise von vorne nach hinten verfrachtet – je nach Wichtigkeit.
Früher hatten Fernsehsender auch nächtliche Sendepausen. Lang, lang ist’s her.    Weiterlesen:


Von Äpfeln, Birnen, Mücken und Koffern
So, das war’s dann wohl mit dem Sommer! Scheint so, als dürfte man getrost, die warmen Klamotten vom hinteren Teil des Schrankes nach vorne sortieren. Mützen, Handschuhe, Schals, Rollis und dicke Socken genießen nunmehr unsere Aufmerksamkeit und die sommerlich flatternden Fähnchen verschwinden in der Versenkung.
Mit Bettwäsche ist das ähnlich, denn was im Sommer gut gegen Wärme ist, lässt uns im Winter frösteln. Biber, Flanell & Co. sind besonders für die Frischluftfanatiker die idealen Begleiter für die Nächte von Oktober bis März.
Es ist Herbst. Draußen fallen die bunten Blätter von den Bäumen, Sonnenschein wird zur Mangelware und die Tage werden kürzer.    Weiterlesen:


Frag nicht nach Sonnenschein!
Diese Aussage trifft auf so ziemlich alle Ereignisse, Erlebnisse und tägliches Einerlei zu und keineswegs beschränkt sie sich aufs Wetter.
Wenn du deinen Kumpel Paule triffst und fragst ihn: Na Paule, wie geht’s Dir? und er antwortet: Frag nicht nach Sonnenschein! dann weißt du sofort, irgendwas läuft bei ihm nicht rund. Vielleicht hat er Zoff mit seiner Frau, Stress im Job, eine teure Autoreparatur steht an oder es plagt ihn ein Zipperlein.
Am Stammtisch redest du mit den Leuten über die kürzlich erfolgten Wahlen in der Hauptstadt und die dort zu erwartende künftige Koalition, dann schlägt dir vermutlich ein bedenkliches Frag nicht nach Sonnenschein! entgegen. Und wenn das Gespräch gen AfD läuft, dann legt der eine oder andere Stammtischbruder seine Stirn in Falten und wiederholt die Feststellung: Frag nicht nach Sonnenschein!     Weiterlesen:


Mit den Eintagsfliegen auf du und du
Was machen Sie eigentlich, wenn mehrere Ameisenkompanien beschlossen haben, Ihre Terrasse zu okkupieren, oder die Eintagsfliegen sich so fröhlich in der Küche vermehren als gäbe es kein Morgen mehr und die Silberfische sich in Ihrem Bad pudelwohl fühlen?
Zunächst sollten Sie sich mal von dem Gedanken befreien, dass Sie in Ihrer Wohnung alleine wohnen. Sie wohnen in Ihren vier Wänden nicht alleine, die meisten mit Partner, Kindern, Bello, Mietze oder wem auch immer. Aber dieses lebende Inventar ist nicht gemeint.
Sie haben jede Menge Mitbewohner, die sich gut versteckt halten, lichtscheu sind und nur nachts auf der Bildfläche erscheinen. Glauben Sie mir, es sind nicht wenige, die weder Miete zahlen noch andere Aufgaben in Ihrer Wohngemeinschaft übernehmen und die sich einen feuchten Kehricht drum scheren, ob Untermieter erlaubt oder verboten sind.    Weiterlesen:


Zum 3. Oktober: Und hinten sind wir noch lange nicht angekommen!
„Im Westen rotzig und trotzig – im Osten höflich und herzlich.“ So soll es Udo Jürgens vor vielen Jahren mal gesagt haben. Damit meinte er die deutsch-deutschen zwischenmenschlichen Entwicklungen nach dem Fall der innerdeutschen Grenze und der Wiedervereinigung. Der musste es wissen, der Mann ist viel rumgekommen und hat auch Deutsche hüben und drüben kennengelernt. Zwar überwiegend im Konzertsaal aber immerhin als Hauptperson. Auf ihn freuten sich seine Fans und für ihn haben sie einen ganzen Batzen Ost-Mark oder D-Mark ans Bein gebunden.
Udo Jürgens gibt’s nicht mehr – Deutsche in Ost und West, Nord und Süd jede Menge.    Weiterlesen:


Es ist ganz still, mucksmäuschenstill
Auf einmal ist alles duster und ganz still. Alle Telefone zeigen nichts mehr an, ebenso sind Fernseher und Radio tot. Nirgendwo leuchtet ein Lämpchen, weder rot noch grün, kein blaues kein gelbes weit und breit. Selbst im Kühlschrank ist die grüne Kontrollbirne aus und – was viel schlimmer ist – im Gefrierschrank auch. Nur das Klicken der batteriebetriebenen Uhren ist zu hören. Sonst ist es still, mucksmäuschenstill. Nunmehr seit zwei Stunden. Woran mag’s liegen?    Weiterlesen:


So seh’n Sieger aus…..in Berlin und bei der SPD
Der Regierende Bürgermeister hält die Schusswaffe in der Hand. Er gibt einen Schuss in die Luft ab und über 40.000 Menschen rennen los, denn es war der Startschuss zum Berlin-Marathon.
Vor einer Woche hat’s schon mal in Berlin und bei der SPD geknallt, aber da ging der Schuss nach hinten los. Da war Michael Müller auch der Knaller. Er hat dem aufmerksamen Fernsehzuschauer am Wahlabend vermittelt, dass er der Wahlgewinner ist. Hat seine Arme gen Himmel gestreckt, die Siegermiene aufgesetzt, hat den Strahlemann gegeben – Gesten, die wir z. B. von Muhammed Ali oder den Klitschkos kennen!    Weiterlesen:


Die Berliner hatten nicht immer die Wahl
West-Berlin und Ost-Berlin gibt’s nicht mehr. Jedenfalls nicht offiziell. Warum sollte es diesen Unterschied auch noch geben? Keine Mauer – keine Grenze – keine Teilung – kein kalter Krieg. Berlin ist seit November 1989 die ungeteilte deutsche Hauptstadt und ein Touristenmagnet für Jung und Alt aus aller Welt. Das war nicht immer so.     Weiterlesen:


Kiffen mit Hermann?
Man sollte nicht glauben, wie beliebt Cannabis bei Hobbygärtnern ist. Mit Regelmäßigkeit informieren uns die Medien über zufällig entdeckte private Anpflanzungen zum Eigenbedarf – behaupten jedenfalls die Erwischten. Dachterrassenbesitzer, Laubenpieper und botanisch aktive Stubenfliegen wird Kommissar Zufall immer öfter zum Verhängnis. Justitia findet das Anpflanzen mit dem verbotenen Stoff nicht ulkig und schlägt meist mit der vollen Härte des Gesetzes zu. (…) Schmerzbekämpfung heißt es oft aus dem Munde von Angeklagten.
Bei Rheuma, Migräne, Krebs, Phantomschmerzen, Neuralgien und anderen Krankheitsbildern kommen Haschisch, Cannabis und Marihuana erfolgreich zum Einsatz und das bereits seit vielen Jahrhunderten. Das gilt heute noch, sowohl für Selbstangebautes als auch für das vom Apotheker Hergestellte.   Weiterlesen:


Berlin: Das ist ja alles schleierhaft!
In unserem Land sind Frauen nur dann verschleiert, wenn sie in den heiligen Stand der Ehe treten. Dann verdeckt oftmals ein Schleier das Gesicht der Braut auf dem Weg zum Altar. Eine weitere Möglichkeit, sich zu verschleiern, besteht dann, wenn man einer orientalischen Bauchtanzgruppe in Berlin-Neukölln oder anderswo angehört. Da ist der geheimnisvolle Schleier ein wichtiges Utensil und gehört wie der Hüftschwung dazu. Dann gibt es noch den Witwenschleier, der meist am schwarzen Hütchen der Hinterbliebenen befestigt ist und das tränenbekleckerte Gesicht bedeckt.
Die erste Variante ist der Liebe wegen. Die zweite wegen der Bewegung und weil die Tänzerin gerne mit Bauch und Hintern wackelt und die dritte, wenn die Trauer angemessen unterstützt werden soll.    Weiterlesen:


Wieder eine echte Berliner Pflanze weniger
Sie war Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts aber auch etliche Jahre Justizsenatorin in Berlin. Letzteres war sie in spannenden Zeiten. Wenn Walter Momper als Regierender Bürgermeister in seiner Amtszeit in Berlin etwas Gutes getan dann, dann das: Er holte Jutta Limbach genau zur Wendezeit in die bis dahin eingemauerte Stadt. Diese kluge Frau war ein Hauptgewinn für diese Metropole. Berlin war ihre Heimatstadt und sie wurde mit Spreewasser getauft.
….
Übrig geblieben sind nunmehr Namen und Menschen, die den politischen Berliner Acker bestellen. Diese Nachfolger sind keineswegs markant und schillernd und möglicherweise fehlt ihnen auch ein ganz klein wenig Persönlichkeit.    Weiterlesen:


