Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!

Keine Ahnung, wie es auf Ihrem E-Mail-Account zugeht und ob Ihnen auch so viele Spams auf den Bildschirm flattern. Bei mir ist das jeden Tag von neuem der Fall und es nervt mich ohne Ende!

Sabine Meier, Jan Schmidt, Oliver Müller, Janine Lehmann, Franz Fuchs, Matthias Wolf, Sigrid Krause und unzählige andere Absender bieten mir an, Geld zu verdienen. Leicht und einfach soll’s gehen und die richtig lukrativen Geschäfte lassen sich ganz nebenbei bei meinem Toilettengang machen, weil ich dort ohnehin zum Geschäft-Machen rumsitze. Demnach wäre es ein Leichtes, jede Menge Euros einfach und im Handumdrehen zu verdienen und das eigene Konto zu füllen.

Alles Quatsch, alles gelogen! Oft fängt man sich beim Öffnen der Anlage einen Computer-Virus ein, dessen „Bekämpfung“ schlimmstenfalls einen Batzen Geld dem Beseitigungs-Experten ins Portemonnaie spült.

Zum Glück kann man mit guten Abwehrprogrammen und mit einer Riesenportion Achtsamkeit diesem digitalen Werbemüll aus dem Wege gehen. Selbst in unserer hochtechnischen Welt und ganz besonders beim Umgang mit PC und Laptop bewährt sich die uralte Weisheit: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!

Vorsichtig bahnt sich übrigens in diesem Jahr auch der Frühling seinen Weg in die Öffentlichkeit. Väterchen Frost macht ihm immer mal wieder einen Strich durch die Rechnung und schlägt nachts und in den frühen Morgenstunden eiskalt zu. Den Tulpen und anderen bunten Frühlingsblühern scheint das aber links am Stängel vorbeizugehen – gleich dem Motto: Nur die Harten kommen in den Garten!

Das Wetter ist auch Anfang Mai noch kühl und nass, die Sonne beherzigt die Tatsache: Willst du gelten, dann komm selten!

Und der Spargel – wie geht’s dem? Der hat vermutlich keinen Grund zum Klagen, denn seine zeitgemäße Kinderstube hat oftmals Fußbodenheizung und ein Plastikdach überm Kopf hat er außerdem. Nur die ungeschützten Freiland-Erdbeeren sind die angemeierten. Denen hat die Kälte zugesetzt und die ersten kleinen weißen Blüten haben kapituliert als Frostis eisige Hand sie des Nachts streichelte.

Trotzdem, Natur ist Natur und wie das Wetter auch ist, Mutter Natur lässt sich nicht aus dem Konzept bringen. Es sprießt, was sprießen muss, es wächst, was das Zeug hält und alles und jedes und jeder erfüllt seine ihm genetisch vorbestimmte Aufgabe.

So auch die Vögel und wenn’s denen hoch oben im Baum oder ganz unten in der Hecke zu stürmisch oder zu nass ist, dann suchen sie sich zum Nestbau eben einen anderen Ort. Für ein Amselpärchen ist dieser andere Ort unser großer Schnittlauchtopf.

Der steht in einem weißen Übertopf im Gewächshaus aus Holz mit Plexiglasscheiben mit einem aufklappbaren Dach. Geschützt vor Regen, Kälte, Wind und Wetter liegen die blauen Eier im braun-beigen Nest bewacht von den zukünftigen Eltern zwischen knackig-grünen Schnittlauchhalmen. Ein besonderes Kinderzimmer eben – und dafür essen wir unser Rührei gerne auch mal ohne Schnittlauch……!