„Dreimal ist Bremer Recht“

….so heißt es jedenfalls in der Hansestadt. Warum? Das wird im Internet vielfältig erklärt. Doch um das Städtchen an der Weser geht’s gar nicht. Aber um die Drei, die für viele Menschen magisch ist, wie die Sieben und die Dreizehn. Auf diese Zahlen treffen wir immer wieder im Alltag, in vielen Märchen und in der Mythologie.
Magische Zahlen begleiten die Menschheit seit ewiger Zeit und so wird’s auch bis zum Sankt-Nimmerleinstag bleiben.

Aller guten Dinge sind drei, Die Dreifaltigkeit, Die heiligen drei Könige, Drei auf einen Streich, In drei Teufels Namen, drei Kreuze machen, Hokuspokusfidibus dreimal schwarzer Kater, die drei Affen, die weder hören, sehen noch reden wollen – das sind nur ein paar Beispiele, die zur Zahl Drei gehören.

Die sieben Todsünden, Die sieben Weltwunder, Die sieben Weltmeere, Eine Katze hat sieben Leben, Schneewittchen und die sieben Zwerge, Das verflixte siebte Jahr, Im siebten Himmel sein – die Sieben ist eine Glückszahl, aber auch Unglückszahl, ähnlich wie die Dreizehn.

Im Mittelalter und in den Religionen hatte die Dreizehn viele unterschiedliche Bedeutungen. Mal war sie gut, mal böse, mal notwendig, mal mystisch. Freitag der Dreizehnte hat sich bis heute gehalten und in den meisten Hotels gibt es keine 13. Etage, kein Zimmer mit dieser Zahl und in Flugzeugen fehlt die Reihe dreizehn. Der Mythos um die Dreizehn ist zumeist in der westlichen Welt beheimatet.

Doch vielleicht sind es nicht nur die Zahlen, die Glück und Segen bedeuten oder Unheil bringen. So manch einer geht ohne seinen Talisman nicht aus dem Haus, schwört auf das Hufeisen und auf Scherben, die Glück verheißen. Salz borgen bedeutet Pech und Streit gibt’s, wenn das weiße Gold verschüttet wird. Aber gleichzeitig verschenkt man Salz und Brot zum Einzug, dann geht das Geld nicht aus und zu Essen hat man auch genug, sagt der Volksmund. Das Schwein und der Marienkäfer sind die sprichwörtlichen Glücksbringer, genauso wie der Schornsteinfeger, das vierblättrige Kleeblatt und der Glückspfenning, den es zu D-Mark-Zeiten gab. Doch wenn ein Käuzchen ruft, stirbt jemand und sitzt ein Rabe auf dem Hausdach, wird jemand krank.

Ob man an all das glaubt oder nicht, ob man das tägliche Horoskop als erstes in der Morgenzeitung sucht oder wartet, bis der Radiomann es verkündet, ist eigentlich schnuppe. An irgendwas glaubt jeder von uns – so sind wir nun mal gestrickt, sagen Wissenschaftler und meinen, dass das auch gut ist. Die menschliche Seele braucht ihr ganz persönliches Maskottchen. Unterm Strich darf man getrost feststellen: Aberglaube ist zwar Blödsinn, aber er hilft auch!