Wir schaffen es! Wir schaffen es nicht!
Die AfD hat’s geschafft.
Die CDU hat’s nicht geschafft!
Das ist das aktuelle Wahlergebnis in MeckPomm.
Das Beste an dieser Wahl: Die NPD ist abgeschlagen und die Wahlbeteiligung lag um etwa zehn Prozent höher als anno 2011.
Das hat die etablierten Parteien aus den Latschen gehauen.     Weiterlesen:


Laterne ganz unten – wer die Wahl hat…
Erbarmungslos brennt die Sonne auf den Asphalt und auf die ohnehin schon aufgeheizte Hauptstadt. Das Quecksilber steht bei 33 Grad und es soll noch steigen, sagen die vom Radio 88.8. Die wissen das, die sind schließlich einer der vielen rbb-Radiosender. Die Stadt bereitet sich auf ein superheißes Wochenende vor und wir mitten drin. Wir wollen ein fröhliches Wochenende mit Freunden und Bekannten verbringen, mit guten Gesprächen und allem, was dazugehört – inklusive Hitze.
Ebenso heiß ist der Wahlkampf der Parteien, die am 18. September ins Abgeordnetenhaus einziehen wollen. Wohin man schaut: große, kleine, bunte, langweilige, nichtssagende Plakate in rot, grün, blau oder einfach nur in schwarz-weiß, eben Wahlwerbung der Parteien.    Weiterlesen:


Ach hätten wir sie doch behalten…!
Na die Senatsreserve in Berlin natürlich. Dann müssten die Berliner zumindest null Angst vor Terror, Katastrophen, Angriffen aus dem All oder sonst woher haben. Essen, Trinken und jede Menge erforderlichen Zeugs wären massenhaft eingebunkert für welchen Ernstfall auch immer. Und unsere hochgeschätzten Damen und Herren im Bundestag könnten sich gemütlich zurücklehnen und über neues dummes Zeug sinnieren, womit sie die Öffentlichkeit überraschen könnten.
Der aktuelle Gag des hohen Hauses lautet: die Bevölkerung soll animiert werden, Vorräte an Lebensmitteln anzulegen. Sind die da voll durchgeknallt, fragt man sich und jeder, der noch seine sieben Sinne beisammen hat, fragt nach dem Warum. Gibt es aktuelle Bedrohungen, Giftgasangriffe, Terroranschläge, schreckliche Unwettervorhersagen oder flächendeckende Lieferengpässe für dies und das?    Weiterlesen:


Aus mit siebenundsechzig
Jetzt hat sie ihr Leben ausgehaucht. Sie ist über den Jordan gegangen. 67 Jahre lang weilte sie unter uns und war immer zur Stelle, wenn man sie brauchte. Sie ist den Weg alles Irdischen gegangen und hat ihr Leben ausgehaucht. Sie war eine treue Begleiterin.
Die Wasserwaage, die mein Vater 1949 gekauft hat, ist nun im Eimer. Das hätte ihn getroffen. Er mochte sie gerne und er benutzte sie oft. Er hat sie damals, vier Jahre nach Kriegsende und kurz nach der Berliner Blockadezeit gekauft. Das Geld hat er sich mühsam zusammengespart, denn so dicke hatten er und meine Mutter es damals nicht. Nach der Währungsreform 1948 gab es zwar die D-Mark für jedermann, aber keineswegs genug davon und schon gar nicht alles zu kaufen, was das Herz begehrte. Er war Handwerker und brauchte eine Wasserwaage dringend und zum täglichen Geldverdienen.    Weiterlesen:


„Wie war denn eigentlich die Stimmung so in der DDR?“ fragt der Wessi den Ossi. „Ach, die hielt sich ziemlich in Grenzen!“
Lang, lang ist’s her – das mit der DDR, der Mauer und den Menschen hinterm eisernen Vorhang. Mehr als ein Vierteljahrhundert ist seit dem Fall des antifaschistischen Schutzwalls vergangen, aber vergessen ist diese Zeit nicht.
Im kleinen Restaurant an der Weserpromenade treffe ich rein zufällig auf Eberhardt. Er macht Urlaub in Bremen-Nord bei Freunden. Mit denen will er Silberhochzeit feiern, sagt er. Er und der Vegesacker haben sich 1991 in Berlin im Museum am Checkpoint Charly kennengelernt. Seither sind sie befreundet, besuchen sich regelmäßig, fahren gemeinsam in Urlaub.    Weiterlesen:


Von Eva, dem Garten Eden und Herrn Sieling
Haie können nicht lächeln. Bei denen hat der liebe Gott vergessen, das entsprechende Gen einzubauen. Vermutlich hat er diese Zeitgenossen am Samstag kurz vor Feierabend erschaffen und nach der anstrengenden Schöpfungswoche nicht mehr wirklich Lust auf solche Details gehabt. Seither schwimmen Haie mit finsterem Blick, eiskalten Augen und Zähnen wie Rasierklingen durch die  Weltmeere. Doch wenn man sich einen so engen Zeitplan auferlegt, wie damals der große Zampano beim Kreieren der Welt, kann schon der eine oder andere Fauxpas passieren.   Weiterlesen:


„Schlag nach bei Shakespeare, bei dem steht was drin…“
Vergessen Sie es – das war einmal! Also das Nachschlagen im gedruckten Buch ist total out. Trotzdem sind die Ratschläge des englischen Lyriker-Urgesteins aber niemals aus der Mode gekommen und trotz Internet gilt auch heute noch: Von Shakespeare lernen, heißt siegen lernen!     Weiterlesen:


Von Münchhausen, Hinz & Kunz
Und, wie halten Sie es mit der Wahrheit? Hand aufs Herz – sind Sie ehrlich und schwindelfrei? Oder gehören Sie zu der Kategorie des Fleischerlehrlings, der laut Zeugnis „immer ehrlich bis auf die Knochen“ war?
Sicherlich brauchte die Welt nicht erst Baron Münchhausen, um das Thema Lügen ins Gerede zu bringen. Vermutlich war schon Marco Polo so weit davon entfernt, die Chinesische Mauer persönlich in Augenschein genommen zu haben, wie der Stern niemals die Tagebücher Hitlers entdeckt hat. Selbst Bill Clinton durfte feststellen, dass Lügen kurze Beine haben, im Gegensatz zu der seiner Praktikantin und Gespielin Monica Lewinsky. „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen“ log Walter Ulbricht im Sommer 1961 kackfrech.    Weiterlesen:


Einmaliger Ausrutscher oder ständiger Begleiter?
Terror ist mittlerweile nichts Einmaliges mehr. Er kommt näher und näher zu uns. Egal wo wir auch sind. In Bagdad, Paris, Brüssel, Nizza, London, München, Ansbach, auf dem Weg zur Arbeit, im Urlaub, im Club, im Shopping-Center, beim Rock-Konzert. Es macht wumm und dann ist alles anders, vielleicht sogar vorbei. Können wir uns davor schützen? Nein!    Weiterlesen:


Sushi für Muschi und Gummi für Papi
Bei der Stiftung Warentest findet man unter der Rubrik „Familie & Kinder“ auch das „Haustier“. Wo auch sonst? Schließlich gehören Fiffi, Mietzi und Zwitscher ebenso wie Oma und Opa zur Familie. Für alles und jeden sind Tests abrufbar, so auch für Katzenfutter, Hundenahrung und Jod-S11-Körner am Stiel oder lose für Wellensittiche & Co. Und natürlich auch für Spielzeug, Transportkisten, Haftpflicht- und Krankenversicherung im In- und Ausland.
Die Stiftung Warentest ist eine nützliche und sinnvolle Einrichtung für alle und jeden und es gibt vermutlich nichts, was man dort noch nicht auf den Prüfstand gestellt hat. Dort sind Schulranzen und Kinderfahrräder ebenso Testobjekte wie „Leben und Wohnen im Alter“ im Allgemeinen und Singlebörsen für Senioren im Besonderen.    Weiterlesen:


