Von hinten Lyzeum von vorne Museum

Wie jetzt, mit diesem Spruch können Sie nichts anfangen? Na dann richten Sie doch mal Ihr Augenmerk auf Uschi von der Leyen. Jawoll, auf unsere Bundesverteidigungsministerin, der Mutter aller Kompanien, die Chefin vom desolaten Maschinenpark und allem, was bei Bundeswehrs so dazugehört.

Wenn man „uns Uschi“ beispielsweise von hinten sieht – was sicherlich viele liebend gerne tun – könnte man meinen, sie gehört zum zeitlich befristeten Inventar einer höheren Mädchenschule und die nannte man früher Lyzeum. Und nun Frau Ministerin mal von vorne. Genau, da hat auch bei ihr der Zahn der Zeit nach sechzig Lenzen nicht versäumt, zu nagen. In Anlehnung an Guido Maria Kretschmers geflügeltem Wort: Viel Haarspray auf der Betonfrisur tut absolut nichts für sie!

Doch wie bin ich eigentlich auf Uschi gekommen? Ach ja, Museum war das Stichwort. Bestimmt haben Sie es schon gehört, dass die Gorch Fock eine reelle Chance hat, ein schwimmendes Museum zu werden – hat Uschi verkündet. Es sei denn, die derzeit veranschlagten 135 Millionen Steuergelder reichen aus, um das Segelschiffchen der deutschen Marine wieder hochsee- und ausbildungstechnisch aufzukrücken. „Wir tun alles, damit dieses Schiff wieder flott wird. Allerdings gehe das nicht um jeden Preis, man habe dem Steuerzahler schon viel zugemutet.“ So hat sie das Riesendesaster gelassen beschrieben!

Doch eigentlich ist ja die gesamte Bundeswehr reif fürs Museum! Die Panzer, die nicht rollen, die Flieger, die nicht fliegen und mal fix notlanden müssen, Schießprügel, die nicht geradeaus ballern können, Schiffe, die nicht schwimmen – endlos ist die Liste dieses Pleiten-Pech-und-Pannen-Vereins!

Aber eines können sie gut: Geld verbraten – darin sind sie Weltmeister! Und Berater beauftragen und bezahlen funktioniert auch bestens.

Ist eben wie damals in der DDR – da war schließlich auch nicht alles nur schlecht!

Auch mittlerweile so ein Sprichwort mit Alltagscharakter. Müssen ja nicht immer die altbekannten sein, die in die Welt passen – obwohl auch die immer noch bestens anwendbar sind.

Wie der Herr so das Gescherr ist ebenfalls eine viel zitierte Weisheit, die bedeutet, dass der Apfel nicht weit vom Stamm fällt. Wenn also die alleinerziehende Chantal Schuster Arbeit für sich noch niemals als Notwendigkeit empfunden hat, kann man ziemlich sicher sein, dass Junior Kevin der Mama nacheifert und Mandy, deren Familie voll die Prolls sind, vermutlich keine familiäre Ausnahme bilden wird.

Weshalb aber auch? Der Sozialstaat ist schließlich eine Institution für alle, und zwar für die einen, die einzahlen und die anderen, die einkassieren.

Von den Krähen hört man auch immer wieder, dass die eine der anderen kein Auge aushackt. Dieses Vorgehen hat sich übrigens auch bis in die Politik durchgesetzt. Selbst wenn man sich da unter Kolleginnen und Kollegen mal kräftig anmotzt, eine moralische oder verbale Keule nach der anderen aus dem Ärmel schüttelt, bedeutet es nichts Ernstes. Und vor laufenden Kameras und Mikrofonen schon gar nicht. Dieses „Gehacke“ gehört wie das Klappern zum Handwerk und bedeutet eigentlich nur: Keine Angst – hier beißt keiner wirklich, hier wird lediglich nur gespielt!

Eigentlich wollte ich sprichwörtlich doch nur feststellen: Der Mann trägt die Jahre in den Knochen, die Frau im Gesicht. Hat irgendein kluger Beobachter mal festgestellt….

01.05.2019