Auweia, habe ich Grippe oder bin ich eine Internet-Berühmtheit?

Ein Grippe-Virus namens Influenza ist nicht wirklich beliebt. Na ja, stimmt so auch wieder nicht, denn Ärzte, Apotheker und Pharmaindustrie verdienen gut daran.

Internet-Berühmtheiten hingen nennt man Influencer und das sind Hipster, die mit coolen Filmchen via Instergram, YouTube und anderen Internet-Plattformen jeden Klimbim ihres Lebens posten – also weltweit öffentlich machen. Sie sind selbsternannte Botschafter für dies und das, für alles oder nichts.

Echt pfiffige VertreterInnen dieser Zunft sind gut bezahlte Werbe-Ikone für Lippenstift, Nagellack, Klamotten und alles, was eben Lifestyle und absolut angesagt und hammermäßig in ist. Die messbare Zahl der Followers bestimmen den Marktpreis der Influencer und der kann hoch sein!

Erfindungen – so nannte man Neues, Modernes, Innovatives früher. Heute heißt das Lifestyle! Es sind Hipster, die einem Hype nachhasten, ihn um den Erdball jagen, ihn in den Himmel heben oder in den Orcus treten.

Das ist alles nicht neu, gab’s immer. Mitte des vergangenen Jahrhunderts wurden neue Musikrichtungen von Elvis, Bill Haley, Paul Anka, die Stones, die Beatles, die Beach Boys und vielen anderen Popstars geprägt und sie beeinflussten Teens und Twens rund um den Globus. Sie machten Knete mit Schallplatten, Konzerten und mit der Yellow Press. Später waren es Boy- und Girl-Groups, die Teenies zum Kreischen brachten. Selbstverständlich wollten die dann natürlich auch das angesagte Outfit dieser singenden Jungs und Mädels besitzen, was den Herstellern guttat und die Wirtschaft massiv ankurbelte.

Und heute sind’s eben die Influencer-Internet-Stars, die ihre Hüte in den Ring werfen. Die Cleveren werden zu gutverdienenden Werbeträgern ganzer Industrien und wenn’s bestens läuft, steht dem Erklimmen der Karriereleiter – weder in sehr jungen Jahren noch im reiferen Alter – absolut nichts im Wege.

Drum ist es heutzutage auch nichts Besonderes, wenn man SchülerInnen nach ihrem Berufswunsch befragt und der des Influencer-Stars genannt wird. Damit lässt sich Geld verdienen – wie überhaupt mit vielen Dingen, die mit dem Internet zu tun haben. So sagen es jedenfalls Insider.

Und was bin ich eigentlich? Influencerin vielleicht? Nee, das bin ich nicht.

Aber eine Bloggerin bin ich, und zwar mit monatlichen Klick-Zahlen im gut fünfstelligen Bereich. Ist doch auch was – oder?

Und ich werde weiterhin schreiben – es sei denn, ich habe ein klein bisschen Grippe!

20.06.2019