Franziska Giffey – die kann doch kein Wässerchen trüben!

Wer sie anschaut, denkt vermutlich so – zumindest auf den ersten Blick! Und so wirkt sie auch mit ihrem sanften, leisen Stimmchen. Wer möchte sie nicht herzlich in den Arm nehmen, mit dieser scheinbar ehrlichen Haut freundschaftlich verbandelt sein?

Immer wie aus dem Ei gepellt, dezent geschminkt, korrekt gekleidet, gepflegte blonde Hochsteckfrisur mit Banane am Hinterkopf. Ein bisschen altbacken wirkt sie, trotzdem modern und ohne Schnörkel. Kräftige Farben, figurbetonte Kostüme sind ihr Ding. Ihre Figur proper mit weiblichen Rundungen an den richtigen Stellen. Eine Frau Anfang vierzig voller Tatendrang, nicht abgehoben, eher volksnah und die immer freundlich rüberkommt.

Das ist Franziska Giffey, unsere derzeitige Ministerin für Familie und anderes Gedöns, wie Gerhard Schröder dieses Ressort mit seinen Worten bezeichnete.

Die gebürtige Brandenburgerin hat etliche Jahre in Berlin-Neukölln mit dem damaligen Bürgermeister Heinz Buschkowsky zusammengearbeitet. Sie war sein Ziehkind und als er die politische Bühne verließ, war sie seine Nachfolgerin im Berliner Problembezirk. Bis die Bundespolitik sie vor zwei Jahren rief.

Sie bescherte uns das „Gute-Kita-Gesetz“, Kindergartenpflicht ab dem dritten Lebensjahr, bessere Betreuung obendrein, plädiert für Burkinis, damit junge Musliminnen am Schul-Schwimmunterricht teilnehmen können und kämpft glühend für die Frauenquote in Vorstandsetagen.

Nun will sie Chefin der Berliner SPD werden und bei den nächsten Wahlen vielleicht sogar Regierende Bürgermeisterin von Berlin.

Sie ist mehr als andere ihrer Kollegen und Kolleginnen präsent, ist medial immer und überall unterwegs und genießt ihre Auftritte in Talkshows.

Eine taffe, engagierte Frau, die so recht in die Zeit passt, die weiß, was sie will und vehement ihre politisch-sozialen Ziele verfolgt und eine Meisterin der Strippenzieherei ist, behaupten die, die sie gut kennen.

Allerdings hat ihr Sauber-Frau-Image in letzter Zeit gelitten. Es kursierte die Annahme, bei ihrer Dissertation geschummelt zu haben, was sich aber aufgrund von unabhängigen Experten weder bestätigen noch beweisen ließ. Die konnten lediglich ein paar handwerkliche Fehler feststellen und daher kam Franziska Giffey mit einer Rüge davon und konnte weiterhin mit ihren braunen Augen triumphierend in die Weltgeschichte blicken.

Doch ist der Ruf erst einmal – nein, nicht ruiniert, sondern nur – angeknackst, gibt’s erneut eins auf den Deckel. Diesmal steht ihr Ehemann Karsten im Mittelpunkt. Der Tierarzt, ebenfalls im Staatsdienst tätig, hat erst seinen Job und dann den Beamtenstatus laut Gerichtsbeschluss verloren, weil er z. B. Dienstreisen abgerechnet haben soll, die gar keine waren. Diese Vorkommnisse sollen zwar schon drei Jahre zurückliegen, sind aber erst jetzt bekannt geworden.

Warum gerade jetzt, fragt sich der, der die Stadt glaubt zu kennen und einen blassen Schimmer davon hat, wie sie tickt.

Ob es wohl mal wieder die üblich Verdächtigen der Szene sind, die ihr nicht das Schwarze unterm Nagel gönnen und die Freude dran hätten, Frau Giffey ins Schlingern zu bringen? Wer so rasant Karriere macht und auf dieser Leiter immer weiter nach oben strebt, nun auch noch die Regierungschefin der Hauptstadt werden will, passt selbstverständlichen vielen Platzhirschen und ParteifreundInnen nicht in den Kram.

Was liegt also näher, ihrem zielgerichteten Streben Einhalt zu gebieten? Und nichts eignet sich dazu besser, als im Privatleben der Familie zu schnüffeln – da lässt sich gewiss was finden!

Auch wenn sie noch so oft der Presse gegenüber betont, dass sie über Privates keine Auskunft gibt, schreckt das Journalisten absolut nicht ab, sondern törnt sie eher an, sich als Trüffelschweine auf die Suche nach Fallstricken zu machen.

Vielleicht kommt es dann, wie es oft kommt: irgendwo liegt eine Bananenschale die auch eine Ministerin ins Rutschen bringt und dann hilft ihr die wohlfrisierte Banane am Hinterkopf kein bisschen!

01.03.2020 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.