Klugscheißer oder Experte?
Achtzig Millionen Fußballexperten sind normal, wenn die deutsche Nationalmannschaft national und international am Kicken ist und die restliche Nation vor den Monitoren bei Chips und Bier auf dem Sofa hockt. Dann wissen alle alles viel besser als Jogi, der Trainer der Mannschaft. Wir – also die 80 Millionen – würden eine andere Aufstellung wählen, andere Fußballer aufs Feld schicken, einen klassischen Libero einsetzen und diesen Keeper überhaupt nicht ins Tor stellen. Und was so ein echter Couch-Experte ist, der hat schon früher das Expertenwissen von Netzer & Delling angezweifelt und steht auch dem von Mehmet Scholl und Oliver Kahn äußerst skeptisch gegenüber.
Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass wir von Experten umzingelt sind? Experten bestimmen unser Leben. Experten begleiten uns auf Schritt und Tritt. Ohne Experten geht nix mehr. Wir haben Experten für alles und nichts, für Gutes und Böses, für Dies und Das, für Essen und Trinken, für Dinge, von denen wir bis eben noch nicht einmal wussten, dass es sie gibt.    Weiterlesen:


Rendezvous mit ihm
Er ist kein geladener Gast. Er kommt aber trotzdem zu jedem von uns, und zwar nur ein einziges Mal im Leben ganz zum Schluss. Ungebeten, immer zur falschen Zeit, vielleicht plötzlich und unerwartet und viel zu früh. Oftmals aber auch viel zu spät und schon lange sehnsüchtig erwartet. Er ist der Böse, der Spielverderber, aber auch der Erlöser und die Hoffnung. Er ist einer der alles verändert und jemand, den wir verfluchen. Vor ihm fürchten wir uns und er ist nicht manipulierbar, sein Kommen nicht verhandelbar – vielleicht ein wenig aufschiebbar.    Weiterlesen:


Hurra, sie leben noch!
Hausbesetzungen haben in Berlin Tradition. Wann fing es damit an – in den Siebzigern, den Achtzigern? Piepegal – wichtig ist nur, dass sie niemals out waren und derzeit erlebt diese Szene eine Renaissance mit viel Publicity über die Stadtgrenzen hinaus. Autonome und Linke ärgern Hauseigentümer, Anwohner und Polizei. Und noch immer haben Senat und Ordnungshüter kein Patentrezept, diesen Störenfrieden den Garaus zu machen.    Weiterlesen:


Von Puddingvegetariern und anderen Exoten
„Extravagante Menschen sind auf dem Vormarsch“
titelte neulich eine Tageszeitung, und zwar in allen Lebensbereichen.
Immer mehr Menschen entwickeln eigene Lebensmodelle, die speziell und ganz persönlich auf sie zugeschnitten sind. Voraussetzung dafür ist, dass man sich Individualität leisten kann. Und „leisten können“ geht nicht zwangsläufig mit kostspielig einher.    Weiterlesen:


Fußball ist unser Leben, denn König Fußball regiert die Welt
Die Älteren unter uns erinnern sich noch an das Lied der Nationalmannschaft und die WM 1974 in Deutschland. Da haben die Jungs nicht nur die Beine bewegt, sondern auch kräftig geträllert – nicht schön aber schön laut. Kaiser Franz war dabei, genau wie Gerd Müller, Paul Breitner, Günter Netzer und wie sie alle heißen. Unsere damaligen deutsch-deutschen Nachbarn haben sich auch mächtig ins Zeug gelegt und mit einem „Ja, der Fußball ist rund wie die Welt“ – gesungen von Frank Schöbel -gekontert.    Weiterlesen:


Sag mir wo die Tugenden sind – wo sind sie geblieben?
Frei nach Marlene Dietrich und ihrem Anti-Kriegs-Song frag ich mal, wo sind denn die deutschen Tugenden geblieben? Sind die am Abnibbeln oder bereits ausgestorben? Ist das Wort Tugend überhaupt noch im alltäglichen Sprachgebrauch vorhanden oder steht es längst auf der Roten Liste der bedrohten Worte unserer deutschen Sprache? Vielleicht verhält es sich mit ihnen wie mit Maikäfern, Bienen und allen bedrohten Tieren und Pflanzen, die auf dem absteigenden Ast sind und lange Listen füllen.    Weiterlesen:


 

Piep-Show im Morgengrauen
Seit über fünf Stunden sitzt er schon wieder am Computer. Neben ihm könnte ein Feuerwerk mit einem irren Knall in die Luft fliegen und er würde es vermutlich nicht einmal merken und wenn doch, dann nicht sehr beeindrucken.
Er liebt seine Vögel. Alle einheimischen Piepmätze sind sein liebstes Hobby.
Fragen Sie ihn mal, welche Populationen im Umfeld von fünfzig Kilometer hier zuhause sind und er nennt sie Ihnen – alle von A bis Z. Er weiß, welche Arten den Winter im Süden verbringen und welche nicht, wer seine Eier wann, wo und wie viele legt und von wem das Gelege bedroht wird.
Er betreibt einen Online-Blog, den er regelmäßig mit neuen Infos, Fotos und Filmchen seiner Lieblinge bestückt – und er hat Follower ohne Ende.    Weiterlesen:


Warum ist die Banane krumm?
Mit dieser Frage beschäftigt man sich in Brüssel seit Jahrzehnten und auch mit der Verordnung Nr. 1677/88/EWG. Wie jetzt – die kennen Sie nicht? Wetten, dass doch?
Das ist nämlich die Gurkenverordnung, die sowohl bei EU-Bürokraten als auch bei Kabarettisten äußerst beliebt ist. Demnach darf sich eine Salatgurke nur vorschriftsmäßig um zehn Millimeter pro zehn Zentimeter Gurkenlänge krümmen.
Ebenfalls haben die fleißigen Beamten unter den Augen von Manneken Pis festgelegt, dass ein Kondom fünf Liter Flüssigkeit aufnehmen und mindestens 160 Millimeter lang sein muss und eine Viagra-Verordnung ist durch Hand- und Kopfarbeit der Bürokraten auf mehr als fünfzig Seiten penibel in Worte gefasst worden.    Weiterlesen:


Freundlichkeit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr…
Ganz frei nach Wilhelm Busch, der seinerzeit allerdings auf Bescheidenheit setzte. Bei mir soll’s heute mal um Freundlichkeit und Höflichkeit gehen, die einigen Menschen in verschiedenen Landstrichen Deutschlands nicht in die Wiege gelegt wurden.
Genau genommen meine ich die Berliner und da wiederum etliche Vertreter der Dienstleistungsbranche, wie zum Beispiel Taxifahrer und Busfahrer. Freundliche Taxifahrer, die mit Spreewasser getauft sind, gibt’s in der Hauptstadt nicht.    Weiterlesen:


Von Pampers, Pommes und Piepmätzen
Blauer wolkenloser Himmel, alles grünt und blüht, sprießt und duftet – ein Tag wie Samt und Seide wie er schöner nicht sein kann. Nach dem langen Winter und dem viel zu kalten und feuchten Frühjahr ist dieser Tag im Mai gleich einer von der Kategorie Sommer. Jeder drängt ins Freie. Kinder und Hunde toben ausgelassen, Radfahrer und Spaziergänger bevölkern die Promenade, auf dem Wasser gleiten Segelboote lautlos im Wind und große und kleine Motorboote tuckern gemütlich schaukelnd über die Wellen.
„Liebling, ich habe Hunger, lass uns was essen gehen…“ unterbricht mein Mann diese Idylle. Okay, machen wir – und wo?    Weiterlesen:


„Du sollst Vater und Mutter ehren“
– so steht es in der Bibel. Dieses vierte Gebot ist eines von zehn, das Christen beherzigen sollen – so empfiehlt es zumindest die Heilige Schrift. Und damit ist nicht gemeint, dass man am Muttertag der Mama ein Blümchen auf den Tisch stellt und sie zum Essen ausführt oder gemeinsam mit dem Vater an Himmelfahrt eine Sause macht.
Mit Vater und Mutter fängt es an und die Fortsetzung dieses Gedankens ist die Familie bestehend aus Geschwistern, Großeltern, Onkel, Tanten und anderen mehr oder weniger geliebten Blutsverwandten. Die Familie ist was Besonderes – sie hält zusammen.    Weiterlesen:


Der sogenannte kleine Mann oder in der Kürze liegt die Würze
Wie sieht der eigentlich aus? Ist er länger als ein Meter fünfzig oder misst er weniger als einhundertfünfzig Zentimeter? Wenn man vom kleinen Mann spricht, siedelt man ihn meistens auf der Straße an. Hat der arme Kerl keine Wohnung, kein Haus, keine Bleibe, kein Zuhause? Falls das mit der Straße stimmt, wo ist sie? Gibt es sie in meiner Stadt oder womöglich in jedem Ort im Land oder vielleicht nur in deutschen Großstädten? Ist er ein Obdachloser, der im Winter bei der Bahnhofsmission übernachtet und im Sommer auf der Parkbank oder im Wartehäuschen an der Straßenbahnhaltestelle schläft?    Weiterlesen:


