ARD und ZDF – Früher war mehr Lametta!

Bei den Öffentlich-Rechtlichen wird die Knete knapp – konnte man neulich vernehmen. Wenn nicht bald mehr Geld rüberwächst, drohen die Vorsitzenden und Verantwortlichen von ARD und ZDF, werden sie ihre Programme eindampfen!

Na das ist doch mal ein Wort!

Dann fangt einfach mal mit der Eindampferei bei euch selbst an, ihr Chef- und sonstige Redakteure, Stellvertreter, Moderatoren und Sesselfurzer!

Eure Gehälter, Sonderzahlungen, Apanagen und weiß-der-Geier-für-Zuwendungen können bestimmt ein bisschen Rotstift vertragen.

Gut unterrichtete Insider munkeln, dass zum Beispiel Claus Kleber – der Nachrichtenonkel vom ZDF – es auf eine Million Euro per anno bringt. Selbst wenn’s bei ihm einen Tick weniger sein sollte, fragt sich doch der Zuschauer wofür der gute Mann dieses üppige Salär bezieht. Es würde lediglich die Tatsache rechtfertigen, dass die Zwangsabgabe, die jeder Haushalt im Land zu entrichten hat, unter keinen Umständen um auch nur einen einzigen Cent reduziert oder gar ganz abgeschafft werden darf!

Das Programm im öffentlich-rechtlichen Programm lässt sich kurz und knapp mit vier Worten von Loriot beschreiben: Früher war mehr Lametta!

Wiederholungen in Endlosschleifen sind das täglich Brot im Fernsehprogramm. Wer versäumt, den Krimi zur Primetime anzuschauen, guckt ihn eben später auf einem anderen Kanal, des nachts, am nächsten oder übernächsten Tag, in irgendeinem Dritten oder in der Mediathek. Wer die alten Schimanski-Abenteuer liebt kommt ebenso auf seine Kosten, wie die Wilsberg-Fans und Freunde der DDR-Polizeiruf-Episoden, und zwar immer und immer wieder; einfach nur aufmerksam die Programmankündigungen lesen!

Der Talkshow-Interessierte wird selbstverständlich volles Rohr überschüttet, getalkt wird immer und überall – kein Kanal ist laberfrei! Wer z. B. Will will, muss sich nicht unbedingt den Sonntagabend reservieren. Talking about ist immer und auf allen Sendern – tagsüber, abends, spätabends, nachts in den frühen Morgenstunden – kein Wort geht dank der vorzüglich getakteten Wiederholungen flöten! Da kann der Bäcker, der morgens um drei Uhr dreißig das Haus verlässt sich ebenso aktuell informieren, wie der Reeperbahn-Spätheimkehrer, der rein fernsehtechnisch noch einen Absacker braucht.

Sind Talkshows eigentlich Bildungsfernsehen oder Meinungsmache? Männliche und weibliche Politik- und Parteien-Vertreter sind gern gesehene Gäste im Öffentlich-Rechtlichen. Haben die Talk-Gastgeber womöglich zur Bekanntheit der AfD-Protagonisten beigetragen?  Und müssen eigentlich die gastgebenden Damen und Herren Zertifikate für die Befähigung dieser Talk-Tätigkeit nachweisen?

Der zuschauende Gebührenzahler kann nur vermuten, raten und spekulieren, denn nichts Genaues weiß man nicht. Oder vielleicht doch?

Und rangieren eigentlich Quizz-Shows mittlerweile unter der Rubrik Bildungsfernsehen? Rate mal mit Rosenthal und nach Möglichkeit dalli-dalli – das war gestern. Wetten, dass die heute total anders heißen und aus welchem Schweinderl wird das denn eigentlich alles bezahlt? In jedem Programm wird gefragt und gejagt, denn der Preis ist heiß und einer wird gewinnen – jedenfalls meistens. In Fernseh- und Radioprogrammen wird gezockt, geraten, gewonnen und das kostet Geld, bestimmt nicht wenig.

Wäre doch interessant zu wissen, wie viel und aus welchem Topf das bezahlt wird. Wer weiß denn sowas? Oder kann man das irgendwo nachlesen?

Ach ja, das Öffentlich-Rechtliche ist irgendwie schon ein Rätsel und ein Buch mit sieben Siegeln. Vermutlich wird deshalb bei denen so viel gequizzt und geraten. Doch vielleicht ist es ja einfach auch nur Kundenbindung…weil früher eben mehr Lametta war!

11.07.2019