Bio, öko, plastikfrei, vegetarisch oder vegan….

…na, sind Sie das schon? Plastik geht überhaupt nicht und Tiere essen – na ja, müssen Sie selbst wissen.

Sagen Sie nicht, dass das ganze Plastikgedöns, was in den Weltmeeren so rumdümpelt, an Ihnen spurlos vorbeigeht?

Es reicht einfach nicht, wenn Sie nur Mehrweg-Pullen kaufen, akribisch Müll trennen, regelmäßig die ollen Klamotten oder das Glas in entsprechende Container entsorgen und weniger bis gar kein Fleisch essen. Sie müssen viel mehr tun, um die Natur und die Welt zu retten!

Müll vermeiden lautet die Zauberformel! Daran sollten Sie denken und stets und ständig was dafür tun und ich sag Ihnen mal was: Plastikmüll verringern, ist gar nicht so schwer!

Holen Sie sich das alte Einkaufskörbchen aus dem Keller – also das geerbte von Oma, das sie – damals im Kohlrübenwinter am spärlich geheizten Kachelofen sitzend selbst geflochten hat – und mit diesem Teil gehen Sie zum Einkaufen auf den Wochenmarkt. Dort verabscheuen Sie jede Papiertüte für Obst, Gemüse und anderes, verstauen alles umweltfreundlich im mitgebrachten Korb. Und wehe, wenn Ihnen jemand Eingekauftes in eine Plastiktüte stopfen will und sei sie noch so dünn und unscheinbar. Denken Sie an all die Meeresbewohner, die null Bock auf Plastik haben! Dann schauen Sie den Verkäufer so böse an, wie der weiße Hai kurz bevor er zum nicht verhandelbaren, blutrünstigen Angriff ansetzt!

Sollten Sie einen Einkaufsstopp am Stand der Hand-made-Nudelmanufaktur einlegen, lassen Sie sich gefälligst die Pasta in Ihr extra dafür mitgebrachtes Tupper-Töpfchen füllen. Desgleichen gilt übrigens auch für Schichtkäse, frischen Quark, Mozzarella und was es sonst noch so an frischen Leckereien auf dem Bauernmarkt gibt. Beim Kauf der Hühnereier greifen Sie selbstverständlich zum Sechser- oder Zehnerkarton aus Pappe. Der ist nämliche keine Eintagsfliege, sondern umweltfreundlich und Sie können ihn jederzeit mit Erde füllen und als Bio-Aufzucht-Station für Kräutersamen benutzen. Kräuter selbst zu züchten, ist ohnehin angesagt und der totale Hammer ist, sie auf der Fensterbank oder auf dem Balkon selbst zu züchten.

Falls Sie wirklich noch zu den Fleischabhängigen gehören und beim Metzger Ihres Vertrauens einkaufen, reichen Sie am besten ein chlorfrei gebleichtes Papiertaschentuch. Warum? Na damit er sich beim Verkauf des Bauchspecks die kullernden Tränen von seinen Wangen wischen kann. Alle Filets, Rippchen, Haxen, Koteletts und Keulen, jede Leber-, Blut- und Bockwurst sind ihm bestens und persönlich bekannt. Schließlich gehörten sie vorm Schlachthofgemetzel quasi zur Familie und manch springlebendiges Tier wurde sogar von Hand aufgepäppelt.

Am Imkerstand können Sie übrigens gleich die Pfandgläser abliefern und neu befüllte mit bestem Wiesenblumenhonig kaufen. Dem Herrn der Bienenvölker dürfen Sie vorbehaltslos vertrauen, denn alle seine fleißigen Bienchen säubern sich nach dem Sammeln des Nektars gründlich den Rüssel, bevor sie ihren Bienenstock betreten.

Da sehen Sie mal, es geht auch ohne Plastiktüten und all das Zeug, was die Umwelt kaputtmacht! Man wird Sie dafür bewundern, dass Sie bereits beim Einkaufen auf die Plastikbremse treten und gemeinsam mit Omas uralten Körbchen zu einer besseren Welt beitragen. Und wenn Sie sich dann demnächst noch das Fisch-, Fleisch- und Wurstessen verkneifen, dann sind Sie auf dem allerbesten Wege, unsere bedrohte Welt wirklich ein bisschen gesünder zu machen.

Ach ja, wie halten Sie es denn übrigens mit dem Weihnachtsbaum? Steht auch jedes Jahr zum Fest der Feste so ein Teil bei Ihnen in der guten Stube rum und nadelt sich die Zweige kahl? Muss auch nicht sein, wenn Sie mal ernsthaft drüber nachdenken. Ratsam wäre ein ganzjähriges Exemplar für Balkon, Terrasse oder Garten, Selbstverständlich völlig ohne Lametta und anderes Zeug, was der gefiederten Zwitscher-Population schaden könnte.

Lassen Sie sich was einfallen, der eigenen Kreativität sind absolut keine Grenzen gesetzt…!

05.11.2018