Jürgen Domian
„Willkommen bei Domian…“ wenn man diese drei Worte hört, dann ist es ein Uhr nachts und Jürgen Domian ist beim WDR für eine Stunde auf Sendung. Seit mehr als 20 Jahren ist er der Nachttalker und Kummerkasten der Nation mit sehr viel Tiefgang und Einfühlungsvermögen. Für seine Anrufer ist er Zuhörer, Ratgeber, Seelsorger, Freund und Intimus für wenige Minuten. Anrufer sind auch klassische Nachtarbeiter, Bäcker in der Backstube, Fernfahrer im Cockpit ihres Trucks, Tankstellenmitarbeiter und viele andere Menschen auf einsamen Posten durch die Nacht.    Weiterlesen:


Entschuldigung, da hab‘ ich mich verwählt!
Ob das einige Leute nach ihrer Stimmabgabe gesagt haben – wer weiß das schon? Ob sie das in absehbarer Zukunft feststellen werden, ist ebenso unklar. Aber was da am Super-Wahl-Sonntag in drei deutschen Bundesländern gelaufen ist, wird uns noch lange beschäftigen. Glauben Sie nicht? Na dann, warten Sie mal ab!    Weiterlesen:


Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom
„Das haben doch Kinder im Grundschulalter bis hin zur Pubertät – oder!“
„Nee Elfi, da irrst du dich gewaltig. Auch ich leide darunter – nicht immer, aber immer öfter, zumindest manchmal, wenn sich niemand um mich kümmert. Also wenn mein Liebster zum Beispiel stundenlang an seinem Schreibtisch hockt und seinem Laptop interessierte Blicke zuwirft, anstatt mir. Dann kann ich schon mal maulig werden. Leider bekommt er gar nicht mit, dass ich schmolle und er sieht auch nicht, dass ich einen fast so schönen Schmollmund ziehen kann, wie einst die BB.     Weiterlesen:


Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht!

Mensch, was heißt denn AfD nochmal?
Oh Schiete, da hab ich wohl ein Blackout – mir fällt im Augenblick überhaupt nicht ein, wie die ausgeschrieben heißen. Ob’s wohl am Alter liegt?
Aber Sie wissen schon, welche Partei ich meine – oder? Genau! Die Alleinunterhalter für Doofe meine ich. Na sehen Sie mal, da rattert es auch bei Ihnen. Also von diesen Komikern werden wir in den nächsten Wochen bestimmt jede Menge hören – mehr als uns lieb ist, denn die sind vermutlich keine Eintagsfliegen!    Weiterlesen:


Im Kittchen ist ein Zimmer frei
Der 29. Februar ist was Besonderes, ihn gibt’s nämlich nur alle vier Jahre. Wer an diesem Tag geboren wird, heiratet oder gar stirbt, hat irgendwie mit Zitronen gehandelt, zumindest wenn’s ums Feiern oder Gedenken geht.
So auch Uli Hoeneß, für den sich in diesem Jahr am besagten Tag die schwedischen Gardinen öffneten. Falls er zukünftig diesen Entlassungstag feiern möchte, gilt auch für ihn die Vierjahresregel. Nun ist der Ex-Bayern-Boss wieder auf freiem Fuß und seine Gefängniszelle ist frei! Ob sie lange frei bleiben wird, weiß keiner so recht und ob der nächste Insasse wieder den Promistatus hat, auch nicht.    Weiterlesen:


Rotkäppchen und der böse Wolf
Sag ich doch, schon im Märchen war der graubraune Geselle kein Kuscheltier! Da hatte er schon genau das, was man ganz einfach einen schlechten Ruf nennt.
Immerhin war er es, der das Rotkäppchen im Wald getroffen und überredet hat, für Oma ein paar Blümchen zu pflücken. Dann ist er zu Omas Hütte gedüst, hat sie aufgefressen, sich ihr Nachthemd angezogen und sich in ihr Bett gelegt. Als das Rotkäppchen mit Fresskorb und Blumenstrauß Omas Hütte betrat, staunte es ziemlich, dass die Großmutter so anders aussah. Viel Zeit zum Wundern blieb Rotkäppchen allerdings nicht, denn Wölfchen hatte noch Bock auf eine Nachspeise. So oder so ähnlich haben die Brüder Grimm viele Generationen von Kindern das Fürchten gelehrt.    Weiterlesen:


Tatort ARD
Frau Merkel gibt am Mittwochmittag eine Regierungserklärung ab. Sie hat der Nation noch vor dem „Flüchtlingsgipfel“ am Donnerstag in Brüssel was zu sagen. Selbstverständlich ist die ARD an Merkels grüner Seite und live auf Sendung dabei.
Drum wird das „Mittagsmagazin“ zur Halbzeit gekillt und auch die Fans der täglichen Telenovela „Rote Rosen“ gucken in die Röhre! Es folgen neunzig Minuten Bundestag mit Mutti & Co.!    Weiterlesen:


Ruzica bläst den Jecken was  

So, das war’s dann mit dem Rosenmontag und dem Tag der Jecken in den Hochburgen auf den rheinischen Straßen, auf den Themenwagen, auf dem Narrentrip! „Ruzica“ heißt der Übeltäter, die stürmische Spaßbremse, die dem närrischen Treiben Fahrverbot erteilt hat. Nix ist mit Rosenmontagsumzügen vielerorts! Straßenkarneval findet mit gebremstem Schaum statt, dafür aber in den Kneipen – zumindest in Mainz, Düsseldorf, Münster und anderswo. Soll aber nachgeholt werden, zumindest in Düsseldorf, wird bereits gemunkelt. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Rosenmontag im Mai, vielleicht am Tag der Arbeit, am Mutter- oder Vatertag – bei gutem Wetter wie Karneval an der Copacabana, ohne Samba aber mit Humbahumbatätärä!    Weiterlesen:


Kennen Sie Panko?

Heutzutage wird nicht einfach nur gekocht. Und schon gar nicht, worauf man Appetit oder Schmackes hat. Im Trend ist, sich ganz speziell und persönlich zu orientieren und die Zubereitungsart zu finden, die nur zu Ihnen, Ihrem Wesen, Ihrem Jungerhaltungsspleen und zu Ihren Zipperlein passt. Wer seinen Zipperlein angepasst und stimmungsbetont zubereiten und essen möchte, der sollte sich mit dem ayurvedischen Kochen vertraut machen.   Weiterlesen:


In Berlin kannste alles – außer fliegen!
In Berlin ist niemals Saure-Gurken-Zeit – da ist immer was los! Fashion Week, Grüne Woche, Hallenfußballturnier, Sechstagerennen, die Wiener-Johann-Strauß-Konzert-Gala und noch viel mehr bietet allein der Januar.
In der Hauptstadt steppt der Bär, da kann jeder jeden Tag Neues erleben, 24 Stunden am Tag, und zwar ganzjährig. Niemand muss sich langweilen weder Heiligabend, am Volkstrauertag noch am Totensonntag! Clubs, Restaurants, Museen, Konzertsäle, Theater, Kinos und alles was sonst noch Spaß macht, öffnen Tor und Tür und freuen sich über Gäste und Besucher.
Berlin gehört zu den Weltstädten, die was zu bieten haben und niemals schlafen. Vom Bundespresseball über den Russenball bis zum Ball der Laubenpieper reiht sich Event an Event wie eine Perlenkette und je nach Geldbeutel, Ansehen und Einfluss kann man die Nächte durch- und die Schuhsohlen abtanzen.    Weiterlesen:


Der Winter ist ein rechter Mann…
kernfest und auf die Dauer; sein Fleisch fühlt sich wie Eisen an und scheut nicht süß noch sauer.
Das ist ein Text von Matthias Claudius. Im späten 18. Jahrhundert war er so eine Art Medienstar. Der gebürtige Holsteiner studierte in Jena Theologie und Jura, arbeitete in Kopenhagen als Dichter, Lyriker und Journalist, später als Redakteur in Hamburg und war Herausgeber des „Wandsbecker Bothen“, was ihm die Möglichkeit bot, seine Verse, Gedichte und anderes zu veröffentlichen.    Weiterlesen:


