Heiliger Bimbam – ist das ein Kreuz mit dem Kreuz!

Viel ist los, und zwar überall – in Berlin, in Bayern, im südlichen Europa und selbst im Weltall und in Amerika sowieso, denn da trampelt nach wie vor Donald Trump wie ein Elefant durch den globalen Porzellanladen.

Im Berliner Bundestag hieß es neulich: Frag doch mal die Maus…ääähh, die Merkel! Fast wie die Quizshow in der ARD, denn da gibt’s wirklich immer Antworten auf die gestellten Fragen. In Berlin waren es eher Allgemeinplätze und Ausflüchte, aber immerhin ein netter Versuch, Transparenz herzustellen.

In Bayern ist es derzeit ein Kreuz mit dem Kreuz! Wer ins (königlich-)bayerische Amtsgericht geladen ist oder eine andere Amtsstube im Freistaat aufsucht, wird mit dem Gekreuzigten konfrontiert. Dieser Erlass ging von König Markus dem ersten Söder aus. Der oberste Bajuware schickte zunächst Horst Seehofer nach Berlin, dann nagelte er Jesus an die Wand, anschließend besuchte er den Papst im Vatikan und wenn sich die Blätter wieder bunt färben, sollen ihn seine zwölf Millionen Untertanen im Amt des Landesvaters bestätigen. Sicher ist, dass es im Freistaat spannend bleibt – bis zum Urnengang allemal.

Neue Männer braucht das Land, dachte man sich nicht nur in Bayern. Auch in Spanien und Italien sind die Jüngeren auf dem Vormarsch. Im Königreich am Mittelmeer ist der 46-jährige Pedro Sánchez der neue Regierungschef und im Land, wo die Zitronen blühen, Guiseppe Conte und der ist auch erst 53. In Frankreich hat Präsident Macron zum vierten Mal genullt, in Österreich ist Sebastian Kurz mit 31 Jahren Bundeskanzler und in Kanada macht der Mittvierziger Justin Trudeau eine recht gute Figur.

Also hübsche, junge Männer sind auf dem Vormarsch Wir hingegen trumpfen mit Frau Merkel – unsere Chefin in Busfahrerhose, vielen farbenfrohen Blazern über einem knackigen Popo!

Die Berufs-Feministin Alice Schwarzer hat ihre zwanzig Jahre jüngere Freundin geheiratet und ist mit 75 Jahren nun endlich unter der Haube. Sommerhitze und Wasserknappheit hier, Unwetter und Überschwemmungen dort. Tolles Wetter, um in kühle Fluten einzutauchen – so auch Alexander Gauland. Allerdings musste der in Badebux und oben ohne den Heimweg antreten, denn irgendein Spaßvogel hatte ihm seine Plünnen gemopst.

Dann war da noch ein defektes Kupferkabel, das den Hamburger Flughafen für 24 Stunden lahmlegte und in Amerika verklagt ein Elternpaar ihren 30-jährigen Sohn, der partout an Muttis Rockzipfel bleiben will und immer noch liebend gerne seine Füße unter Daddys Tisch stellt. Die Katalanen haben das Lied vom „Bi-Ba-Butzemann“ für sich entdeckt. Bei denen klingt das phonetisch wie „Viva Puigdemont“. Und im NSU-Prozess fordert Beate Zschäpes Anwalt Freispruch für die Angeklagte!

Bei all diesen Geschehnissen kann man doch schon mal in die Luft gehen – so wie Alexander Gerst und seine Mitstreiter es getan haben. Ab in den Weltraum, weit weg von Mutter Erde und das für ein halbes Jahr. Wetten, dass das eine Auszeit ganz besonderer Güte ist? Alles Irdische ist von da oben weit entfernt, klein und mickrig. Da ist es sowas von schnuppe, ob Gauland baden geht, Merkels Hinterteil dick oder dünn ist oder in Bayern das Kreuz bayerische Lebensart ist!

09.06.2018