Dann lasst mal die Sau raus, ihr Pappnasen!

Ab heute macht sich das Pappnasengeschwader mit ihren Humbahumbatätära-Kumpels wieder auf die buntgestreiften Socken und allerorts sind die Jecken und Narren für die nächsten Monate los. Die fünfte Jahreszeit ist angebrochen. Sie wird sein wie immer, wie jedes Jahr, wie Miss Sophies neunzigster Geburtstag oder Heiligabend mit Tannenbaum. Ein paar neue Karnevalslieder werden die Szene bis einschließlich Aschermittwoch befeuern, vielleicht sogar die Charts stürmen und Bruder Alkohol wird das Treiben gewaltig anfachen.

Wer heute nichts mit Feiern und Narrenkappe im Sinn hat, kann sich auch eine Feder an selbige stecken, den Umhang schultern, das Pferd satteln, die selbstgebastelte Laterne anzünden und mit anderen singend durch die Straßen und um die Häuser ziehen. Es ist schließlich Martinstag.

Falls auch das nicht dem persönlichen Gusto entspricht, dem bleibt die gut gebratene Gans, die bekanntermaßen eine gute Gabe Gottes ist – so jedenfalls huldigte Wilhelm Busch seinerzeit das ofengebräunte Federvieh.

Eigentlich dürfte am elften November für jeden was dabei sein und wenn es lediglich der eigene Geburtstag, Hochzeits-, Kennenlern- oder Sonst-was-für-ein-Tag ist. Für ein gesellig-fröhliches Prösterchen reicht dieses Datum allemal!

Die Elf – sie ist eine weithin bekannte Größe. Überall in unserem Leben, in der Geschichte, im Alltag, in allen Kulturkreisen ist sie mit dabei und nicht erst seit kurzem.

Bereits im Alten Testament war die Elf zum Beispiel der Beleg für Sünde, schließlich waren zehn Gebote der Garant für ein gottesfürchtiges Leben. Und wer die zehn überschritt stand bereits am Abgrund zur Elf.

Hingegen war das Neue Testament von der Zwölf geprägt. Wir erinnern uns, dass Jesus zwölf Jünger hatte, unter denen allerdings ein Verräter war und somit nimmt die Elf wieder eine wichtige Rolle ein.

Die Elf ist sowohl eine Primzahl als auch ein Palindrom und ein Fußballspiel besteht aus zwei Mannschaften mit jeweils elf Spielern.

Im Artikel elf des deutschen Grundgesetzes heißt es, dass alle Deutschen Freizügigkeit im gesamten Bundesgebiet genießen.

Drum ist der Elfte alleine schon ein besonderer Tag mit vielfältiger Bedeutung, doch der Elftelfte setzt sozusagen als doppeltes Lottchen noch einen drauf…

Wie aber auch andere Tage, die den Ruf der Schnapszahlen genießen!

11.11.2019