Der neue Adolf und noch ist Polen nicht verloren!
Das Jahr 2016 ist noch blutjung und schon ist jede Menge los und viel Aufregung! Bei uns und auch bei unseren östlichen Nachbarn.
Herr Kaczynski, sozusagen die graue Eminenz seiner Partei, und seine Nationalkonservativen polnischen Mitstreiter fahren einen Änderungskurs, den die EU erst aufhorchen und dann zusammenzucken lässt. Besonders grimmig schaut man in Brüssel aus der Wäsche, als Silvester ein neues Mediengesetz beschlossen wird. Fernsehen und Radio soll von der Regierung kontrolliert werden und die Zeitungen ebenfalls.
Für die Deutschen muss das doch eigentlich ein Déjà-vu sein – oder?    Weiterlesen:


Gute Vorsätze – aber wann!
Möhren, Spargel, Tomaten, Gurken, Rucola, Blumenkohl, Radieschen und hundert andere Gemüsesorten sind total gesund, machen aber dick! Nee, stimmt nicht, sagen Sie jetzt!
Dann essen Sie dieses köstliche Kaninchenfutter vermutlich roh, pur, ohne alles?    Weiterlesen:


Die drei kleinen Worte…. 
Na, denken Sie bei dieser Überschrift auch automatisch an die berühmtesten drei kleinen Worte? Wer kennt sie nicht? Wer hört sie nicht gerne vom Herzbuben oder sagt sie seiner Herzdame? Wer heult nicht Rotz und Dreierschnecken, wenn es in bewegenden Romanen und Filmen zu dieser hingehauchten Wortaneinanderreihung kommt? Schmachtend sagt er zu ihr: Ich liebe Dich! Herrlich ergreifend und immer wieder schön.
Aber diese drei Worte meine ich überhaupt nicht. Denken Sie mal nach. Welche drei Worte haben uns völlig durcheinandergebracht – uns, unser Land, unser Leben, unsere deutsche Beschaulichkeit. Diese drei Worte haben uns aufhorchen lassen, haben uns erstaunt. Sie kamen Ende August aus Berlin und unsere Bundeskanzlerin sprach sie: WIR SCHAFFEN DAS!    Weiterlesen:


Küche, Kinder, Kirche
Kennen Sie diese drei Begriffe noch? Dann gehören Sie zu der Generation der Siebziger Jahre. Damals waren die drei K der feststehende Begriff für die soziale Rolle der Frau nach konservativen Wertvorstellungen. Sie sollte sich demnach um die Erziehung des Nachwuchses, die Hausarbeit und die Vermittlung und Einhaltung moralischer Prinzipien, wie sie die Kirche gebot, kümmern und vermitteln. Diese Erklärung und noch viel mehr können Sie bei Wikipedia nachlesen.    Weiterlesen:


Auf ein Neues
2015 ist gleich passé, von gestern, Vergangenheit und Geschichte. Viel ist passiert in den vergangenen zwölf Monaten. Keine Bange, jetzt kommt nicht der gefühlte siebenhundertelfte Jahresrückblick. Alles übers vergangene Jahr ist schon gesagt, alles bis zum Umfallen abgehandelt, viel kritisiert und auch viel Gutes zerredet. Nicht viel anders verhält es sich mit den Wünschen, vagen Prognosen, Unkenrufen und Prophezeiungen für 2016.    Weiterlesen:


Strippenzieher im Kabinett?

Erinnern Sie sich noch die Augsburger Puppenkiste? Toll – dann verstehen Sie auch meine Gedanken! Damals in den Sechzigern wurden Marionetten zu Fernsehstars – heute ist es oftmals umgekehrt. Bei den Augsburgern waren Marionetten unverwechselbare Persönlichkeiten mit Holzköpfen, die es in sich hatten. Denken Sie mal an Jim Knopf und Lukas den Lokomotivführer. Beide lebten auf der Insel Lummerland. Sie und die restlichen Untertanen wurden von König Alfons dem Viertel-vor-Zwölften regiert und ihre Lokomotive hörte auf den schönen Namen Emma. Haben Sie sich unsere Regierung in Berlin schon mal genauer angesehen?    Weiterlesen:


Essen auf Rädern

Wie steht es denn bei Ihnen mit Essen auf Rädern? Sagen Sie jetzt nicht, dass Sie noch fit und rüstig sind, noch alleine einkaufen und kochen und auf Lieferdienste glücklicherweise noch nicht angewiesen sind!

Okay, Sie sind also Selbstversorger, brutzeln und werkeln Schmackhaftes und Gesundes für Mann, Kinder, Freunde und sich selbst regelmäßig in Ihrer Küche. Und, haben Sie jeden Tag Bock auf Küche, kochen, Knödel, Krautwickel, Gulasch und Rouladen? Müssen Sie nicht mehr!    Weiterlesen:


Wer den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung …

…oder so ähnlich sagt es der Volksmund, wenn der Schuss voll nach hinten los geht! Und der ging im wahrsten Sine des Wortes neulich bei Thomas de Maizière los, als er erklärte, warum das Fußballspiel in Hannover abgeblasen wurde. Terrorwarnung im Fußballstadion – geht ja gar nicht, dass dann geknödelt wird! Zehntausende im Stadion und anderswo sind gefährdet und die Superkicker natürlich auch. Keine Frage, die Entscheidung war total richtig! Die Antworten des Ministers auch???   Weiterlesen:


Günther will nicht mehr – Anne will dagegen sehr…

Was wäre eigentlich, wenn die Macher der ARD mal über Comedy in eigener Sache für Sendenamen und Sendeplätze nachdenken würden. Also ich meine, wenn sie mal über eine Teilnahme bei einem lustigen Wettbewerb nachdächten. Ich glaube, das könnte total innovativ sein! Innovativ für die ARD und ein Preis ziemlich weit vorne wäre der alten Dame Fernsehen ziemlich sicher.

Warum ich den Vorschlag mache? Vielleicht haben Sie auch schon vom neuesten Talk-Plan und den Sendeplatzänderungen gehört, die fürs neue Jahr geplant sind.   Weiterlesen:


Bald schon ist Weihnachtszeit, fröhliche Zeit…

…dann ist der Weihnachtsmann gar nicht mehr weit! Bis dahin haben Otto und Ottilie Normalverbraucher noch alle Hände voll zu tun. Jeder Tag – vom ersten Advent bis über den Jahreswechsel hinaus – ist schon verplant. Geschenke kaufen, verpacken, mit lustigen Namensschildern versehen, Plätzchen backen, Getränke und Lebensmittel bunkern, Weihnachtssterne basteln, Baum kaufen und schmücken und und und – mindestens hundert kleine und große Pflichten sind zu erfüllen, bis das Christkind am 24. dreimal klingelt.    Weiterlesen:


Billy Wilder und die Hämorrhoiden

Haben Sie schon mal nen Preis gewonnen? Vielleicht bei einer Karaoke-Party, Lotterie auf dem Rummel, dem Weihnachtsmarkt oder bei der Firmenfeier, im Sport, auf der Uni oder beim Schwimmen oder Kegeln im Vereinswettbewerb?

Sie alle kennen die jährlichen Preisverleihungen, die in den Kategorien Film, Funk, Kultur, Moderation, Musik, Theater und vielen anderen Disziplinen in Deutschland, Europa und weltweit stattfinden. Nicht zu vergessen sind die Nobelpreise für Frieden, Physik, Chemie, Medizin und Literatur – begehrt, beliebt und gut dotiert. Auch Sportler werden geehrt, erhalten Preise, Pokale, gewinnen Cups, Rennen, sind Champions, werden Meister in der Region, der Stadt, der Liga, in Europa oder in der Welt.     Weiterlesen:


Was haben Helmut Schmidt, der Heilige Martin und der Karneval gemeinsam?

Na zum Glück nichts! Am 11. November gedenken wir dem Heiligen Martin und landauf landab gibt’s Gänsebratenessen und Laternenumzüge. In den Hochburgen der fünften Jahreszeit fängt am 11.11. das närrische Treiben an und währt bis zum Aschermittwoch, an dem dann alles vorbei ist. Und da unser Altkanzler Helmut Schmidt ein Mann von Welt und kein Spielverderber ist, hat er schon am 10.11. unsere Welt verlassen! Seine Fan-Gemeinde trauert um ihren Hamburger Jung mit dem lockeren Mundwerk, um den außergewöhnlichen Politiker, den verehrten Staatsmann. Mit 96 Lebensjahren war er wie kaum ein anderer noch immer der Welt-Erklär-Bär und nicht nur die Fernsehzuschauer genossen seine One-Man-Talk-Shows bei Sandra Maischberger oder das Frage-und-Antwort-Spiel zwischen ihm und Giovanni die Lorenzo, geschweige denn seine Leserschaft seine Beiträge in der Zeit. Er wird uns allen fehlen.    Weiterlesen:


Wer nicht wagt, der nicht gewinnt – wer’s nicht tut kriegt auch kein Kind!

