Einmaliger Ausrutscher oder ständiger Begleiter?

Terror ist mittlerweile nichts Einmaliges mehr. Er kommt näher und näher zu uns. Egal wo wir auch sind. In Bagdad, Paris, Brüssel, Nizza, London, München, Ansbach, auf dem Weg zur Arbeit, im Urlaub, im Club, im Shopping-Center, beim Rock-Konzert. Es macht wumm und dann ist alles anders, vielleicht sogar vorbei.

Können wir uns davor schützen? Nein! Es sei denn, wir igeln uns ein, bleiben nur Zuhause, fahren nicht mehr Bus und Bahn, gehen nicht mehr einkaufen, geschweige denn in den Zoo. Die Angst frisst uns auf, sie ergreift unsere Seele, nimmt von unserem Leben Besitz.

Terroristen und ihre Organisatoren haben es geschafft, uns das Fürchten zu lehren. Sie und ihr mörderisches Denken und Handeln versetzt uns in Angst und Schrecken, verunsichert uns und Hilflosigkeit und Ohnmacht machen sich in Regierungen von Stadt und Land breit. Gegen Anschläge dieser Fanatiker ist kein Kraut gewachsen, es sei denn, wachsame Dienste erkennen rechtzeitig IS- oder andere Aktivitäten potenzieller (Selbst-)Mörder. Ihre blutigen Spuren hinterlassen sie so ziemlich weltweit und es verstärkt sich der Eindruck, Anschläge werden immer häufiger verübt und diese Bedrohung kommt immer näher.

Zu diesem Terrorismus gesellen sich auch noch die Amokläufer. Die sind keinen Deut besser – auch sie morden. Schlimmstenfalls alle, die ihnen in die Quere kommen. Die Amoktäter sind emotional oder psychisch motiviert und nicht religiös. Auch ihre Opfer sind unschuldige Menschen, die zur falschen Zeit am falschen Ort sind. Fest steht auf jeden Fall: Beide Mörder-Typen sind tickende Zeitbomben! Es steht ihnen nicht auf die Stirn geschrieben, was sie grässliches vorhaben und man sieht es ihnen auch nicht an der Nasenspitze an. Sie sind unauffällige Nachbarn, immer höflich grüßend halten sie zuvorkommend die Haustür auf.

Religiös-islamistischer Terror ist weder Eintagsfliege noch einmaliger Ausrutscher. Er ist wie Bananenschale oder Hundekacke oder beides zusammen. Darauf rutscht man aus und der Mist klebt einem an der Schuhsohle und der Gestank bleibt in der Nase! Irgendwann traut man sich nicht mehr vor die Tür und auf die Straße, die Angst ist groß und wird immer größer.

„Wir sind im Visier des Bösen“ sagen Menschen mit Durchblick und aufmerksame Beobachter. Heißt das, dass Deutschland nicht mehr sicher ist? Was kann dagegen getan werden? Und wenn was getan werden kann, wer tut es und wie sehen überhaupt Lösungen aus? Kann man gegen Terrorismus und durchgeknallte Attentäter generell was tun? Mit welchem Recht versetzen uns diese Fanatiker in Angst und Schrecken? Jede Menge Fragen – keine Antworten. Ob hier wohl auch die Aussage unserer Kanzlerin „wir schaffen das“ gilt?