Der amerikanische (Alb-)Traum

Auf diesem großen Kontinent ist für jeden alles drin. Vom Tellerwäscher zum Millionär – so kann’s laufen. Dieser Traum ist schon für so manch einen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten in Erfüllung gegangen. Bill Gates, Michael Jackson, Elvis Presley, Johnny Cash, Muhammed Ali sind nur einige, die in unserer Epoche Glück hatten. Vor ihnen gab es viele und nach ihnen werden neue kommen, die ihren Traum verwirklichen oder scheitern werden.

In diesen Tagen geht einer, der es auch geschafft hat. In Hawaii geboren, schwarze Hautfarbe, demokratischer Politiker, erster afroamerikanischer Präsident und Friedensnobelpreisträger. Nach acht Jahren ist finito mit Big Boss der Amis, das schreibt die amerikanische Verfassung so vor und für Barack Obama wird ein Nachfolger im Weißen Haus gesucht.

Eine Bewerberin kennt diese Adresse bereits, sie stand schon mal auf ihrer Visitenkarte. Hillary Clinton war mal First Lady Amerikas und ihr Ehegatte Bill Mister President. Jetzt könnte es umgekehrt kommen – Billy the First Gentleman und sie Misses President.

Sie ist aber nicht die einzige Aspirantin für diesen Job. Der milliardenschwere Donald Trump sucht auch eine neue Herausforderung und wäre gern für die nächsten vier Jahre Hausherr im Weißen Haus.

Der Countdown läuft und am 8. November ist es dann soweit und Amerika wählt entweder die Ex-First-Lady oder den großen Blonden mit der großen Klappe.

Wenn Hillary gewinnt, gibt’s Bambule sagen Insider. Trump wird das Ergebnis anfechten und nicht akzeptieren, heißt es. Andere prophezeien, dass ein Präsident Trump ein Rückfall in die Dreißigerjahre wäre und somit ein globaler Albtraum.

Beide Kandidaten sind nicht wirklich das, was man astrein, integer oder korrekt nennt. Die Dame hat es wohl mit offiziellen E-Mails nicht wirklich ernst genommen und der Herr hat womöglich jede Menge Dollar am Fiskus vorbeigeschleust. Was Genaues weiß man nicht! Aber sicher ist: wären beide Herrschaften Eheleute im Trennungsmodus, so würde man von Rosenkrieg und Schlammschlacht reden.

Und wer ist besser für Amerika und den Rest der Welt? Ist es womöglich die Wahl zwischen Pest und Cholera? Eine Schicksalswahl?

Schwierige Frage – keine Antwort. Abwarten und Tee trinken. Mitte nächster Woche sind alle schlauer, Dann wissen wir, wer von den beiden Kandidaten das Rennen gemacht hat. Dann sind die Würfel gefallen, ob es eine Neuauflage vom amerikanischen Traum gibt oder ob es ein Albtraum wird, der von Amerika ausgeht?