Kluge Sprüche und Lebensweisheiten kannte der Volksmund schon immer und hielt sie für alle Lebenslagen parat. Viele sind auch in unserer modernen Zeit bekannt und anwendbar. Selbst Wetterregeln wie wenn der Hahn kräht auf dem Mist, dann ändert sich das Wetter oder es bleibt, wie es ist, sind noch immer total in. Schauen wir dem Volk einfach mal aufs Maul – Sie werden sich wundern, was Sie alles kennen – seit Ihrer Kindheit und aus dem täglichen Leben!    Weiterlesen:


Mutti auf der langen Liste

Das ist ja die Auszeichnung überhaupt, die ein Mensch für seine humanitären Verdienste bekommen kann. Ob der eine oder die andere ihn zu Recht erhalten hat, sei dahingestellt, aber das wird ohnehin vom unabhängigen Nobelpreis-Komitee in Oslo entschieden. Im Jahr 2015 stand sogar unser aller Mutti Merkel auf der langen Vorschlagsliste. Hätten Sie auch für Angie plädiert? Sagen Sie mal ganz ehrlich: Was hat Angela Merkel, was andere nicht haben? Na, nicht so lange überlegen und schon gar nicht dicke Backen machen beim Nachdenken. Wenn Sie so lange nachdenken müssen, kann schon irgendwas nicht stimmen! Doch zum Glück müssen weder Sie noch ich vorschlagen oder abstimmen, ob oder ob nicht.    Weiterlesen:


Die innere Kündigung

Kennst du das Gefühl, innerlich gekündigt zu haben? Zwar hast du es noch nicht ausgesprochen, aber das Gefühl macht sich in dir breit und nichts kannst du dagegen tun. Noch redest du nicht drüber, doch weißt du ganz genau: irgendwann gibt’s nen Knall und du machst deinem Frust Luft! Die innere Kündigung kann vielfach erfolgen, muss sich nicht zwangsläufig auf den Job beziehen. Und wenn doch?   Weiterlesen:


Bin ich eine Meckerzicke?         

„Dir kann man wohl gar nichts mehr recht machen – an allem haste was auszusetzen!“ Das hat mir neulich ein Bekannter an den Kopf geknallt. Erst war ich verblüfft, dann betroffen und nun dann habe ich mir die Zeit genommen, intensiv drüber nachzudenken. Okay, so unrecht hat er damit gar nicht, musste ich im stillen Kämmerlein so ganz für mich alleine feststellen und mein Fazit fiel nicht gerade positiv für mich aus!    Weiterlesen:


Kleiner Mann – was nun …?!

Kleine Männer sind und waren in der (Welt-)Politik keine Seltenheit – sagt man. Im gleichen Atemzug erwähnt man dann Dschingis Khan, Napoleon und zum Beispiel auch Atilla, den Hunnenkönig. Ein paar Staatsmänner der Neuzeit auf europäischem Terrain, die ziemlich wenig Zentimeter an die Messlatte bringen, sind Helmut Schmidt, Gerhard Schröder, Wladimir Putin, Silvio Berlusconi und Nicolas Sarkozy, um nur einige zu nennen. Doch einen aus der Fraktion der kurzen Garde dürfen wir nicht übersehen: Gregor Gysi!   Weiterlesen:


„Dreimal ist Bremer Recht“

….so heißt es jedenfalls in der Hansestadt. Warum? Das wird im Internet vielfältig erklärt. Doch um das Städtchen an der Weser geht’s gar nicht. Aber um die Drei, die für viele Menschen magisch ist, wie die Sieben und die Dreizehn. Auf diese Zahlen treffen wir immer wieder im Alltag, in vielen Märchen und in der Mythologie.
Magische Zahlen begleiten die Menschheit seit ewiger Zeit und so wird’s auch bis zum Sankt-Nimmerleinstag bleiben.  Weiterlesen:


In the year twenty five…

Nun haben wir also Silberhochzeit! Ossis und Wessis sind fünfundzwanzig Jahre verheiratet, und zwar am dritten Oktober. Dieser Tag im Herbst 1990 wurde zum offiziellen Festtag aller Deutschen erklärt und seither wird landauf landab jedes Jahr gefeiert was das Zeug hält. Und das mit genauso viel Verlässlichkeit wie Silvester Dinner for one über den Bildschirm flimmert und der Gründonnerstag das Osterfest einläutet.Ein neuer Volksfeiertag war geboren und dafür hat man den 17. Juni – den bisherigen Tag der Deutschen Einheit – eingestampft.    Weiterlesen:


„Papa ante portas“
Donnerwetter, in Wolfsburg hat es ganz schön gerumst.
Also nicht nur bei VW sondern auch beim VFL! Die Kicker haben echt doof aus der Wäsche geguckt, als Lewandowski fünf Mal mit dem Runden ins Eckige schoss und fünf Mal traf. Die Bayern haben den Laden aufgemischt und gerockt!Aber auch die Autobauer haben es in die Schlagzeilen der Presse gebracht – in die ganze Weltpresse versteht sich! Die Marke VW ist voll vor die Wand gefahren und der Abgasskandal stinkt zum Himmel. Die Volkswagen-Aktie befindet sich im freien Fall und Konzern-Chef Winterkorn am Abgrund!
Dicke schwarze Gewitterwolken ziehen aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten über den Atlantik schnurstracks nach Wolfsburg. Ein Unwetter braut sich gnadenlos über dem Wolfsburger Konzern zusammen und das Donnergrollen wird laut und lauter. Es knallt und blitzt so kräftig, dass der VW-Boss den Schwanz einzieht und seinen Rücktritt verkündet.     Weiterlesen:

Tigi und das Tigerbaby

„Gib mir sofort dein Telefon! Kann ich mal an deinen Laptop? Schnell, schnell, ich kann keine Zeit verlieren – es ist wahnsinnig dringend!“
Was ist denn bloß mit unserem Tigi los? Ob der mal wieder was ausgefressen hat? Auf jeden Fall läuft der nicht ganz rund und so aktiv habe ich ihn lange nicht gesehen. Sonst ist er der Erfinder der Faulenzerei! „Schmeiß mal den Fernseher an“ ruft Tigi mir zu „oder das Radio! Alles ist total wichtig, sag ich dir!“
„Was ist denn so wichtig?“ grätsche ich mal dazwischen. „Wo kommst du überhaupt her? Hab dich den ganzen Tag über nicht gesehen. Warst du unterwegs oder hast du so lange gepennt, bis dich nun ne Tarantel gestochen oder ein wilder Affe gebissen hat?“
Na und dann sehe ich es schon: Tigi im Fernsehen!     Weiterlesen:


Krank sein ist nichts für Feiglinge – und für arme Schlucker schon gar nichts.

Auch heute gilt noch die alte Volksweisheit: Lieber arm und krank, als reich und gesund!

Man ist krank, geht also zum Doc und da fängt’s schon an! Praxisgebühr ist zwar out, aber dafür sind IGeL-Leistungen voll im Trend. Das sind die individuellen Gesundheitsleistungen, die Ihr Medizinmann und seine geschulten Assistenten für sie bereithalten. Die machen Ihnen das Portemonnaie leichter, dem Arzt die Brieftasche schwerer. Ob diese IGeL helfen? Keine Ahnung, die einen sagen so und die anderen so. Wären sie medizinisch notwendig, würden die Krankenkassen vermutlich den Part des Bezahlens übernommen.     Weiterlesen:


Let’s talk about……..      

So peu à peu ist das Land wieder aus der Sommerpause zurück. Frisch, munter und ausgeruht sind Politprominenz und Talkshow-Master und Masterinnen wieder am Arbeitsplatz. Endlich: Wir können sie wieder hören, sehen, von ihnen und über sie lesen. Also alle wieder an Bord, der Medienkahn legt ab!     Weiterlesen:


Familiensonntag

Kennen Sie sicherlich auch: Telefon bimmelt, man geht ran und erkennt die liebreizende Stimme eines Familienmitgliedes. Nach einem dürftigen Tachchen wird unmittelbar gefragt, „habt ihr Sonntag Zeit?“ Kurze Denkpause. Ja. Eigentlich ja. Dann die zögerliche Antwort: „Glaube schon. Weshalb fragste denn?“ Nun prasseln jede Menge Erläuterungen vom anderen Ende der Leitung auf dich ein, weshalb wir von A nach B fahren sollen und das am Sonntagnachmittag in einer Woche.     Weiterlesen:


Das helle und das dunkle Deutschland

Erkenntnisse, die der Bundespräsident gewinnt, sind nicht unbedingt neu.

Sind Sie mal mit nem Flieger zu DDR-Zeiten im Dunkeln in die Hauptstadt eingeschwebt?

Nein, na dann werde ich Ihnen mal mit einem Satz verklickern, wie das von oben aussah. Ganz einfach: Über West-Berlin war es taghell und Ost-Berlin war nicht zu sehen! Da war’s duster, finster, dunkler als dunkel. Selbst die Straßenlaternen leuchteten nicht und Mond und Sterne hatten auch keinen Bock darauf, die Tristesse zu erleuchten!
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Die alte Tante SPD  

Wenn ich so an meine Kindheit, mein Aufwachsen und mein Leben im alten West-Berlin denke, dann gehört die SPD dazu. Im familiären Umfeld und im Freundeskreis meiner Eltern gab es jede Menge Fans dieser Partei und die Fangemeinde wuchs mit den politischen Ereignissen, die in dieser Stadt immer eine Rolle spielten.     Weiterlesen:


Die machen buh und was machst du?

So oder so ähnlich hat man Mutti Angie heute in Heidenau empfangen. Hat ihr natürlich nicht gefallen, aber sie hat’s sich nicht anmerken lassen. Tapfer hat sie den Umstehenden zugewinkt, die lokale Politprominenz gelobt und den fremdenfeindlichen Mob angeprangert.

Kommt ja auch nicht alle Tage vor, dass unsere Bundeskanzlerin von ihren ehemaligen Landsleuten nicht mit freundlichem Gejohle begrüßt wird. Doch wie heißt es so schön: it’s the first time for everything! So auch für Frau Merkel.     Weiterlesen:


Kaum zu glauben, aber leider wahr!

Da kann man sich doch richtig echauffieren, wenn man die Berichte hört, sieht oder liest, die uns derzeit aus den neuen Bundesländern erreichen! Also ich kann das jedenfalls – und nicht zu wenig.

Da gibt es vielerorts regelrecht Hetze gegen Flüchtlinge. Okay, von den Rechten kennt man das seit Jahr und Tag nicht anders. Aber nun sind es auch die normalen Einheimischen, die gegen Nachbarschaft, Flüchtlingshilfe und Unterbringung auf die Barrikaden gehen.

Ja, sind die denn nicht mehr ganz richtig im Kopf? Haben die alle das Leben in der DDR und besonders den Sommer 1989 vergessen?     Weiterlesen:


Von Fröschen und Sümpfen

Wenn man den Sumpf trockenlegen will, darf man nicht Frösche damit beauftragen! Gefällt Ihnen das Zitat auch so gut? Und es passt wie das berühmte Hinterteil auf den noch berühmteren Eimer.   Weiterlesen:


Nehmen Sie bitte in der ersten Reihe Platz und sehen Sie mit dem Zweiten besser …

Das sind die ganzjährigen Aufforderungen von ARD und ZDF an alle Gebührenzahler, die öffentlich-rechtlich in die Röhre gucken. Und wer die Zwangsabgabe zahlt, will auch was für sein Geld. In diesem Fall Programm, und zwar ganzjährig.

Zum Programm gehören Wiederholungen. Eben wie im richtigen Leben und nach der Devise: Alles war schon mal da – warum also nicht auch die ollen Kamellen aus vergangenen Zeiten wieder aufwärmen! Spielfilme und Serien, Nachrichten von anno dunnemals, ebenso Quiz- und Talk-Shows, Lehrreiches für Kinder jeden Alters. Bei ARD und ZDF ruht die Vergangenheit nicht in verstaubten Archiven, alles wird dann und wann wieder hervorgekramt und präsentiert.     Weiterlesen:


Bremen – Berlin – Griechenland
oder:
Schulden sind keine Hasen – sie laufen nicht weg!

Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich völlig ungeniert……..

Die Herkunft des Zitates ist nicht wirklich geklärt. Entweder hat Wilhelm Busch oder Bert Brecht diese Weisheit unters Volk gebracht. Fest steht nur, dass derjenige, der diesen Spruch von sich gab, seine Mitmenschen genauestens unter die Lupe genommen und in Amtskassen der Stadtväter geschaut hat. Doch bedeutungsvoll ist diese Feststellung noch heute – möglicherweise heute mehr als in früheren Zeiten – oder?    Weiterlesen:


Titelseite10Hurra, Tigi Nummer 1 ist da!

Geschniegelt und gebügelt trabt Tigi durch die Wohnung. Schick sieht er aus. Er hat sich den Smoking von meinem Mann geborgt, die weißen Hosenträger und die rote Fliege. Seine Barthaare sind auf Lockenwickler gerollt, seine Krallen geschnitten, akkurat gefeilt und lackiert. Selbst die Wimpern sind getuscht. Warum das Styling? Kommt die Queen zu Besuch oder der Bundespräsident? „Nein“ raunt er mit heiserer Stimme, „ich warte auf den Paketboten von UPS!“ „Und für den putzt du dich so raus und riechst wie ne ganze Parfümerie? Hast du mit dem Kurier ein Date, Tigi?“ „Ach Quatsch, was redest du da! Ich warte auf den, weil er doch die Tigi-Bücher bringt. Heft Nummer 1 von Tigi & seine Freunde!
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Tigi sagt: Käthe ist einen Ausflug wert
Die zwei großen schwarzen Saatkrähen stapfen durchs feuchte Gras. Unsere Wiese mögen die sehr gerne, besonders dann, wenn es geregnet hat. Dann lassen sich viele Regenwürmer blicken, die diese Vögel auf ihrem Speiseplan lieben. Selbst wenn sie unsere Wiese an manchen Tagen okkupieren, so gehören sie noch nicht zur Familie. So wie Tigi und seine Freunde. Mittlerweile kreucht und fleucht eine stattliche Anzahl Zwei- und Vierbeiner in unserem Garten und Haus herum, so dass man gut und gerne meinen könnte, hier ist ein Privatzoo in der Aufbauphase.   Weiterlesen:


Korbi möchte zu Dave
Wieso streiten die beiden denn wie die Kesselflicker? Tigi und David sind völlig aus dem Häuschen. Ringsherum stehen Gerda, Karl und Löwe Leo und die gehen ab und zu in Deckung, wenn die beiden Streithähne zu wild um sich herumfuchteln. Keine Ahnung, was die da draußen haben. Vermutlich die üblichen kleinen Streitereien unter Kumpels. Ich schere mich nicht weiter drum und widme mich wieder dem Staubsauger. Wo bitte kommt bloß immer der ganze Schmutz her? Die Viecher könnten sich auch mal ordentlich die Füße abtreten.   Weiterlesen:


David & Goliath
Irmgard und Egon sind Feldmäuse, miteinander verheiratet, leben seit langer Zeit auf unserer Terrasse und gehören zum Freundeskreis von Tigi. Beide sind kein bisschen menschenscheu oder fürchten sich vor größeren Tieren und mit nichts kann man sie aus der Ruhe bringen. Doch heute ist das anders. Völlig aufgeregt stehen sie draußen vor der geschlossenen Terrassentür und bitten lautstark um Einlass. „Habt ihr schon gesehen, dass auf dem Parkplatz ein Zebra steht und auf dem Rücken von diesem gestreiften Kerl sitzt ein kunterbunter Papagei, der plappert und kreischt wie doof und ruft immer nach Tigi! Wo ist Tigi denn eigentlich?“    Weiterlesen:


Ossi trifft Wessi in blühenden Wendezeiten
Noch heute kann man West-Berliner von Ost-Berlinern unterscheiden. Jeder eingefleischte und eingeborene West-Berliner kann das. Und das auch im fünfundzwanzigsten Jahr nach Fall der Mauer. Keine Ahnung, warum das so ist. Es ist eben so! Viele alte West-Berliner“ besitzen diese Fähigkeit und umgekehrt Ost-Berliner ebenso.   Weiterlesen:


Zur falschen Zeit am falschen Ort
Ein schöner Samstag: heiße 30 Grad und drüber, kein Lüftchen weht, strahlender Sonnenschein, blauer Himmel und drückende Schwüle. Im Nachbardorf gibt es seit gestern ein Musikfestival. Etliche Seemannschöre treten in einen musikalischen Wettstreit und eifern um die Gunst der Musikliebhaber.

Überall erklingen Shantys, die berühmten Arbeitslieder der Seeleute aus längst vergangenen Zeiten. Vermutlich sind derartige Lieder Relikte aus einer Epoche, als es noch jede Menge Besatzungsmitglieder auf den Schiffen gab und die Personaldecke nicht so eng gestrickt war wie heute. Auch wir stürzen uns ins Gewimmel und haben Lust auf Seemannslieder und die unterschiedlichen Darbietungen.   Weiterlesen:


Tigi auf der Fanmeile in Berlin

Tigi und seine Freunde haben seit Wochen nur noch Fußball im Kopf. Sogar Gerda hat Gefallen daran! Kein WM-Spiel haben die Jungs versäumt. Und nun wollen Tigi, Leo, Karl und Emil gemeinsam nach Berlin zur Fanmeile und zum ersten Mal in ihrem Leben Fußballer in live ansehen, noch dazu Weltmeister! Schnell haben sie ihre Rucksäcke bis zum Rand mit Notwendigem und jede Menge Proviant zusammengepackt und holterdiepolter geht’s los. Gerda flattert ihnen aufgeregt hinterher, denn natürlich will sie auch mit.  Weiterlesen:


Der Gast hat das letzte Wort!   

Toller Laden, super lecker, ganz neu in der Gegend, müsst ihr unbedingt hingehen – so wurde uns das Restaurant angepriesen. Also mussten wir den totalen Fischgenuss selbst probieren und erleben, denn wir essen frischen Fisch sehr gerne und außerdem wollen wir im Bekanntenkreis mitreden können. Gemeinsam mit einer Freundin saßen wir einige Tage später im neuen Fischrestaurant, studierten die Fischkarte und die Wartezeit, bis wir unsere bestellten Köstlichkeiten bekamen, überbrückten wir mit munteren Plaudereien.   Weiterlesen:


Jetzt geht’s um Ihren Hintern!

Man nannte es „Honnis letzte Rache“ und es war weit über die Wendezeit hinaus noch im Handel. Es war grau bzw. braun, oder eine Mischung aus beiden Farben, manchmal mit und manchmal ohne Mittelpappe, hart und nur zweilagig. Toilettenpapier in der DDR war immer zweilagig. Spaßvögel des Arbeiter- und Bauernstaates nahmen diese Tatsache mit Humor und witzelten: Warum gibt es in der DDR zweilagiges Klopapier? Weil eine Kopie immer an die Stasi geht!    Weiterlesen:


Gerda die Flugtrainerin

„Kann man hier vielleicht auch mal telefonieren?“ so hallt die Stimme meines Mannes laut und deutlich – was ausgesprochen selten vorkommt – durch die Wohnung. Er ist stinksauer, weil Gerda und Tigi sämtliche Telefone – und das sind zwei Festnetzanschlüsse und zwei Handys – blockieren. „Wat sabbeln die denn da ohne Ende? Hast du vielleicht ne Ahnung?“ Habe ich natürlich nicht, aber ich werde mir die beiden vorknöpfen! Fakt ist, dass Gerda eine Anzeige im Wochenblatt hat, die da lautet: Versierte Fluglehrerin mit extravaganten Kenntnissen bei Start- und Landeanflügen bringt Jungvögeln gerne das Fliegen fürs Leben bei.    Weiterlesen:


Alles auf Anfang

Noch weiß niemand, ob die deutsche Nationalmannschaft ihren ersten Sieg oder eine Niederlage bei der Fußball-WM erringen wird. Fußball-Deutschland und die gesamte schwarz-rot-goldene Crew fiebern dem Spiel entgegen. Noch ist ungewiss, was dieser Tag bringen wird.

Aber was wir wissen ist, dass genau heute, am 16. Juni 2014, vielleicht auch für Michael Schumacher ein großer Tag in seinem weiteren Leben sein wird. Denn die Medien melden, dass der am 29. Dezember 2013 Verunglückte aus dem Koma erwacht ist und in eine Reha-Klinik verlegt wurde.    Weiterlesen:


Tigi geht flöten …

Tigis neueste Errungenschaft ist eine Flöte. Die hat er am letzten Sonnabend auf dem Trödelmarkt einem Zwölfjährigen für drei Euro abgeluchst. Ein Notenheft war auch noch dabei. Jetzt übt Tigi schon die ganze Woche wie doof und wir haben die Befürchtung, dass die Nachbarn das nicht mehr lange ertragen. Heute habe ich unserem Fellträger vorgeschlagen, das Üben in der freien Wildbahn fortzusetzen, schließlich ist das Wetter sommerlich warm, kein Regenschauer in Sicht und frische Luft ist auch für Tiger gut.     Weiterlesen:


Tigi und Leo unterwegs

Tigi und Leo sind auf Deutschlandtour, und zwar per Flieger. Per Anhalter geht es nach Uelzen und fast hätten sie ihre Rucksäcke mit den Gemüsesnacks, Äpfeln, Kirschen, Erdbeeren, Kaugummis, Schokoriegel, Tarnkappe, Handy, Ladekabel und Kreditkarte von Leo im Auto des freundlichen Pärchens vergessen.

Leos Privatjet steht noch immer in Uelzen auf dem Flugplatz und seit mittlerweile zwei Wochen betreut Johnny Albatros den Flieger.    Weiterlesen:


Geburtstage sind …

…..ganz besondere Tage. Doch wie immer im Leben wird nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird – so ist es auch mit den Geburtstagen, an denen wir jeweils ein Jahr älter werden. Inzwischen werden wir ohnehin viel älter als unsere Groß- oder Urgroßeltern. Wir leben schließlich in einer relativ gesunden Welt, ohne Kriege oder lebensbedrohliche Katastrophen – jedenfalls in Europa. Also: Wir haben auch häufiger Geburtstag.

Der Start ist gut organisiert: Der Mensch erblickt das Licht der Welt. Er wird geboren und diesen Tag notiert man amtlich und nun steht unwiderruflich fest: dieser Tag ist sein Geburtstag!    Weiterlesen


Tigi bekommt Besuch

Wie ein geölter Blitz saust Tigi an uns vorbei und weg ist er. Ist was passiert? Emil und Karl erzählen, dass unsere eigenwillige Kuschelkatze einen Anruf aus Uelzen vom Flugplatz bekommen hat. Danach hat er eine halbe Stunde das Bad blockiert, sich mit Deo und Parfüm einbalsamiert, seine Krallen gebürstet, die Barthaare mit Haarspray gestylt und totales Chaos hinterlassen.    Weiterlesen


Bekannte, gute Bekannte, Freunde

Drei schöne Begriffe. Aus Bekannten können gute Bekannte und später vielleicht auch Freunde werden – das ist ein Werdegang, den man sich vorstellt und auch wünscht.  Wer von uns wünscht sich nicht gute Bekannte oder gar Freunde? Vermutlich braucht jeder die Vertrautheit, die Ehrlichkeit, die Offenheit und die Nähe eines guten Bekannten, eines Freundes.     Weiterlesen


Berlin Kudamm

Da hat es doch mein Mann geschafft, mich mit nach Berlin zu locken. Eigentlich habe ich null Bock mehr auf Reisen in die Hauptstadt. Immer habe ich Ausreden, habe was zu meckern und zu maulen und da kann er mir auch noch so schöne Sachen in Aussicht stellen. Selbst die Lust, gute Bekannte und Freunde in Berlin zu treffen, beflügeln nicht meine Reiselust. Diesmal dann aber doch!   Weiterlesen


Von Menschen und Mäusen

Mäuse sind nicht grundsätzlich von der Hand zu weisen, weder die, die in der Geldbörse oder im Klingelbeutel klimpern, noch die zirka 40 Arten der kleinen Nager, die in der Natur auch ihren Platz haben, um manchmal Ungeziefer zumeist allerdings Unkraut zu vertilgen.   Weiterlesen


Frühling ist …

eine von vier Jahreszeiten.

Seit 2012 fällt der Frühlingsanfang bis einschließlich zum Jahre 2048 akkurat auf den 20. März. Danach möglicherweise auch auf den 19. dieses Frühlingsmonats. Warum und wieso das so ist, kann man detailliert bei www.wikipedia.org nachlesen. Ebenso auch, dass der meteorologische Anfang dieser Jahreszeit bereits am ersten März stattfindet.    Weiterlesen


Fernsehen – und was mich ärgert!

Jetzt wird mal wieder gemeckert, und zwar zunächst mal übers Fernsehen. Vielleicht ist es dem einen oder anderen aufgefallen, dass unsere öffentlich-rechtliche Fernsehsender mit keiner Silbe erwähnt haben, dass Wladimir Klitschko vor kurzem geboxt und gewonnen hat. Wie immer – wenn die Klitschko-Brüder in den Ring gehen – fand der Boxkampf bei RTL statt und diesmal endete er mit patriotischen Bekundungen zur ukrainischen Heimat von Mister Steelhammer.   Weiterlesen


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